Therapeutisches Behandlungskonzept

Fast Track - für eine schnellere Genesung

Fast Track - für eine schnellere Genesung

Wir möchten, dass Sie nach einer Operation möglichst schnell wieder fit werden. Darum setzen wir im Helios Klinikum das sog. Fast-Track-Verfahren ein. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie hier.

Das Fast-Track-Verfahren ist ein wesentlicher Pfeiler des Behandlungskonzeptes im Helios Klinikum Pforzheim.

Was bedeutet "Fast-Track"?

Der Begriff "Fast Track" bedeutet frei übersetzt soviel wie "Chirurgie auf der Überholspur". Das moderne Behandlungskonzept wurde um 1990 von Prof. Kehlet am Universitätsklinikum in Kopenhagen entwickelt. Seitdem die Vorteile des Verfahrens für den Patienten in mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigt wurden, setzt es sich auch in Deutschland durch.

Was ist das Fast-Track-Verfahren?

Das Fast Track Verfahren ist eine fortschrittliche Behandlungsmethode, welche die bisherigen Konzepte der Chirurgie grundlegend ändert.

Ziel ist es, die Selbstregulation des Körpers mithilfe verschiedenster Maßnahmen zu aktivieren und den Patienten somit schnell wieder für den Alltag fit zu machen. Das führt dazu, dass Patienten wesentlich kürzer im Krankenhaus liegen müssen. 

Im Gegensatz zu früher dürfen Patienten beispielsweise im Bereich Darmchirurgie noch bis zu zwei Stunden vor der Operation flüssige Nahrung zu sich nehmen. Auf die Darmspülung vor der OP und die Einlage eines Katheters bei der OP wird soweit wie möglich verzichtet. Am Folgetag der Operation dürfen die Patienten wieder normale Kost essen, um die Darmtätigkeit anzuregen. 

Das Fast-Track-Verfahren geht auch mit einem modernen Narkosekonzept einher. Patienten werden so schonend wie möglich narkotisiert - statt einer Vollnarkose wird beispielsweise nur mit eine begleitenden Rückenmarksnarkose operiert. Die an die Operation anschließende Schmerztherapie ist individuell auf den Patienten abgestimmt. Ziel ist es, den Organismus so wenig wie möglich zu belasten.

Wussten Sie schon:

Das Fast-Track-Verfahren hat für Patienten viele Vorteile:

  • schnellere Genesung
  • normale Kost schon am 2. Tag nach der Operation möglich
  • kürzere Verweildauer im Krankenhaus
  • niedrigere Komplikationsraten
  • geringere Infektionsgefahr
  • weniger Nebenwirkungen durch Schmerzmittel, z. B. weniger Übelkeit und Erbrechen
  • kleinere Operationsnarben durch Schlüssellochchirurgie
  • schnellere Mobilisation

Kombiniert wird das Fast-Track-Verfahren mit der Schlüssellochchirurgie, einem minimalinvasiven Verfahren, bei dem lediglich drei bis vier kleine Schnitte notwendig sind. Das verringert die Zahl von Komplikationen wie Wundinfektionen, Thrombosen, Lugenembolien und Lungenentzündungen und trägt somit ebenfalls zu einer schnelleren Genesung bei.