Die Experten für Ihren Rücken:

Das zertifizierte Wirbelsäulenspezialzen-trum am Helios Vogtland-Klinikum

Das zertifizierte Wirbelsäulenspezialzen-trum am Helios Vogtland-Klinikum

Sind Rückenschmerzen Ihr ständiger Begleiter? Dann wissen Sie aus leidvoller Erfahrung, welchen Einfluss diese Erkrankung auf Ihren Alltag hat. Denn Rückenschmerzen wirken sich auf alle Bereiche Ihres Lebens aus: Sie sind in Ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, brauchen Schmerzmittel, meiden lange Autofahrten – oder können Ihren Beruf aufgrund dieser Erkrankung nicht mehr ausüben.

Sehr geehrter Herr Chefarzt Dr. Youssef, Rückenschmerzen zählen zu den Volkskrankheiten in Deutschland. Was können Betroffene tun, wenn sie unter Schmerzen leiden? Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Dr. med. Farid Youssef, Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Neuromodulation, Facharzt für Neurochirurgie

Patienten mit leichten bis mittelgradigen Wirbelsäulenschmerzen sollten nach einigen Tagen bei nicht nachlassenden Schmerzen einen Arzt aufsuchen, insbesondere wenn der aufgetretene Schmerz bisher in der Form nicht bekannt war. Hingegen sollten die Patienten mit sehr starken Schmerzen oder mit neurologischen Ausfällen unverzüglich einen behandelnden Arzt aufsuchen, der die Diagnostik und gegebenenfalls eine notwendige Therapie direkt einleitet.

Mit welchen Beschwerden kann ich mich an das Wirbelsäulenspezialzentrum am Helios Vogtland-Klinikum Plauen wenden?

In unserem Wirbelsäulenspezialzentrum werden alle Krankheitsbilder der Wirbelsäule behandelt. Da die Beschwerden an der Wirbelsäule unterschiedlicher Natur sind, können hinter harmlosen Beschwerden ernste Krankheiten stecken. In unserem Zentrum arbeiten Neurochirurgen, Unfallchirurgen, Orthopäden, Schmerz- und Physiotherapeuten interdisziplinär eng zusammen, um die Ursachen der Beschwerden zu ergründen und individuelle Therapieempfehlungen zu entwickeln.

Die meisten Patienten in unserem Zentrum beklagen Schmerzen in der Hals- oder Lendenwirbelsäule. Weniger häufig sind Brustwirbelsäulenschmerzen. Manche Patienten kommen primär mit sensiblen Ausfällen oder mit Lähmungserscheinungen. Es können sich folglich alle Patienten mit Schmerzen im Rücken bzw. mit neurologischen Ausfällen an uns wenden.

Wie viele Patienten werden im Wirbelsäulenspezialzentrum behandelt und welche Krankheitsbilder liegen vor? Wo liegen die Behandlungsschwerpunkte?

Das Spektrum der Behandlungen ist genauso vielfältig, wie die Beschwerden unserer Patienten. Insgesamt werden im Jahr ca. 3.000 Patienten ambulant und ca. 800 Patienten stationär diagnostiziert und behandelt. Davon werden jährlich ca. 600 operiert.

Die Krankheitsbilder sind in folgende Gruppen aufgeteilt: Verschleißbedingte Krankheiten, Verletzung der Wirbelsäule (Trauma), Tumore, Entzündungen, Gefäßmissbildungen und Infarkte.

Unser Zentrum behandelt somit das gesamte konservative und operative Spektrum der Wirbelsäulenerkrankungen. Dieser langjährige Erfahrungsschatz, hohe Ansprüche an das Qualitätsmanagement und ein interdisziplinärer Austausch unserer Experten sorgen für eine leitliniengerechte und überdurchschnittliche Behandlungsqualität.

Was zeichnet das Wirbelsäulenspezialzentrum am Helios Vogtland-Klinikum Plauen aus?

