Zentrum

Unser zertifiziertes Darmzentrum

Unser zertifiziertes Darmzentrum

Früh erkannt, ist Darmkrebs heute gut therapierbar. Die erfahrenen Spezialisten in unserem nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifizierten Darmzentrum bieten kompetente und fachübergreifende Hilfe bei gut- und bösartigen Erkrankungen des Darms.

Unser Darmzentrum beschäftigt sich mit allen Erkrankungen des Dünndarms, Dickdarms und Enddarms. Es ist ein kooperatives Netzwerk von Experten, das sich mit der Vorsorge, Diagnostik, Therapie und Nachbehandlung von bösartigen Tumoren des Darmes intensiv befasst. Ziel ist die qualitativ hochwertige, wohnortnahe, leitliniengerechte, individuelle und gesamtheitliche Betreuung aller mit einem Darmtumor erkrankten Patienten - von der Feststellung der Krankheit bis zum Abschluss der Behandlung.

Ihre Ansprechpartner

Leiterin des Darmzentrums

Dr. med. Judith Stiebitz

Chefärztin Chirurgie I
Dr. med. Judith Stiebitz

E-Mail

Telefon

(03501) 71 18-50 11
Koordinatorin des Darmzentrums

Dipl.-Med. Steffi Winter

Ltd. Oberärztin
Dipl.-Med. Steffi Winter

E-Mail

Telefon

(03501) 71 18-50 51

Wir sind für Sie da

Besteht bei Ihnen der begründete Verdacht auf eine bösartige Darmerkrankung, so stehen Ihnen alle Behandlungsmöglichkeiten des Darmzentrums Pirna offen.

Flyer Hier finden Sie den Flyer unseres Darmzentrums.

Ziel der operativen Tumorentfernung in den Stadien I bis III ist die Heilung des Patienten. Wenn bereits Metastasen vorliegen, geht es vor allem darum, die Funktionsfähigkeit des Darmes zu erhalten und damit die Lebensqualität.

Beim Darmkrebs richtet sich die Operationsstrategie nach dem Stadium und der Lage des Tumors. Der tumortragende Darmabschnitt, die versorgenden Blutgefäße und entsprechende Lymphknoten werden en bloc entfernt.

Der Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom) erfordert zusätzliche diagnostische Maßnahmen wie Rektoskopie, Endosonographie, MRT- und CT-Untersuchung, um die genaue Lage und die Eindringtiefe des Tumors festzustellen. Wenn der Tumor über die Darmwand hinausgewachsen ist, erfolgt im Unterschied zum Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom) eine kombinierte Chemo- und Strahlentherapie bereits vor der Operation.

Bei fortgeschrittenen Mastdarm- und Enddarmtumoren ist zur Verkleinerung (Downsizing) des Tumors sowie vor der operativen Entfernung des Tumors eine kombinierte Radio-Chemotherapie erforderlich. Befindet sich der Tumor im distalen Enddarmbereich ist die Anlage eines künstlichen Darmausganges (Stoma) nicht zu umgehen. Die vollständige Entfernung des Tumors hat Vorrang vor der Kontinenz-Erhaltung. Durch modernste Operationstechniken ist es heute möglich, auch bei tiefsitzenden Tumoren nach deren Entfernung die Kontinenz zu erhalten.

Jeder Patient mit einem Tumor wird in einem interdisziplinären Tumorboard vorgestellt. Dort werden alle Befunde gemeinsam beurteilt und der weitere individuelle und Leitlinien-gerechte Therapieplan festgelegt.

Die Chemotherapie, die stadienabhängig im Anschluss an einen operativen Eingriff zur Verbesserung der Heilungschancen oder zur Metastasenbehandlung sowie beim Mastdarmkrebs in Kombination mit der Strahlentherapie vor einer Operation ansteht, zielt mit geeigneten Medikamenten (Zytostatika) auf sich schnell teilende Zellen und damit vor allem auf Tumorgewebe.

Die Therapie kann häufig ambulant erfolgen. In der Regel erhält der Patient je nach Notwendigkeit über einen Zeitraum von einem halben Jahr eine Chemotherapie. Die Chemotherapie unterstützt den Erfolg der operativen Tumorentfernung und verbessert die Heilungschancen.

Bei sehr weit fortgeschrittenem Tumorstadium oder erneuten Tumorabsiedlungen verbessert die Chemotherapie die Lebensqualität und verlängert die Überlebenszeit.

Große Hoffnungen weckt die Immuntherapie, bei der Antikörper eingesetzt werden. Solche Antikörper sind seit kurzem in Kombination mit Medikamenten aus der Chemotherapie für die Behandlung zugelassen und führen ersten Studien zufolge zu einer weiteren Verbesserung des Behandlungserfolges. Das Darmzentrum Pirna setzt derartige Therapien ein.

Wenn beim Mastdarmkrebs ein Darmdurchbruch erfolgt ist oder Lymphknoten befallen sind, wird im Tumorboard in der Regel eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie vor der Operation empfohlen.

Für die Strahlentherapie ist ein genaues und schonendes Vorgehen wichtig. Deshalb wird eine Computertomographie (CT) benötigt. Im CT wird der Tumor einschließlich Lymphabflussgebiet erfasst und kann gleichmäßig bestrahlt werden. Bestrahlt wird jeweils wenige Minuten über 5 - 6 Wochen an fünf Tagen pro Woche. Die Therapie kann ambulant durchgeführt werden. Die Chemotherapie erfolgt kombiniert nach Vorgabe des Tumorboards.

