Gültig oder nicht? Helios Klinikum Pirna informiert über die Patientenverfügung im klinischen Alltag
Pressemitteilung

Gültig oder nicht? Helios Klinikum Pirna informiert über die Patientenverfügung im klinischen Alltag

Pirna

Bereits 2014 gaben rund 44 Prozent der 60-Jährigen und älteren bei einer Forsa-Umfrage an, eine Patientenverfügung zu besitzen. Diese kann jeder vorsorglich für sich erstellen, um festzulegen, mit welchen medizinischen Maßnahmen im Fall der Fälle – also wenn man selbst nicht in der Lage ist, es zu entscheiden – man einverstanden wäre oder welche man ablehnen würde.

Sitzen Familien zusammen, geht es bei Gesprächen das ein oder andere Mal sicher um Krankheiten. Häufig unthematisiert bleibt jedoch die Auseinandersetzung mit dem Lebensende, den eigenen Vorstellungen, wenn man diese durch einen Unfall oder eine schwere Erkrankung nicht mehr selbst äußern kann. Angehörige sind im Fall der Fälle dann oft ratlos und kennen konkrete Wünsche nicht. Eine Patientenverfügung kann hier Abhilfe schaffen. Sie ist sowohl für die Ärzte als auch die Angehörigen eine wichtige Hilfestellung zur Entscheidungsfindung im Sinne des Patienten.

In der Praxis machen sowohl Angehörige als auch Mitarbeiter im medizinischen Bereich unterschiedliche Erfahrungen. Von nichts machen, weil eine Patientenverfügung vorliegt bis zu alles machen, obwohl eine Patientenverfügung existiert, reicht da die Spannweite. Nur allein das Verfassen einer Patientenverfügung bedeutet also nicht automatisch, dass keine Fragen mehr offen sind.

Dr. med. Birgit Gottschlich, Chefärztin der Anästhesie und Intensivmedizin am Helios Klinikum Pirna, klärt hier wichtige Fragen zum Thema:

Chefärztin Dr. med. Birgit Gottschlich
Chefärztin Dr. med. Birgit Gottschlich

Wann ist für mich eine Patientenverfügung sinnvoll?

Dr. Gottschlich: Immer dann, wenn ich im Voraus klären bzw. festlegen will, welcher Behandlungsintensität ich mich in bestimmten Situationen unterziehen möchte. Man muss also kein bestimmtes Krankheitsbild haben, um eine Patientenverfügung zu erstellen.

Woher weiß der behandelnde Arzt, dass ich eine Patientenverfügung habe?

Dr. Gottschlich: Das können die Patienten nur dem Arzt selber sagen bzw. wenn sie nicht mehr in der Lage dazu sind, die Angehörigen. In manchen Einrichtungen des Gesundheitswesens werden Patienten bei der Aufnahme aktiv darauf angesprochen.

Sind Ärzte an die Patientenverfügung gebunden?

Dr. Gottschlich: Ja - in der konkreten Situation und wenn sich keine Hinweise ergeben, dass der Patient seine Meinung geändert hat.

Veranstaltungshinweis

Am 20. Juni lädt das Helios Klinikum Pirna um 16:30 Uhr zur Medizinischen Vorlesung für Jedermann "Gültig oder nicht? - Patientenverfügung im klinischen Alltag" ein. Vor Ort wird Dr. med. Birgit Gottschlich, Chefärztin der Anästhesie und Intensivmedizin, referieren und für Fragen zur Verfügung stehen. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und in Spanien (Quirónsalud). Rund 17 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2017 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 8,7 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 111 Akut- und Rehabilitationskliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 17 Präventionszentren und 12 Pflegeeinrichtungen. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon vier Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 74.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 6,1 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks "Wir für Gesundheit". Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt in Spanien 45 Kliniken, 55 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 11,6 Millionen Patienten behandelt, davon 11,2 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 32.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Spanien gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

Pressekontakt

Kristin Wollbrandt

Referentin Unternehmenskommunikation und Marketing

Telefon: (03501) 71 18-12 46

E-Mail: kristin.wollbrandt@helios-gesundheit.de