Zertifizierung als Wirbelsäulenspezialzentrum

Das Helios Vogtland-Klinikum Plauen hat sich als Wirbelsäulenspezialzentrum von der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft zertifizieren lassen (DWG). Beteiligt an der Zertifizierung waren alle interdisziplinären Fachbereiche, die für die Erhöhung der Qualität der Patientenversorgung wichtig sind, von der Neurochirurgie über die Unfallchirurgie, Radiologie bis hin zum MVZ sowie Physiotherapie. Wir haben im Laufe des aufwändigen Zertifizierungsverfahrens unter Beweis gestellt, dass unser Klinikum alle Kriterien erfüllt, die notwendig sind, um ganzheitliche und moderne Behandlungsansätze für die Wirbelsäulenpatienten durchführen zu können.

Inwiefern profitieren Patienten von der Expertise der unterschiedlichen Experten und der interdisziplinären Arbeitsweise?

In unserem klinischen Alltag werden alle Patienten mit Wirbelsäulenerkrankungen nach abgeschlossener Diagnostik im Zentrum für Radiologie in unseren Wirbelsäulenkonferenzen besprochen. An der Konferenz nehmen alle Fachdisziplinen teil, die an der Behandlung der Patienten beteiligt sind. Dazu gehören die Neurochirurgie, Unfallchirurgie, Orthopädie, Radiologie und Vertreter des Medizinischen Versorgungszentrums. Das Ergebnis der Konferenz stellt die Grundlage der Behandlung der Patienten dar. Der Patient profitiert davon, dass unterschiedliche Fachgebiete an der Therapieentscheidung beteiligt und in der Behandlungsausführung involviert sind. Mit dem interdisziplinären Ansatz werden Beschwerden nicht isoliert betrachtet, sondern ganzheitlich behandelt.

Was raten Sie, um Rückenbeschwerden vorzubeugen?

In drei Sätzen: Moderaten Sport betreiben, zu langes Sitzen vermeiden, in wechselnder Position die Aufgaben des Alltages bewältigen.

Herr Chefarzt Lorenz, welche Rolle spielt die Unfallchirurgie im Wirbelsäulenspezialzentrum?

Dr. med. Uwe Lorenz, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Facharzt für Chirurgie, Facharzt für spezielle Unfallchirurgie, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Facharzt für Notfallmedizin

Der Unfallchirurgie kommt eine wichtige Rolle zu, denn Wirbelsäulenverletzungen resultieren häufig aus Unfällen. In Deutschland lässt sich die Hälfte der Wirbelsäulenverletzungen auf Unfälle im Straßenverkehr zurückführen und ein Viertel auf Sportverletzungen, wie z. B. Paragliding, Down-Hill-Fahren, Reiten, Skifahren. Die frühzeitige Erkennung einer Rückenmark- und Nerven-Verletzung ist wichtig, denn hier spielt der Unfallmechanismus eine entscheidende Rolle.

Die Unfallchirurgie am Klinikum ist im Rahmen des Wirbelsäulenspezialzentrums so ausgerichtet, dass ein chirurgischer 24- Stunden-Dienst durch einen erfahrenen Operateur unterstützt und somit gewährleistet wird, entsprechende Verletzungen einzustufen und adäquat operativ oder konservativ zu behandeln.

Mit welchen Verfahren und Behandlungsansätzen wird die schnellstmögliche unfallchirurgische Versorgung auf höchstem Niveau vorgenommen?

Nach unserer Erfahrung können ca. 60 Prozent der schweren Verletzungen konservativ behandelt werden, etwa 30 Prozent erfordern jedoch einen operativen Eingriff, der in einem Drittel der Fälle nicht notfällig vorgenommen werden muss. Dabei ist immer entscheidend, ob eine Instabilität der Wirbelsäule vorliegt und neurologische bzw. sensomotorische Ausfälle vorliegen.

Instabile Frakturen werden bei uns minimal-invasiv oder offen mit Wirbelsäulen-Fixationseinrichtungen versorgt. In einem kleineren Prozentsatz der Fälle ist eine Stabilisierung der Wirbelkörper durch Einbringen von Knochenzement möglich.

Auch hier profitieren die Patienten von der unkomplizierten Zusammenarbeit zwischen den Experten der unterschiedlichen Fachbereiche, um z.B. Folgeschädigungen abzuwenden.

Die Experten für den Rücken: Das Wirbelsäulenspezialzentrum stellt sich vor