Schwerwiegende Nebenwirkungen und Komplikationen sind selten. Der Arzt wird den Patienten über Risiken und geeignete Maßnahmen ausführlich aufklären.

Bei rund 5 Prozent der Patienten mit Mastdarmkrebs muss der Enddarm vollständig einschließlich Schließmuskulatur entfernt werden, um den Tumor sicher zu entfernen. Dann wird ein künstlicher Darmausgang durch die Bauchdecke unumgänglich.

Auch wenn Geruchsbelästigungen und Reizungen der Bauchhaut der Vergangenheit angehören, entsteht für den Betroffenen zunächst eine belastende Situation. Im Darmzentrum Pirna steht speziell geschultes Personal bereit, um den Patienten bei der Umstellung zur Seite zu stehen. Der Kontakt soll möglichst schon vor der Operation hergestellt werden.

Der Stomatherapeut oder die Stomaschwester beginnt mit einer schrittweisen Anleitung zur Selbstversorgung und steht für Fragen bezüglich Ernährung, Versorgungsmaterialien, Komplikationen und bei psychosozialen Problemen zur Verfügung.

Das Darmzentrum Pirna unterstützt Patientenorganisationen, die sich um Darmkrebspatienten bemühen und sucht eine enge Zusammenarbeit. Enge Kontakte bestehen insbesondere zur Deutschen ILCO, einer Organisation für Stomaträger und Menschen mit Darmkrebs sowie deren Angehörige, die zu den von der Deutschen Krebshilfe geförderten Selbsthilfeorganisationen nach Krebs gehört.

Gerne stellen wir den Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe in unserer Region für Sie her.

Interdisziplinäre Tumorkonferenz für Ärzte

Jeden Dienstag um 14:00 Uhr bzw. an jedem zweiten Dienstag im Monat um 16:30 Uhr findet unsere Interdisziplinäre Tumorkonferenz für Ärzte statt. Eine Anmeldung zur Besprechung eines spezifischen Patientenfalls können Ärzte über Telefon (03501) 71 18-50 51 tätigen. 

Unsere Kooperationspartner

Radiologie

  • Abteilung für Radiologie, Helios Klinikum Pirna, Struppener Straße 13, 01796 Pirna

Physiotherapie

  • Helios Klinikum Pirna, Struppener Straße 13, 01796 Pirna

Psychoonkologie

  • Helios Klinikum Pirna, Struppener Straße 13, 01796 Pirna

Sozialdienst

  • Helios Klinikum Pirna, Struppener Straße 13, 01796 Pirna

Schmerztherapie

  • Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Helios Klinikum Pirna, Struppener Straße 13, 01796 Pirna

Hospiz

  • Palliativstation, Helios Klinikum Pirna, Struppener Straße 13, 01796 Pirna

Zentralsterilisation

  • Helios Klinikum Pirna, Struppener Straße 13, 01796 Pirna

Ambulante onkologische Therapie

  • Dr. med. Volker Kotkamp, Schillerstraße 30, 01796 Pirna
  • Dr. med. Kerstin Martin & Dr. med. Gabriele Geißler & Marcus Klabes, Hauptstraße 19b, 01796 Pirna

Genetische Beratung

  • Prof. Dr. med. E. Schröck, MVZ am Universitätsklinikum, Fetscherstraße 74, 01307 Dresden

Ambulante Gastroenterologie

  • Dr. med. Thomas Ebert, Struppener Straße 13, 01796 Pirna
  • Dr. med. Dan-Christian Mentel, August-Bebel-Straße 18, 01809 Heidenau

Strahlentherapie

  • Dipl.-Med. Jörg Distler, Struppener Straße 13, 01796 Pirna

Histologie

  • Städtisches Klinikum Dresden, Institut für Pathologie "Georg Schmorl", Priv.-Doz. Dr. med. Christiane Jakob, Friedrichstraße 41, 01067 Dresden

Labor

  • MVZ Labor Limbach, Köhlerstraße 14a, 01239 Dresden

Selbsthilfegruppe

  • Siegried Schmidt, Deutsche ILCO e.V. Region Ostsachsen, Hermann-Löns-Straße 18, 01809 Heidenau

Stomatherapie

  • PubliCare GmbH, Am Wassermann 20-22, 50829 Köln

Ernährungstherapie & Ernährungsberatung

  • Diplom-Oecotrophologin Tessa Rehberg, Dieselstraße 51, 01257 Dresden
  • GHD GesundHeits GmbH Deutschland, Region: Keicare, Katja Rietzsch, Glashütterstraße 53, 01309 Dresden

Zertifizierte Qualität

Die Innere Klinik I (Internistisches Zentrum Pirna) und die Chirurgische Klinik I des Helios Klinikums Pirna bilden - zusammen mit anderen Kooperationspartnern - das "Darmzentrum Pirna". Diese Kooperation ist im Laufe der Zeit gewachsen und soll durch das gemeinsame Qualitätsmanagementsystem weiter gefestigt und entwickelt werden.

Die Leitung des Darmzentrums bekennt sich ausdrücklich zur ständigen Verbesserung und Weiterentwicklung in Orientierung an der DIN EN ISO 9001:2015.

Mit unserem Qualitätsmanagementsystem (QMS) für das Darmzentrum sichern wir langfristig die wohnortnahe, leitliniengerechte Versorgung von Patienten mit Krebserkrankungen des Darms und Enddarms mit nachweisbarer Ergebnisqualität. Qualität bedeutet für uns, die Ansprüche der Patienten mit kolorektalem Karzinom, Darm- und Enddarmkrebs, bestmöglich zu erfüllen.

Zertifikat Darmzentrum 2018
Zertifikat unseres Zentrums