Nierenersatztherapie

Die Verminderung der Nierenleistung ist bei Patienten auf Intensivstation häufig zu beobachten. Entweder handelt es sich hierbei um einen akuten Nierenschaden, der aufgrund der jeweiligen Erkrankung oder Verletzung als Begleiterscheinung entstanden ist, oder um eine bereits bekannte Einschränkung der Nierenfunktion, die sich zunehmend verschlechtert hat. Nach Ausschöpfung alternativer Therapieversuche kann der Einsatz einer Nierenersatztherapie notwendig werden.

In unserer Klinik für interdisziplinäre Intensivmedizin kann die Nierenersatztherapie sowohl durch kontinuierliche Verfahren als auch durch intermittierende Dialyse erfolgen. Die sogenannte kontinuierliche veno-venöse Nierenersatztherapie kann in unterschiedlicher Form (CVVH, CVVHD, CVVHDF) durchgeführt werden. Die Antikoagulation wird hier mittels Citrat („CiCa“) sichergestellt. Alternativ kann im Bedarfsfall auch Heparin zur Anwendung kommen.
Die intermittierende Nierenersatztherapie wird in Zusammenarbeit mit unseren Kollegen der Nephrologie sowohl auf der Überwachungsstation als auch auf der Intensivstation angeboten. Welches Verfahren letztlich zur Anwendung kommt ist sowohl von der der Ursache der Niereninsuffizienz als auch von Begleitaspekten hinsichtlich des gesundheitlichen Allgemeinzustandes unserer Intensivpatienten  abhängig. Aus diesem Grunde wird für jeden Patienten aufs Neue entschieden, welche Form der Nierenersatztherapie im jeweiligen Fall zur  Anwendung kommt.