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Unsere Leistungen im Überblick: Das bieten wir unseren Patienten

Für Kollegen und Ärzte: Hier finden Sie Informationen über unser Medizinisches Leistungsspektrum. Bei weiterführenden Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Hier stellen wir Ihnen das medizinische Leistungsspektrum des Fachbereichs Kardiologie vor. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Prof. Dr. Ilka Ott.

Prof. Dr. Ilka Ott

Chefärztin Kardiologie
Prof. Dr. Ilka Ott

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(07231) 969-2955

Im Fachbereich Kardiologie behandeln wir das gesamte Spektrum internistischer Erkrankungen. Besondere Schwerpunkte bilden hierbei die

  • Herzkreislauf-Erkrankungen (invasive und nicht-invasive Kardiologie, inklusive Elektrophysiologie)
  • Bildgebung des Herzens Echokardiographie, Magnetresonanztomographie (MRT), Computertomographie (CT) sowie Szintigraphie (SPECT) des Herzens, (in Zusammenarbeit mit dem Institut für Radiologie und Nuklearmedizin)
  • Internistische Intensivmedizin
  • Implantation von Herzschrittmachern, Defibrillatoren und CRT-Systemen
  • Angiologie (Erkrankugen der Gefäße)

In den Herzkatheterlaboren finden neben den angiographisch-diagnostischen Proceduren, invasive Messungen zur Ischämiediagnostik (fraktionelle Flussreserve) Vitiendiagnostik (bei Herzklappenerkrankungen) und Untersuchungen des rechten Herzens statt.

Das therapeutische Spektrum umfasst die Intervention (Ballondillatation mit beschichteten und unbeschichteten Ballons sowie Stentimplantationen mit beschichteten und unbeschichteten Stents) an Herzkranz- und Bypassgefäßen sowie den interventionellen (kathetergestützte) Verschluss von angeborenen Defekten der Herzscheidewände.

Weiter werden Herzschrittmacher, Defibrillatoren und Systeme zur Resynkonisation des Herzens implantiert und Herzrhythmusstörungen invasiv elektrophysiologisch (EPU) Untersucht und ggf. mit einer speziellen Verödungsbehandlung (Ablation) therapiert.

Unsere Leistungen im Überblick

Im Kreislauflabor und den EKG-Räumen des Klinikums werden folgende Untersuchungen durchgeführt:

Ruhe-EKG:

Die Herzströme werden auf der Hautoberfläche gemessen. Unterschiedliche Ableitungen ergeben dann das typische Bild eines EKGs

24-Stunden-Langzeit-EKG:

Hier erhält der Patient einen kleines Gerät welches über einen Zeitraum von 24 Stunden jeden Herzschlag aufzeichnet um Herzrhythmusstörungen besser erkennen zu können.

24-Stunden-Langzeit-Blutdruckmessung:

Wie beim 24-Stunden EKG erhält der Patient ein kleines Gerät, welches in regelmäßigen Abständen den Blutdruck misst und aufzeichnet. Damit können erhöhte Blutdruckwerte noch besser erkannt werden als bei gelegentlichen Messungen im Tagesverlauf.

Carotisdruckversuch:

Durch Druckmassage der Halsschalgadergabel (Glomus caroticus) kommt es gelegentlich zu einer Reduktion der Herzfrequenz, die zu Schwindel oder sogar zu einer Bewußtlosigkeit (Synkope) führen kann.

Belastungs-EKG (Ergometrie):

Der Patient fährt auf einem Fahrrad-Ergometer, während kontinuierlich ein EKG abgeleitet und der Blutdruck gemessen wird. Hierbei wird alle 2 Minuten die Belastung erhöht. Dies ist notwendig, um die Leistungsfähigkeit des Herzens und des Kreislaufes zu untersuchen.

Transösophageale Echokardiographie:

Es handelt sich um eine Ultraschalluntersuchung des Herzens von der Speiseröhre aus, indem ein biegsamer Kunststoffschlauch mit einem Ultraschallkopf bis an den Mageneingang vorgeschoben wird. Hierzu wird der Rachen des Patienten mit einem Spray örtlich betäubt und es kann - falls erforderlich - auch eine Beruhigungsspritze gegeben werden. Diese Untersuchung kann wichtige zusätzliche Informationen über Regionen des Herzens geben, die mit Hilfe der transthorakalen Echokardiographie (s.u.) nicht oder nicht ausreichend gut zu beurteilen sind.

Transthorakale Echokardiographie:

Dies ist die häufigste Ultraschalluntersuchung des Herzens, bei der das Herz von außen, das heißt "durch den Brustkorb" untersucht wird. Der Patient befindet sich dabei in Halbseitenlage. Der Arzt gewinnt Informationen über die Funktion der Herzklappen, die Schlagkraft des Herzens und die Größe der Herzhöhlen. Ausserdem können hiermit komplexe Schrittmacher-Therapien (z.B. Kardiale Resyncronisations-Therapien, CRT) überwacht und angepasst werden.

