Endoskopische Verfahren

Dünndarmspiegelung

Bei der Dünndarmspiegelung können tieferliegende Abschnitte des Dünndarms eingesehen werden. Hier stellen wir Ihnen das Verfahren vor.

Mithilfe der Dünndarmspiegelung (Intestinoskopie oder auch Enteroskopie genannt) können unter anderem chronische Darmblutungen oder Erkrankungen wie Morbus Crohn abgeklärt werden. Sie wird in der Regel erst durchgeführt, wenn die Magenspiegelung und die Darmspiegelung zu keinem oder keinem eindeutigem Befund geführt haben.

Die Untersuchung des Dünndarms erfolgt durch zwei Methoden:

Bereits seit 2001 führen wir in unserem Fachbereich die sog. Kapselendoskopie durch. Hierbei wird eine ca. 2,5 cm große Kapsel geschluckt, die dann durch die natürliche Darmbewegung den gesamten Verdauungstrakt passiert und dabei digitale Bilder aufzeichnet. Durch diese neue Methode erhält man Einblicke in den Dünndarm, der bisher nur in kleinen Abschnitten einsehbar war.

2005 wurde außerdem die sog. Doppelballon-Enteroskopie eingeführt und dadurch unser therapeutisches Spektrum noch einmal erweitert. Mithilfe zweier Latexballons, die nacheinander aufgeblasen werden, kann der gesamte Dünndarm in ein bis zwei Sitzungen untersucht werden. Die Durchführung kann sowohl von oben durch den Magen (orale Behandlung) als auch durch den Dickdarm (anale Behandlung) erfolgen. Im Rahmen der Untersuchung können von dem behandelnden Arzt unter anderem Proben entnommen, Polypen entfernt, Engstellen erweitert und Gefäßmissbildungen verödet werden.

Vorbereitung auf die Untersuchung

Bei Ihrem Aufklärungsgespräch werden Sie vorab über alle Risiken und den Ablauf der Untersuchung aufgeklärt. Wichtig: Sprechen Sie Ihren Arzt auf Medikamente an, die Sie regelmäßig einnehmen müssen. Einige Medikamente, zum Beispiel Blutverdünner (auch Aspirin), können die Untersuchung behindern.