Herzgesundheit von Frauen stärken
Pressemitteilung
„Zieh-etwas-Rotes-an-Tag“ erinnert an Herzgesundheit für Frauen

Herzgesundheit von Frauen stärken

Rottweil

Am 01. Februar ist internationaler „Zieh-etwas-Rotes-an-Tag“. Unter dem Slogan „Go Red For Women“ tragen Menschen aus aller Welt rote Kleidung, um das Bewusstsein für Herzkrankheiten bei Frauen zu erhöhen. Denn Herzkrankheiten zählen zu den häufigsten Todesursachen bei Frauen. Warum das so ist und wie Frauen am besten vorsorgen können, erklärt Dr. Martin Maunz, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin in der Helios Klinik Rottweil.

Schlagen Frauenherzen anders?

Die Funktionsweise und auch der anatomische Aufbau des Herzens sind bei Männern und Frauen grundsätzlich gleich. Frauenherzen sind im Durchschnitt etwas kleiner, folglich haben sie auch ein geringeres Volumen. Und: Der weibliche Herzmuskel ist weniger elastisch. Bei gesunden Menschen ist das kein Problem, bei bestimmten Krankheiten – etwas Bluthochdruck oder Herzschwäche – spielt es aber wichtige eine Rolle. Frauen sind zudem anfälliger für hormonelle Schwankungen. Nach der Menopause steigt das Risiko einer Herz-Kreislauf-Krankheit, weil das Schutzschild der weiblichen Hormone gegen Verkalkungen und Ablagerungen fehlt.

 

Haben Frauen also ein höheres Risiko?

Ja, tatsächlich sterben Frauen im Durchschnitt häufiger als Männer an Herzkrankheiten. Insbesondere bei Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Herzklappenkrankheiten liegt die Sterblichkeit deutlich höher.

 

Stimmt es, dass Frauen einen Herzinfarkt oft nicht bemerken?

Ja, weil die Schmerzen in diesem Fall häufig untypisch sind. Ein Beispiel: Normalerweise wird ein Herzinfarkt mit starken Schmerzen im Brustkorb und im linken Arm assoziiert. Dieses Muster tritt bei Frauen jedoch viel seltener auf. Bei ihnen sind die Schmerzen oft schwächer ausgeprägt, ziehen eher in den Rücken als in den Brustkorb oder bleiben sogar ganz aus, während Begleitsymptome wie Übelkeit oder Schwächegefühl häufiger auftreten. Wir nennen das auch „Eva-Infarkt“. Aber auch andere Herzkrankheiten zeigen sich bei Frauen eher atypisch – und werden von den Patientinnen nicht erkannt. Das  führt dazu, dass Frauen seltener zum Arzt gehen und in der Folge est später behandelt werden.

 

Was raten Sie Frauen?

Frauen sollten im Rahmen der Gesundheitsvorsorge regelmäßig ihr Herz untersuchen lassen, auch wenn sie keine typischen Symptome einer Herzkrankheit aufweisen. Vermeiden Sie zudem Risikofaktoren wie Rauchen, ungesunde Ernährung oder zu viel Stress. Ihr Herz wird es Ihnen danken.

Weitere Informationen

Der Aktionstag wurde 2003 von der American Heart Association sowie dem National Heart, Lung an Blood Institute ins Leben gerufen. Seitdem findet der „Zieh-etwas-Rotes-an-Tag“ („National Wear Red Day“) traditionell am ersten Freitag im Februar statt. Weltweit werden Frauen dazu aufgerufen, Arzttermine zu vereinbaren und ihr Herz untersuchen zu lassen. Auch das Team der Klinik für Innere Medizin in der Helios Klinik Rottweil zeigt Engagement und bekennt am Freitag Farbe, um Patienten und Besucher auf den Tag aufmerksam zu machen.