Fragen: Schilddrüsenoperation

In unseren Sprechstunden tauchen immer wieder Fragen im Zusammenhang mit der Schilddrüsenbehandlung auf. Die häufigsten Fragen beantwortet unser Schilddrüsenexperte Prof. Dr. med. Peter Lamesch.

Muss ich Angst vor der Narkose haben?

Prof. Dr. med. Peter Lamesch: Narkosen sind heutzutage sehr sicher. Bei ca. der Hälfte der Patienten kommt es unmittelbar nach der Operation zu Übelkeit und Erbrechen, was sich medikamentös meist gut behandeln lässt. Kopfschmerzen und Schluckstörungen können in den ersten beiden Tagen nach der Operation auftreten.

Wie hoch ist das Risiko, dass ich nach der Operation heiser bin?

Prof. Dr. med. Peter Lamesch: Bei einem Ersteingriff liegt das Risiko einer dauerhaften Heiserkeit wegen einer Stimmbandlähmung bei 0,5 bis 1 Prozent. Bei Wiederholungseingriffen kann das Risiko höher sein. Das hängt beispielsweise von der Größe der Schilddrüse und dem Vorliegen beispielsweise von Verwachsungen ab.

Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?

Prof. Dr. med. Peter Lamesch: In den meisten Fällen können die Patienten zwei bis drei Tage nach der Operation entlassen werden. Die Wunde wird durch Hautkleber verschlossen, so dass kein Faden entfernt werden muss. Eine Drainage wird nur in Ausnahmefällen gelegt.

Ich nehme blutverdünnende Medikamente (ASS, Falithrom) ein, muss ich das vor der Operation absetzen?

Prof. Dr. med. Peter Lamesch: Über die Verordnungsweise dieser Medikamente vor und während des Klinikaufenthalts werden unsere Operateure und Anästhesisten mit Ihnen sprechen und entscheiden.

Wie groß ist die Narbe? Sieht man die Narbe nach der Operation?

Prof. Dr. med. Peter Lamesch: Die Wunde ist im Durchschnitt fünf Zentimeter lang, bei minimalinvasiven Eingriffen zwei Zentimeter. Die Länge des Schnittes richtet sich nach dem Befund und sollte auch adäquat lang sein, um ein möglichst sicheres Entfernen der erkrankten Schilddrüse zu gewährleisten. Durch schonende Wund- und Narbenbehandlung während und nach der Operation ist in den meisten Fällen die Narbe nach Ablauf eines Jahres unauffällig. Bei einem Teil der Patienten kann es postoperativ zu Schwellungen und Verwachsungen kommen, die sich meistens jedoch auch zurückbilden.