Fußchirurgie

Auf dem Fuß lastet bei jedem Schritt das volle Körpergewicht. Verletzungen und Erkrankungen des Fußes und der Knöchelregion (Sprunggelenk) können deshalb eine erhebliche Beeinträchtigung für den Patienten bedeuten. Die zahlreichen Knochen und Gelenken können bei Diagnostik und Therapie herausfordernd sein, es gibt jedoch etablierte und erfolgreiche Behandlungskonzepte.

Häufige Verletzungen und Erkrankungen

  • Riss der Achillessehne: In einigen Fällen kann konservativ mit einer speziellen Orthese behandelt werden. Meistens ist jedoch eine Naht der Sehne sinnvoll. Standardmäßig erfolgt eine gedeckte oder minimal-invasive Naht der Sehne über eine kleine Hautinzision, wobei Spezialinstrumente verwendet werden. Das Risiko von typischen Komplikationen wie Infektionen oder Nervenverletzungen wird dadurch weitgehend ausgeschlossen. Bei korrekter Nachbehandlung sind gute funktionelle Ergebnisse zu erwarten.
  • Frakturen des oberen Sprunggelenkes (Knöchelbrüche)
  • Bandverletzungen des oberen Sprungelenkes: Hierzu gehören die Außenbänder, die sehr häufig verletzt werden, aber in der Regel folgenlos zusammenheilen, und die vordere und hintere Syndesmose. Bei Syndesmosenverletzungen, welche eine typische Sportverletzung darstellen, ist eine exakte Stabilitätsdiagnostik erforderlich. Bei instabilen Verletzungen kann über kleine Hautschnitte durch Schrauben oder eine Faden-Anker-System operativ die Stabilität wiederhergestellt werden.
  • Risse und Luxationen der Peronaealsehnen
  • Frakturen der Fußknochen, teilweise mit Verrenkungen der Gelenke
  • Spreizfuß
  • Ballenzeh (Hallux valgus)
  • Arthrose des Großzehengrundgelenkes (Hallux rigidus)
  • Hammerzehen / Krallenzehen