Stressechokardiographie:

Hier wird das Herz unter "Stressbedingungen" untersucht. Gemeint ist damit, dass das Herz während der Untersuchung schneller und kräftiger schlagen soll, als in Ruhe. Das kann man erreichen, indem der Patient sich selbst anstrengt, z.B. durch Fahrrad fahren (=dynamische Stressechokardiographie) oder indem man in die Vene ein Medikament gibt, welches auf das Herz eine ähnliche Wirkung hat (=pharmakologische Stressechokardiographie).

Duplexsonographie peripherer Gefäße:

Bei dieser Ultraschalluntersuchung werden die großen Gefäße z.B. Halsgefäße, welche das Gehirn mit Blut versorgen, dargestellt. Damit können Durchblutungsstörungen, welche zum Beispiel zu einem Schlaganfall führen könnten, erkannt. Außerdem können die Arterien und Venen der Extremitäten dargestellt werden. So können beispielsweise Thrombosen der tiefen Beinvenen erkannt werden.

Wenn das Herz unregelmäßig oder zu langsam schlägt, kann die Implantation (Einpflanzung) eines Herzschrittmachers erforderlich werden. Beim plötzlichen Auftreten der Erkrankung kann es zu Schwindel oder zur Ohnmacht kommen. Im Klinikum Pforzheim werden jährlich etwa 300 Herzschrittmacher implantiert. Ein Schrittmacher ist ein kleines, glattes Metallkästchen, das etwa 0,7 cm dick, 4,5 cm breit und 5 cm lang ist. An ihm sind ein oder zwei lange Drähte angeschlossen, die (Schrittmacher-)Elektroden. Eine Batterie sorgt dafür, dass der Schrittmacher jahrelang elektrische Impulse abgeben kann. Er enthält mikroelektronische Schaltungen, die denen eines winzigen Computers gleichen. Über eine oder mehrere Elektroden gibt der Schrittmacher elektrische Impulse ab.

Die Implantation (Einpflanzung) eines Herzschrittmachers erfolgt in örtlicher Betäubung. Eine Halsvene oder die Vene unterhalb des rechten Schlüsselbeines wird durch einen kleinen Hautschnitt freigelegt oder durch eine Hohlnadel punktiert. Auf diesem Wege wird eine Elektrode eingeführt und bis zur rechten Herzkammer vorgeschoben. Manche Schrittmacher haben auch zwei Elektroden. Eine wird dann im Vorhof und die andere in der Kammer fixiert. Der Schrittmacher selbst wird meist unterhalb des rechten Schlüsselbeines entweder direkt unter der Haut oder unter dem Brustmuskel implantiert.

Welcher Schrittmachertyp am besten für Sie geeignet ist, hängt von der Art der Herzrhythmusstörung ab. Nach dem Eingriff erfolgt die Kontrolle des System und gegebenenfalls eine Umprogrammierung des Schrittmachers in Hinblick auf individuelle Aspekte jedes einzelnen Patienten und seiner Erkrankung. Der gesamte Krankenhausaufenthalt dauert in der Regel nur wenige Tage. Die erste ambulante Nachuntersuchung findet gewöhnlich etwa 6 Wochen nach der Implantation statt. Die weiteren Nachuntersuchungen erfolgen dann meist in sechsmonatlichen Abständen. Jeder Patient erhält einen Herzschrittmacherausweis aus dem alle wichtigen Informationen und die nächsten Kontrolltermine hervorgehen.

Schrittmacherambulanz:

Hier werden die Funktionen von frisch implantierten Herzschrittmachern überprüft und initial optimiert. Weiter werden hier unsere Patienten mit Schrittmacherfehlfunktionen sowie Aggregatserschöpfungen betreut und ggf. für einen Aggregatswechsel vorbereitet. Die routinemäßigen Schrittmacherkontrollen werden von unseren niedergelassenen Kollegen durchgeführt.

AICD-Ambulanz:

In dieser Spezial-Ambulanz werden unsere Patienten mit einem implantierten Defibrillator regelmäßig betreut. Die unterschiedlichen Systeme werden regelmäßig abgefragt und ausgelesen. Komplexe Systeme (z.B. kardiale Resynkronisationstherapie, CRT) werden überwacht und wenn nötig optimiert. Termine können im Sekretariat vereinbart werden.

Das erste Herzkatheterlabor des Klinikums wurde 1998 in Betrieb genommen. Bei stark steigenden Untersuchungszahlen und nach Einführung der PTCA-Bereitschaft (24h Herzkatheterbereitschaft 7 Tage die Woche) wurde 2004 das zweiteHerzkatheterlabor in Betrieb genommen. Mit dem Ausbau der Elektrophysiologie und durch die Übenahme der chirurgischen Eingriffe (SM-, ICD- und CRT-Implantation) in den Katheterlaboren wurde ein drittes Katheterlabor 2009 eröffnet.

