Frag doch mal den Bernd...

Frag doch mal den Bernd...

Jetzt mal Butter bei die Fische. Chronischer Fachkräftemangel, unattraktive Arbeitsbedingungen, fehlende Wertschätzung, unangemessene Bezahlung - was ist dran an diesen Vorurteilen? Pflegefachkraft Bernd nimmt uns mit in seine Welt und klärt auf Regelmäßig nimmt sich Bernd ein Thema vor und steht hier Rede und Antwort.

„Wir können schon mit kleinen Dingen dazu beitragen, dass es den Patienten besser geht“

Bernd Schöller, Gesundheits- und Krankenpfleger

3 Fragen an...

Du hast die Weiterbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger/in der neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation absolviert. Was ist das Besondere an dieser Zusatzausbildung?

Die Komplexität neurologischer und neurochirurgischer Krankheitsbilder stellt hohe Ansprüche an die Begleitung und Betreuung betroffener Patienten. Im Kurs sind wir tiefer in das umfassende und anspruchsvolle Feld der neurologischen Pflege eingestiegen und haben unser medizinisches sowie therapeutisches Wissen erweitert. Dazu gehörte es auch die einzelnen Krankheitsbilder genauer kennenzulernen und zu verstehen. Das hat unseren Blickwinkel auf unsere Arbeit mit den Patienten verändert. Jetzt verstehen wir besser was eigentlich nicht mehr funktioniert und wie wir mit gezielten Übungen, Reizsetzungen den Patienten erreichen und damit helfen können.

Was hat Dich am meisten beeindruckt?

Jeder Handgriff, jede Übung, jede Handlung bewirken etwas beim Patienten. Entscheidend ist die Art und Weise, wie ich mit dem Patienten arbeite. Nehmen wir zum Beispiel die Lagerung in Neutralstellung. Wir stabilisieren den Körper des Patienten dort, wo ihm die Stabilität fehlt. Damit vermeiden wir eine unbequeme Lagerung sowie damit verbundene zusätzliche Stressfaktoren.

Was macht die Arbeit auf einer neurologischen Station so spannend?

Jedes Krankheitsbild, jeder Patient ist anders. Man muss sich immer genau auf den einzelnen Patienten einstellen. Das ist herausfordernd, aber auch spannend. Und immer wieder ein schöner Moment, wenn schon kleine Übungen erste Therapieerfolge bringen und die Mobilität der Patienten steigern.