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Ausbildung in der Krankenpflege: Das müssen Bewerber wissen!

Torsten Knoll, Leiter des Bildungszentrums Pforzheim, beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Bewerbung und Ausbildung.

Welchen Schulabschluss müssen Bewerber haben?

Bewerber sollten mindestens 16 Jahre alt sein und einen Real- oder Werkrealschulabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss mitbringen. Möglich ist auch ein Hauptschulabschluss mit einer erfolgreich abgeschlossenen zweijährigen Berufsausbildung oder einer erfolgreich abgeschlossenen Kranken- oder Altenpflegehilfeausbildung. Ein Praktikum im pflegerischen Bereich ist immer von Vorteil.

Wer sich nicht sicher ist, ob der Abschluss für die Ausbildung reicht, kann jederzeit beim Leiter der Gesundheits- und Krankenpflegeschule des jeweiligen Standortes oder in der Personalabteilung nachfragen.

Besonders stolz ist Torsten Knoll auf seine multikulturellen Kurse: „Pro Kurs haben wir einen Migrationsanteil von ca. 80%. Das ist aber kein Problem – im Gegenteil. Wir profitieren alle voneinander, zum Beispiel springen die Schüler im Klinikum auch als Dolmetscher ein. Das funktioniert super und fördert das Teamplay."

Wann ist der Bewerbungsschluss?

Wir bilden immer zum 01.04 und 01.10. aus. Bewerben sollte man sich schon ein Jahr im Voraus, um die besten Chancen für einen Ausbildungsplatz zu haben.

Was erwartet die Azubis über den praktischen und theoretischen Unterricht hinaus?

Wir wollen direkt vom ersten Tag an ein „Wir“-Gefühl entwickeln. Teamplay ist uns also wichtig. Um die Gemeinschaft der Kurse zu fördern, werden halbjährlich Exkursionen durchgeführt, z. B eine Kanutour auf der Enz oder ein Besuch im Hochseilgarten Rutesheim.

Nach dem ersten Semester führen wir mit jedem Schüler ein Entwicklungsgespräch. Wir wollen wissen: Wo will der Schüler hin? Wo liegen die Interessen? Wir versuchen, die nächsten Praxiseinsätze dann entsprechend anzupassen. So fördern wir jeden Schüler individuell – ganz nach seinen persönlichen Stärken und Vorlieben.

Das "Highlight" der praktischen Ausbildung werden viele Projekte sein, beispielsweise  „SalsA  -Führen Verstehen“. Hier sollen die Schüler mit Unterstützung Ihrer Ausbilder die Patientenbetreuung und den Stationsablauf organisieren und gestalten.  

Torsten Knoll beim Unterricht im Bildungszentrum Pforzheim. „Das wichtigste für mich ist es, wenn die Schüler zufrieden mit Ihrer Ausbildung sind. Das zeigt sich zum Beispiel dann, wenn wir bei Ausbildungsmessen gemeinsam mit den Lehrern unser Bildungszentrum präsentieren. Ich bin immer wieder erstaunt, mit wieviel Begeisterung unsere Schüler für Ihre Ausbildung werben.“

Auf welchen Stationen können die Auszubildenden arbeiten?

Unsere Schüler dürfen in allen gewünschten Abteilungen Erfahrungen sammeln. Besonders beliebte Bereiche sind natürlich der OP, der Kreißsaal, die Intensivstation, die Zentrale Notaufnahme sowie die pädiatrischen Stationen.  

Im ambulanten Bereich müssen unsere Azubis einen Pflichteinsatz absolvieren. Wir arbeiten hier mit neun ambulanten Kooperationspartnern zusammen, von denen sich die Schüler jeweils einen auswählen können. Auch ein Außeneinsatz in der Helios Herzklinik Karlsruhe, in der Kinderklinik Schömberg, dem Kinderzentrum Maulbronn oder der Psychiatrie Calw Hirsau wäre möglich.

Wie sind die Übernahmechancen nach der Ausbildung?

Die Übernahmechancen nach der Ausbildung sind sehr gut. Gemeinsam mit Pflegedirektor Patrick Marie versuchen wir, die persönlichen Wünsche unserer Azubis bei den Übernahmegesprächen zu erfüllen. Pro Kurs werden zurzeit bis zu 90% der Schüler übernommen. Diese Entwicklung freut mich sehr. Jedes Mal, wenn ich auf Station unterwegs bin und sehe, wie viele ehemalige Auszubildende hier arbeiten, erfüllt es mich mit Stolz. Es zeigt, wie wohl sich unsere Azubis bei uns fühlen und dass sie auch nach ihrer Ausbildung gerne bei uns bleiben möchten.