Leistungen

Brüche des Beckens und der Hüftpfanne

Stürze aus großer Höhe oder Verkehrsunfälle führen häufig zu Brüchen des Beckens oder der Hüftpfanne. Weil dabei oft auch Gefäße, Blase, Darm oder andere innere Organe mit verletzt werden, zählen diese Brüche zu den gefährlichsten Verletzungen.

Bei Patienten mit so schweren Verletzungen kann die sofortige Notfallstabilisierung im Rahmen der Schockraum-Versorgung lebensrettend sein. Dabei wenden unsere Experten folgende Verfahren an:

  • kurzfristige Stabilisierung mit dem Beckengurt
  • externe Stabilisierung (Fixateure Externe, Beckenzwinge)
  • interne Stabilisierungsverfahren, etwa durch minimalinvasive Chirurgie zur Anbringung von Schrauben oder offene Chirurgie zur Anbringung von Platten und Schrauben im vorderen und hinteren Beckenring

Verletzungen der Hüftpfanne erfordern eine möglichst genaue Rekonstruktion der Anatomie. Nur so kann der Gelenkverschleiß vermieden oder, je nach Schwere der Verletzung, zumindest verlangsamt werden.

Beckenbrüche im Alter

Bei älteren Menschen, die an Osteoporose erkrankt sind, können auch kleinere Unfälle einen Beckenbruch auslösen. Oft werden solche Ermüdungsbrüche zu spät erkannt und entwickeln sich zu nicht verheilenden Brüchen, auch Pseudoarthrosen genannt. Sie verursachen am Steißbein und Kreuzbein oft starke, langanhaltende Schmerzen.

Durch präzise Untersuchungsverfahren gehen die Experten der Unfallchirurgie den Ursachen auf den Grund. Als Patient werden Sie dann mit den entsprechenden modernen Therapieverfahren behandelt - entweder operativ oder auf konservative Art und Weise.