Corona-Virus:

Ab sofort gilt ein Besuchsverbot im Helios Klinikum PforzheimHier finden Sie alle wichtigen Informationen rund um das Corona-Virus!

Am 16.10. ist World Restart a Heart Day - die Chefärztin der Kardiologie Frau Prof. Dr. Ott erklärt, wie eine Wiederbelebung funktioniert: Hier geht's zum Erklärvideo.

Woche der Wiederbelebung: Erste Hilfe rettet Leben – auch in Corona-Zeiten

Woche der Wiederbelebung: Erste Hilfe rettet Leben – auch in Corona-Zeiten

Pforzheim

Wer Leben retten will, kann nicht den empfohlenen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Vom 14.09. bis 20.09.2020 ist die bundesweite Woche der Wiederbelebung. Das Helios Klinikum Pforzheim erklärt in einem Video wie man in Zeiten von Corona überlebenswichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einem Herzkreislaufstillstand durchführt.

Auch während der Corona-Pandemie ist im Notfall eine Reanimation unerlässlich, Sicherheitsmaßnahmen können jedoch vor einer Corona-Infektion schützen. Bei einem Herzkreislaufstillstand hört das Herz plötzlich auf zu schlagen. Sauerstoffhaltiges Blut kann nicht mehr in das Gehirn gepumpt werden, die Gehirnzellen sterben ab. Engagierte Ersthelfer können in der entscheidenden Phase nach dem Herzstillstand dafür sorgen, dass das Gehirn keinen Schaden nimmt. Erfolgt jedoch in diesen ersten Minuten keine Herzdruckmassage sinkt die Überlebenschance. „Laien haben häufig Angst bei der Wiederbelebung etwas falsch zu machen. Der einzige Fehler wäre jedoch nichts zu tun. Erste Hilfe ist unerlässlich – auch während Corona. Um die Ansteckungsgefahr zu mindern, kann zwar auf die Beatmung der verunglückten Person verzichtet werden. Aber die Herzdruckmassage sollte immer durchgeführt werden“, erklärt Dr. Felix Schumacher, Chefarzt der Intensiv- und Notfallmedizin am Helios Klinikum Pforzheim.

Im Notfall richtig handeln:

Tipp 1
Atmen Sie vom Kopf des Patienten weg und verzichten Sie zu Ihrem Schutz auf Mund-zu-Mund-Beatmung. Wenn Sie die Herzdruckmassage konsequent durchführen, ist das ausreichend!

Tipp 2
Tragen Sie auf jeden Fall eine Maske, auch wenn es anstrengend ist. Das reduziert die Gefahr, dass Sie sich infizieren, ganz wesentlich! Nach der Reanimation gilt: Hände waschen oder desinfizieren.

Tipp 3
Falls Sie dennoch Angst haben, sich zu infizieren, decken Sie den Mund des Patienten mit einem Kleidungsstück ab, so dass Sie eine doppelte Barriere haben.

Anleitung zur Herzdruckmassage:

1. Sprechen Sie die Person an: „Hören Sie mich?“ Schütteln Sie an den Schultern: Keine Reaktion? –> BEWUSSTLOSIGKEIT!
2. Achten Sie auf die Atmung: Keine Atmung -> ATEMSTILLSTAND!
3. BEWUSSTLOSIGKEIT UND ATEMSTILLSTAND -> sofortige HERZDRUCKMASSAGE!
4. Keine Zeit mit Pulstasten etc. verschwenden!
5. Rufen Sie selbst die 112 an oder beauftragen Sie eine andere Person mit dem Absetzen des  Notrufs 112 und sagen Sie ruhig und deutlich wo Sie sind und was geschehen ist! Die Rettungsleitstelle unterstützt Sie mit der Anleitung zur Wiederbelebung.
6. Falls die betroffene Person keine Maske trägt, legen Sie ein Tuch oder Kleidungsstück auf Ihren Mund und bleiben Sie dem Gesicht möglichst fern. Sie selbst sollten eine Maske tragen.
7. Machen Sie den Brustkorb des Betroffenen frei und legen Sie Ihre Hände auf die Mitte des Brustkorbes. Halten Sie die Arme gestreckt und gehen Sie gerade mit den Schultern über den Druckpunkt. So können Sie effektiv reanimieren und ermüden nicht zu schnell. Drücken Sie das Brustbein 100-mal pro Minute 5-6 cm nach unten. Hören Sie nicht auf, bis das Notfallteam eintrifft! Wenn die Kraft nachlässt, bitten Sie Passanten um Hilfe um sich abzulösen. Selbst wenn kleinere Personen nicht genug Kraft haben, können Sie die Technik stärkeren Passanten zeigen und so Leben retten!

Ein guter Tipp für den richtigen Rhythmus: Summen Sie bekannte Schlagerlieder, etwa „Staying Alive“ von den Bee Gees oder „Yellow Submarine“ von den Beatles. So haben Sie automatisch den richtigen Rhythmus und lenken sich gleichzeitig von der belastenden Situation ab.

Im Erklärvideo unseres Gesundheits- und Krankenpflegers Benjamin Brauer, der im Helios Klinikum Pforzheim die jährlichen Reanimationskurse für alle Mitarbeiter – von der Küche über die Betriebstechnik, IT, Verwaltungsmitarbeitern und natürlich auch den Pflegekräften – durchführt, wird anschaulich gezeigt, wie jeder Leben retten kann – auch und insbesondere in Zeiten von Corona.

Das Erklärvideo kann man sich auch auf der Homepage des Helios Klinikum Pforzheim unter dem Button „Notfall“ ansehen


Das Klinikum der Goldstadt Pforzheim ist ein leistungsfähiges und modernes Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit 500 Planbetten. Hinzu kommt eine Privatklinik mit 18 Planbetten. Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg verfügt das Helios Klinikum Pforzheim über 15 Kliniken, zwei medizinische Institute und ist mit hochmodernen medizinischen Geräten ausgestattet. Etwa 1.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen täglich dafür, dass unsere Patientinnen und Patienten medizinisch kompetent und sorgfältig sowie nach dem aktuellen Stand der Medizin rund um die Uhr versorgt und betreut werden. Jährlich werden knapp 25.000 Patienten stationär und rund 75.500 ambulant versorgt. In der Klinik für Geburtshilfe erblicken pro Jahr knapp 1.700  Babys das Licht der Welt.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 110.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien. Rund 21 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2019 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,2 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 123 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sieben Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,6 Millionen Patienten behandelt, davon 4,4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland fast 69.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von rund sechs Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 51 Kliniken, 71 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15,4 Millionen Patienten behandelt, davon 14,6 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 37.500 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von über drei Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

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Pressekontakt:
Dr. Silke Bentner
Tel.: 07231/969-45678
E-Mail: silke.bentner@helios-gesundheit.de