Die Herzkatheter-Untersuchung

Bei einer Linksherzkatheteruntersuchung werden die Herzkranzgefäße und die linke Herzkammer mit Hilfe von Kontrastmittel und Röntgenstrahlen untersucht. Hierzu wird ein dünner Kunststoffschlauch (Katheter) zum Herzen vorgeschoben. Der Zugang ist häufig die Schlagader (Arterie) der rechten Leiste, weitere Arterien z.B. die Arterien des Unterarmes können auch als Zugangsweg gewählt werden. Es erfolgt eine örtliche Betäubung an der Punktionsstelle. In die Schlagader wird dann eine sogenannte Schleuse eingeführt, die für die Dauer der Untersuchung dort verbleibt. Das Vorschieben des Katheters über diese Schleuse und die Darstellung der Herzkranzgefäße ist schmerzfrei. Es werden besonders geformte Katheter verwendet, die an den Abgang der Herzkranzgefäße geführt werden. Auf den dann angefertigten Aufnahmen kann beurteilt werden, ob Verengungen (Stenosen) oder sogar Verschlüsse der Herzkranzgefäße vorliegen. Während der Untersuchung kann auch ein Kateter in die linke Herzkammer eingeführt werden. Dadurch können die Pumpfunktion des Herzens und die Druckverhältnisse in der linken Herzkammer und der großen Schlagader (Aorta) ermittelt werden. Zur weiteren Beurteilung der Durchblutung der Koronararterien stehen differenzierte technische Möglichkeiten zur Verfügung. So werden invasive  Druckmessungen zur Bestimmung der fraktionellen Flussreserve (FFR) einer bestimmten Herzkranzarterie unter Belastungsbedingungen (Hyperämie) routinemäßig durchgeführt, um am Tisch eine Aussage über die Durchblutung eines bestimmten Gebietes am Herzmuskel  zu erhalten.

In manchen Fällen ist eine Untersuchung des rechten Herzens erforderlich. Diese Untersuchung nennt man Rechtsherzkatheter. Dabei wird der Katheter in das venöse Gefäßsystem eingeführt und man gelangt in den rechten Teil des Herzens. In unseren Herzkatheterlaboren werden nicht nur diagnostische Prozeduren durchgeführt, es stehen auch verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

PCI – percutane Koronarangioplastie

Etwa in einem Drittel der Fälle ist ein Eingriff (Intervention) im Herzkatheterlabor erforderlich. Ähnlich wie bei der Herzkatheteruntersuchung wird ein sogenannter Führungskatheter bis zu dem verengten Herzkranzgefäß vorgebracht. Durch diesen Führungskatheter wird dann ein sehr dünner Draht geschoben. Dieser ist an seiner Spitze weich und biegsam und wird durch die verengte Stelle geschoben. Schließlich wird über den Führungsdraht der Ballonkatheter direkt in die Engstelle eingebracht. Dort erfolgt dann die eigentliche Aufdehnungsbehandlung (Dilatation) indem der Ballon  aufgepumpt wird. In der Regel wird in der gleichen Sitzung eine Gefäßstütze (Stent) in die verengte Stelle eingesetzt. Ein Stent besteht aus hochwertigen Metall-Legierungen und ist als feines Drahtgeflecht geformt, welches in die Wand des Herzkranzgefäßes gepresst wird.

Occlusionssysteme für Defekte der Vorhof-Scheidewand

Defekte der Vorhof-Scheidewand können das Risiko für Schlaganfälle erhöhen. Gerade jüngere Patienten mit Schlaganfällen zeigen häufig einen solchen Defekt. Um das Risiko für ein Rezidiv zu veringern, kann der Defekt verschlossen werden. Die chirurgische Operation am offenen Herzen ist hier durch kathetergestützte Verfahren abgelöst worden. Unterschiedliche Verschluss-Systeme stehen zur Verfügung, die in unseren Herzkatheterlaboren eingesetzt werden.

Bei der Nuklearkardiologie handelt es sich um bildgebende Verfahren, in denen schwach radioaktive Substanzen zu diagnostischen Zwecken eingesetzt werden. Diese Substanzen werden dem Patienten durch Einspritzen in eine Vene verabreicht.

Die Szintigraphie stellt Durchblutungs- oder Stoffwechselprozesse innerhalb des Gewebes dar. Die verabreichten radioaktiven Substanzen werden innerhalb kurzer Zeit über die Niere ausgeschieden.

Am Herzen wird dieses Verfahren zur Beurteilung relevanter Durchblutungsstörungen eingesetzt. In der Regel wird die Durchblutung während einer körperlichen Belastung (Belastungs-EKG) und unter Ruhebedingungen gemessen.

Bei der Nuklearkardiologie handelt es sich um bildgebende Verfahren, in denen schwach radioaktive Substanzen zu diagnostischen Zwecken eingesetzt werden. Diese Substanzen werden dem Patienten durch Einspritzen in eine Vene verabreicht.

Die Szintigraphie stellt Durchblutungs- oder Stoffwechselprozesse innerhalb des Gewebes dar. Die verabreichten radioaktiven Substanzen werden innerhalb kurzer Zeit über die Niere ausgeschieden.

Am Herzen wird dieses Verfahren zur Beurteilung relevanter Durchblutungsstörungen eingesetzt. In der Regel wird die Durchblutung während einer körperlichen Belastung (Belastungs-EKG) und unter Ruhebedingungen gemessen.