Behandlungsschwerpunkt

Behandlung von Traumafolgestörungen

Diese erfolgt in den Räumlichkeiten der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie als ein spezialisiertes Angebot für Menschen mit:

  • Klassischer Posttraumatischer Belastungsstörung nach einem einzelnen Trauma
  • Komplexer Posttraumatischer Belastungsstörung nach mehrfachen Traumatisierungen
  • Komplexen dissoziativen Störungen, ggf. auch (partiellen) dissoziativen Identitätsstörungen nach Traumatisierung
  • zusätzlich vorliegenden komorbiden Störungen, wie affektive Störungen (Depression, Angst- und Panikstörung, soziale Phobien, Zwangsstörungen, Sexualstörungen), Essstörungen, Suchterkrankungen, chronische Schmerzstörung (Somatisierungsstörung), Persönlichkeitsstörungen u.a. Anpassungsstörungen.

Ambulantes Indikationsgespräch

Vor stationärer Aufnahme ist ein beratendes Indikationsgespräch vorgesehen, in dem evtl. nicht vorliegende Voraussetzungen erörtert werden (wie z.B. akute Suchterkrankung, akute Suizidalität, schwerwiegende und unkontrollierte Selbstverletzungen, floride Psychose mit Realitätsverlust, beständiges Dissoziieren ohne eigene Kontrollmöglichkeiten, fremdgefährdende Aggressionsdurchbrüche). In diesem Vorgespräch werden die Rahmenbedingungen individuell abgestimmt, damit ein ausreichendes  Sicherheitsgefühl aufgebaut werden kann. 

Unser Team

Ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Traumatherapeuten, Psychologen, Pflegekräften, Mal- und Gestaltungstherapeuten, Musiktherapeuten, Physiotherapeuten, Ernährungsberatern und Sozialtherapeuten begleitet Sie während der Therapie. Ein integrativer Bestandteil der Therapie ist die Einbeziehung des Körpers inkl. somatischer Erkrankungen und ggf. die Einleitung einer Schmerztherapie sowie konsiliarischer (z.B. internistischer, neurologischer) Sichtung in unserer Gesamtklinik.

Diagnostik und Therapieplanung

Für eine optimale Therapieplanung ist es erforderlich,  zu Beginn und während der Therapie eine Psychodiagnostik durchzuführen. Auf Basis der Ergebnisse erstellen wir mit Ihnen gemeinsam einen Behandlungsplan  für die Zeit Ihres Aufenthalts in unserer Klinik und bieten Ihnen Aufklärung und Information zum Krankheitsbild, wobei hauptsächlich in Gruppentherapien,  daneben in Einzeltherapien gearbeitet wird. Darüber hinaus wird eine psychopharmakologische und medizinische Behandlung angeboten.

Unser Behandlungskonzept und unser Therapieangebot

Die Grundausrichtung der Therapie ist multimodal mit verschiedensten Therapietechniken aus anerkannten Therapierichtungen, wie tiefenpsychologische, verhaltenstherapeutische, systemische und körpertherapeutische. Dabei kommen traumatherapeutisch fokussierte Techniken (z.B. EMDR, kognitive Verhaltenstherapie, Ego-State-Therapie, PITT, NET und Skills zur Bewältigung von Dissoziation) gezielt und bevorzugt zur Anwendung. Aktuell stehen 5 Behandlungsplätze zur Verfügung. Für die Zeit nach der stationären Behandlung erstellen wir – falls erforderlich und gewünscht – gerne den weiteren Behandlungsplan mit Ihnen.

Information zum Aufnahmeprozedere

Telefonische oder persönliche Kontakte zur Abklärung der Indikation bzw. des Aufnahmetermins werden über die Stationsleitung in der Zeit von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr unter der Telefon-Nummer 04621-831319 terminiert und in der psychiatrischen Institutsambulanz (04621-831102) durchgeführt.

Für das Vorgespräch ist eine Überweisung zur Institutsambulanz und für die stationäre Aufnahme in die Klinik eine Einweisung vom Haus- oder Facharzt erforderlich.

Wissenswertes über unsere Station

Die Station mit dem speziellen traumatherapeutisch fokussierten Angebot befindet sich im Haus 12 mit insgesamt bis zu 32 Behandlungsplätzen.

Wir sind bemüht, Ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten.

Bei Fragen oder Problemen können Sie sich jederzeit an die Mitarbeiter auf der Station oder an Ihren behandelnden Therapeuten wenden.

  • Sie sind während Ihres Aufenthalts in einem Einzelzimmer untergebracht. Jedes Zimmer ist freundlich eingerichtet und verfügt über moderne sanitäre Anlagen. In Aufenthaltsräumen gibt es Radio und Fernseher.
  • Die Therapien finden in mehreren Gebäudekomplexen auf dem gesamten Klinikgelände statt.
  • Die Mahlzeiten werden im Haus 12 eingenommen. 
  • Die Entlassungsplanung wird von Beginn an (ggf. mit Unterstützung durch den Sozialarbeiter) mit Ihnen abgesprochen.

Üblicherweise dauert ein traumafokussierter Therapieblock sieben Wochen und wird als geschlossene fünfer Gruppe (gemischt geschlechtlich) angeboten.

Sollten Sie nur in einer Frauengruppe behandelt werden wollen, können Sie diese Einschränkung bei der Abklärung des Aufnahmetermins mit der Stationsleitung besprechen.