5 Fragen an...

Heiko arbeitet seit über 30 Jahren als Krankenpflegehelfer im psychiatrischen Bereich. Das wollen wir genauer wissen und fragen nach.

Warum hast Du Dich für die Arbeit in der Psychiatrie entschieden?
Ich habe mit 17 Jahren ein Praktikum in einer Einrichtung für geistig behinderte Menschen gemacht. Menschen die anders sind, zu begleiten, sich mit ihnen auseinander zusetzen und auch zu pflegen, war eine Herausforderung und ich war mir sicher, das ist mein Ding. Daher habe ich im Anschluss ans Praktikum gleich die Ausbildung zum  Krankenpflegehelfer absolviert. 

Auf welchen Stationen hast Du gearbeitet?
Überwiegend war ich in der Erwachsenenpsychiatrie auf geschlossenen und offenen Station tätig. Einsätze im Suchtbereich und in der Psychosomatik kamen noch dazu. 

Wie sieht ein Arbeitsalltag bei Dir aus?
Er beginnt immer mit der pflegerischen Dienstübergabe, an denen  morgens und mittags auch die Therapeuten  teilnehmen. Im Anschluss begleite ich die Patienten bei alltäglichen Dingen, wie Hilfestellung bei der Körperpflege, Begleitung zu den Mahlzeiten, Therapien und Untersuchungen. Administrative Tätigkeiten, Visitenbegleitung und Gruppenaktivitäten kommen noch dazu. Aber auch Krisengespräche mit den Patienten gehören zum Alltag, genauso wie Außergewöhnliche Situationen zu bewältigen. 

Warum verzichtet man auf das tragen der Dienstkleidung?
Sagen wir mal so, jeder Mitarbeiter hat die Möglichkeit seinen Dienst in Privat oder Dienstkleidung auszuüben. Auf einigen Stationen hat man sich Konzept bedingt für das tragen von privater Kleidung entschieden.
Die Gerontopsychiatrie und Akutstation machen da eine Ausnahme, hier wird die Dienstkleidung gearbeitet. 

Was hat Dich dazu gebracht, Botschafter der Kampagne zu werden?
Bedingt durch den Weggang vieler Kollegen (Ruhestand) brauchen wir neue Mitarbeiter. Daher möchte ich durch die Kampagne einen Einblick in meine Arbeit geben und gleichzeitig  Menschen motivieren, bei uns fest zu machen