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In ethischen Grenzsituationen an Ihrer Seite

In ethischen Grenzsituationen an Ihrer Seite

Seit 2011 gibt es am Helios Klinikum Pforzheim ein Klinisches Ethikkomitee (KEK). Es bietet Mitarbeitern, Patienten und Angehörigen Orientierungshilfe bei schwierigen ethischen Fragenstellungen, die im Klinikalltag mit reinem Fachwissen alleine oft nicht zu klären sind.

Die Wünsche des Patienten stehen im Mittelpunkt

Die Aufgabe eines Klinischen Ethikkomitees (KEK) ist es, Handlungsempfehlung für die weitere Behandlung eines schwerkranken Patienten zu geben. Sie können jederzeit beim KEK die Besprechung Ihrer speziellen Situation beantragen.

Der Vorstand des Klinischen Ethikkomitees (von li. nach re.): Tanja Zoller, Oberärztin der Neurologie, Dr. Thomas Ringle, Chefarzt für Kinderchirurgie, Dr. Magdalene Merk, Fachärztin in der Allgemein- und Viszeralchirurgie.

Die weiteren Mitglieder kommen aus unterschiedlichen Berufsgruppen wie der Seelsorge, Pflege, Ärztinnen/e, Physiotherapeut/innen/en und dem Sozialdienst. Es finden regelmäßig Fortbildungen für alle interessierten Mitarbeiter zu unterschiedlichen aktuellen und ethisch brisanten Themen statt.

Häufig gestellte Fragen

Jeder kann eine ethische Fallbesprechung beantragen. Gibt es in der Behandlung eines Patienten ethische Meinungsverschiedenheiten, besprechen zwei Mitglieder des KEK den Fall zusammen mit dem Behandlungsteam. Die beiden KEK Mitglieder geben darauf aufbauend eine Handlungsempfehlung, welche sich am Willen des Patienten und auch an der medizinischen Sinnhaftigkeit orientiert. Ziel ist es, zu dem ethisch am besten begründeten Vorgehen für den Patienten zu gelangen.

Beispiele für ethische Meinungsverschiedenheiten oder Konflikte sind:

  • unklarer Patientenwille, da dieser sich nicht äußern kann
  • Unterschied zwischen medizinisch sinnvollen Maßnahmen und geäußertem Patientenwunsch
  • Unstimmigkeiten in der Behandlung von Kindern
  • Unklarheiten in der Behandlung von Menschen, die betreut sind

Das Klinische Ethikkomitee hat eine ethische Leitlinie zum Umgang mit Patientenverfügungen entwickelt. Die Patientenverfügung ist ein wichtiges Instrument zur Stärkung des Selbstbestimmungsrechts von Patienten. Sie ist eine schriftliche Willensäußerung des Patienten. Sie soll für bestimmte Situationen, in denen der Patient sich selbst nicht mehr ausreichend äußern kann, Art und Umfang der medizinischen und pflegerischen Betreuung festlegen.

Unter Berücksichtigung der Patientenverfügung und im Austausch mit den Angehörigen bzw. dem gesetzlichen Betreuer, soll der Patientenwille in einer schwierigen Behandlungssituation ermittelt werden. Falls Sie bereits eine Patientenverfügung besitzen, bringen Sie diese bitte vor einer geplanten stationären Aufnahme mit ins Krankenhaus und geben Sie sie dem aufnehmenden Personal. Es wird dann einen Kopie für die Akte angefertigt.

Die Patientenverfügung spielt nur dann eine Rolle, wenn der Patient nicht selbst zur Situation äußern kann.

Ihre Ansprechpartnerin in ethischen Grenzsituationen

Gabriele Hunter

Chefarztsekretärin Anästhesie und Intensivmedizin
Gabriele Hunter

E-Mail

Telefon

(07231) 969-43201