Kardiologie

Wenn das Herz krankt

Wenn das Herz krankt

Verschiedene Erkrankungen des Herzens können unseren Körper belasten: Seien es angeborene oder im Laufe des Älterwerdens entstandene Krankheiten.

Bei einem Herzinfarkt besteht ein akuter Verschluss eines Herzkranzgefäßes. Die Folge: Der Herzmuskel wird nicht ausreichend mit Blut versorgt. Daraufhin sterben Herzmuskelzellen ab und das Herz kann seine Pumpfunktion nicht mehr erfüllen. In dieser lebensbedrohlichen Situation ist es wichtig, das verschlossene Gefäß - mittels Herzkatherbehandlung - schnellstmöglich wieder durchgängig zu machen, um die reguläre Pumpfunktion wiederherzustellen.

Bei Verdacht: Notarzt rufen - 112

Typische Anzeichen für einen Herzinfarkt sind heftige Schmerzen im Brustkorb, die länger als fünf Minuten anhalten und in Arme, Schulterblätter, Hals, Kiefer oder Oberbauch ausstrahlen können. Wenn Sie unter akuten Brustschmerzen bzw. einem Engegefühl in der Brust leiden, rufen Sie den Rettungsdienst an!

Von "Bluthochdruck" wird gesprochen, wenn der Blutdruck in den Pulsadern erhöht ist. Das ist dann der Fall, wenn der obere, systolische Blutdruck bei 140 mmHg oder mehr liegt oder wenn der untere, diastolische Blutdruck bei 90 mmHg oder mehr liegt. Ist das dauerhaft der Fall, werden der Herzmuskel überlastet und Blutgefäßwände geschädigt. Dadurch ist Bluthochdruck ein Mitauslöser von Herzinfarkt, Herzschwäche, Vorhofflimmern und anderen Erkrankungen, die das Herz in Mitleidenschaft ziehen.

Bluthochdruck wird mit Medikamenten therapiert. Ihr Hausarzt oder der niedergelassene Internist sind hier die Ansprechpartner für eine Behandlung.

Die Koronare Herzerkrankung, kurz KHK, umfasst alle Durchblutungsstörungen des Herzens, die durch eine Einengung der Herzkranzgefäße (Arteriosklerose) verursacht werden. In der Folge wird der Herzmuskel nicht mehr richtig durchblutet – seine Leistungsfähigkeit sinkt.

Durch verschiedene Medikamente können die Herzkranzgefäße erweitert und das Herz entlastet werden. Helfen die Medikamente nicht ausreichend, kommt zusätzlich eine Herzkatheterbehandlung in Frage.

Bei einer Herzinsuffienz wird der Herzmuskel immer schwächer. Dadurch sinkt die Menge an Blut, die durch das Herz gepumpt wird. Die Folge: Der Körper wird nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, Herzmuskelgewebe geht zugrunde und die Pumpleistung verschlechtert sich noch mehr.  

Je nach Ursache der Herzschwäche behandeln wir mit unterschiedlichen Medikamenten. Ist die Herzinsuffizienz bereits fortgeschritten, besteht die Möglichkeit einen Herzschrittmacher zu implantieren, um die Beschwerden zu lindern. Zum Schutz vor lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen als Folge der Herzschwäche setzen wir in manchen Fällen auch einen Defibrillator ein.

Unsere Herzklappen sorgen dafür, dass Blut in die richtige Richtung durch unser Herz gepumpt wird. Bei einer Erkrankung der Herzklappen ist dieser Blutstrom beeinträchtigt.

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Bei Herzrhythmusstörungen liegt eine krankhafte Veränderung des Herzschlags vor: Es schlägt zu langsam, zu schnell oder unregelmäßig.

Herzrhythmusstörungen entstehen, wenn die Bildung der elektrischen Impulse, die einen Herzschlag auslösen sollen, oder die Weiterleitung dieser Impulse gestört ist.

Zu unserer Rhythmologie

Hier kann es sich um Veränderungen der muskulären Struktur des Herzmuskels handeln

  • mit Verdickung der Muskulatur oder
  • einer Ausdünnung des Herzmuskels mit nachfolgender Vergrößerung der Herzkammern.

Bei der Therapie greift man in der Regel auf Medikamente zurück.