Klinikgesicht

Klinikgesicht Britta Knoll

Klinikgesicht Britta Knoll

Britta Knoll ist Studienassistentin in der Helios Klinik Schkeuditz und hat eine sehr persönliche Bindung zum hiesigen Brustzentrum.

Klinische Studien – Eine persönliche Bindung an das Brustzentrum

Britta Knoll ist Studienassistentin in der Helios Klinik Schkeuditz. Ab 2002 war sie hier in der Endoskopie tätig. Seit 2006 begleitet sie im Brustzentrum Patientinnen mit Mammakarzinom während ihrer Behandlungen im Rahmen von klinischen Studien. Neben den administrativen Aufgaben wie Unterstützung bei der Auswahl und vor allem Dokumentation der Studien sieht Britta Knoll ihre Stärken besonders im Umgang mit den Patientinnen – Ängste nehmen und Hoffnung schenken.

Der erste Kontakt zur Klinik entsteht vor über 20 Jahren als einer ihrer zwei Söhne nach einem kleinen Unfall in der Helios Klinik Schkeuditz landet. Britta Knoll arbeitet damals noch in Leipzig, lebt jedoch mit ihrer Familie im Umland. Als der lange Arbeitsweg ihr lästig wird, erinnert sie sich an die guten Erfahrungen in unserem Haus. „Ich dachte mir, ‚Mensch, das kann ich mir doch mal anschauen und es probieren‘.“ So beginnt ihr Weg hier in der Endoskopie. „Ich habe viele Jahre in der Bronchoskopie gearbeitet, sie war mein Fachgebiet“, erinnert sich Britta Knoll an ihre Arbeit vor Helios, „als ich hierherkam, gab es ganz viel Neues für mich. Magen- und Darmspiegelungen, der kardiologische  Funktionsteil mit EKG oder die Lungenfunktionseinheit. Das heißt also, ich habe viel lernen müssen.“ Die fachliche Herausforderung bereitet der gelernten Pflegekraft und Fachschwester für Endoskopie  damals wie heute keine Bauchschmerzen. „Es erweitert den Horizont. Ich habe das nicht als Nachteil gesehen – eher als Vorteil, um nochmal weiter über den Tellerrand zu schauen. Mir hat diese Weiterentwicklung immer total Spaß gemacht.“

Den Patientinnen bei ihrem Weg zu unterstützen und zu sehen, dass sie trotz der Krebserkrankung oft ein gutes Leben führen können, erfüllt mich bei meiner Arbeit mit großer Freude.

Britta Knoll

Nächste Station: Study Nurse

2006 läuft die Zertifizierung zum Brustzentrum. Eines der Kriterien ist die sogenannte Study Nurse – die Studienassistentin. Sie arbeitet beim Screening der Patientinnen mit, betreut die Studienteilnehmenden und ist maßgeblich an der Koordination und Dokumentation der klinischen Studien beteiligt. Letztlich geht es darum, dass die Leitlinien nach denen allgemein gearbeitet wird, stetig angepasst werden. Die Stellenausschreibung trifft die Aufmerksamkeit der zweifachen Mutter. „Für mich war es die Chance, aus den Bereitschaftsdiensten wegzukommen. Geregelte Arbeit und genügend Zeit für meine Jungs“, erklärt Britta Knoll ihre Beweggründe. Der Plan geht auf – mehr noch: Während der kommenden Jahre wird die Rolle der Studienassistentin ihre Erfüllung. Schon in der Endoskopie empfindet sie den engen Kontakt zu den Patientinnen und Patienten als tollen Part ihres Berufs: „Die Menschen psychologisch dort abzuholen, wo sie sich während der Untersuchung gerade befinden. Das war mir total wichtig und für mich das Schönste an der Arbeit“, erklärt sie, „ich fand es ganz bemerkenswert, was man doch mit Worten bewegen kann.“ Eine wohlige Atmosphäre und das persönliche Wort: Mehr brauche es manchmal nicht, um Menschen einen Teil ihrer Angst nehmen zu können. Zu der heutigen Tätigkeit gibt es Parallelen: „Für mich ist das schönste Geschenk: Studienpatientinnen sind dankbare Patientinnen. Sie haben so ein persönliches Gefühl, eine persönliche Bindung an unser Brustzentrum. Da findet sich das wieder, was ich in der Endoskopie so sehr gemocht habe.“

Lebensqualität schenken

Britta Knoll arbeitet mit Patientinnen, die sich mit einem Mammakarzinom in Behandlung begeben müssen. „Als ich angefangen habe, dachte ich immer 'Um Gottes Willen - Brustkrebs!' Inzwischen weiß ich, dass es eine Erkrankung ist, an der man nicht versterben muss“, sagt die Studienassistentin bedacht, „es ist und bleibt natürlich eine Krebserkrankung, aber es gibt eben – ich sage mal, viele Patientinnen, die ganz normal leben können und alt werden. Und das finde ich toll. Wir können unterstützen und Lebensqualität schenken.“ Die Kolleginnen und Kollegen um sie beschreibt Britta Knoll als „ein gutes Team, das durch viele Höhen und Tiefen durchgeschlittert ist“. Das gehöre zum Leben dazu und bisher habe sich immer eine Lösung gefunden. Zufrieden sagt sie darum zum Abschluss: „Ich wünsche mir, dass ich diese Arbeit noch eine Weile machen kann und ich die ständige Herausforderung zu meistern weiß.“ So wie wir Britta Knoll kennengelernt haben, dürfen wir in diesem Punkt unbedingt zuversichtlich sein.

Helios Klinik Schkeuditz - Brustzentrum Nordsachsen

Dr. med. Yemenie Aschalew

Chefarzt Gynäkologie und Geburtshilfe
Dr. med. Yemenie Aschalew

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