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Ostereier – wichtige Proteinquelle oder Cholesterinbombe?

Ostereier – wichtige Proteinquelle oder Cholesterinbombe?

Pforzheim

Sie sind gefärbt, liebevoll bemalt, einfarbig, gestreift oder getupft: Ostereier, die die kommenden Feiertage farbenfroh begleiten. Die Deutschen essen zu Ostern deutlich mehr Hühnereier als sonst. Doch wie gesund sind diese wirklich? Prof. Dr. Christian Rupp, Chefarzt Innere Medizin II am Helios Klinikum Pforzheim, räumt mit Vorurteilen gegenüber Eiern auf.

Der durchschnittliche Deutsche verspeist pro Jahr rund 230 Eier – zu Ostern steigt der Konsum sprunghaft an. Das Hühnerei zählte in der Vergangenheit zu den umstrittensten natürlichen Lebensmitteln und wurde oft als Cholesterinbombe verteufelt. Dabei enthält ein Ei 12,8 Prozent Eiweiß, 11,3 Prozent Fett und nur 0,7 Prozent Kohlenhydrate. Außerdem sind die Vitamine A, D, K, B2, B6, B12, Folsäure, Phosphor, Natrium, Kalium und Calcium hochwertige Bestandteile.

Zwingend notwendig für die Ernährung sind Eier nicht, vorausgesetzt, der Proteinbedarf des Körpers wird durch andere Lebensmittel gedeckt. Für Vegetarier haben Eier einen besonderen Stellenwert: Vitamin B12, zuständig für Blutbildung, Zellteilung und Nervenfunktionen, kommt nur in tierischen Produkten vor. Damit sind Eier neben Milch die einzige Vitamin-B12-Quelle für Menschen, die sich fleischlos ernähren.

So sehr Leistungssportler Eier als Proteinquelle schätzen und nutzen, so skeptisch ist manch anderer bei diesem Lebensmittel – vor allem, wenn es um das Thema Cholesterin geht. Eier haben den Ruf, den Cholesterinspiegel im Blut zu erhöhen, dadurch die Arterienverkalkung zu fördern und in der Folge das Risiko einer Herzerkrankung zu steigern. Doch hier hat in den letzten Jahren ein Umdenken stattgefunden, erklärt Prof. Dr. Christian Rupp. Fakt ist: „Die Höhe des Cholesterinspiegels ist zum Großteil genetisch bestimmt“, so der Experte. Sie hänge also weitgehend davon ab, wie gut der Körper seinen Cholesteringehalt selbst regeln kann. „Ein Ei enthält zwar über ein Gramm Cholesterin – wir wissen aber heute, dass nur 15 bis 20 Prozent des Cholesterinspiegels im Blut von der Ernährung abhängig sind. Des Weiteren wirkt sich der Cholesterinwert im Hinblick auf Arterienverkalkung langfristig aus, daher schadet der Verzehr von ein paar Ostereiern sicher nicht.“

Mögliche Krankheiten, die von Eiern ausgelöst oder übertragen werden können, gelten als Risiko beim Verzehr. An erster Stelle werden oft Salmonellen genannt. Das sind stäbchenförmige Bakterien, die eine Infektion mit Durchfall, Unwohlsein, Bauchschmerzen oder auch Fieber auslösen können. Gefahr besteht in der Regel aber nur bei nicht durchgegarten Lebensmitteln. „Das hartgekochte Osterei ist also unkritisch – und es ist erheblich gesünder als ein Schokoladenei“, sagt Prof. Dr. Christian Rupp.

Wer an den Ostertagen das eine oder andere Ei mehr isst, darf dies also ohne schlechtes Gewissen tun – gesundheitliche Schäden sind nicht zu erwarten. Aber es gibt einen Tipp vom Professor Rupp wie man den Frühling aktiv für die Gesundheit nutzen kann: „Generell gilt, dass für die Herzkreislauf-Gesundheit Ausdauertraining das Beste ist. Hierzu reichen schon täglich 30 Minuten sehr zügiges Gehen. In der Tat senkt regelmäßige körperliche Bewegung das LDL-Cholesterin und hebt das HDL-Cholesterin an. Letzteres hat einen protektiven Charakter, nur das erhöhte LDL-Cholesterin steht im Zusammenhang mit Herzerkrankungen.“

Das Klinikum der Goldstadt Pforzheim ist ein leistungsfähiges und modernes Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit 500 Planbetten. Hinzu kommt eine Privatklinik mit 18 Planbetten. Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Ruprecht- Karls-Universität Heidelberg verfügt das Helios Klinikum Pforzheim über 15 Kliniken, zwei medizinische Institute und ist mit hochmodernen medizinischen Geräten ausgestattet. Etwa 1.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen täglich dafür, dass unsere Patientinnen und Patienten medizinisch kompetent und sorgfältig sowie nach dem aktuellen Stand der Medizin rund um die Uhr versorgt und betreut werden. Jährlich werden knapp 21.000 Patienten stationär und rund 55.000 ambulant versorgt. In der Klinik für Geburtshilfe erblicken pro Jahr knapp 1.600 Babys das Licht der Welt.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 125.000 Mitarbeitenden. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika und die Eugin-Gruppe mit einem globalen Netzwerk von Reproduktionskliniken. Mehr als 22 Millionen Patient:innen entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2021 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von rund 10,9 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 89 Kliniken, rund 130 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), sechs Prävetionszentren und 17 arbeitsmedizinische Zentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,4 Millionen Patient:innen behandelt, davon 4,4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 75.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 6,7 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 56 Kliniken, davon sieben in Lateinamerika, 88 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 17 Millionen Patient:innen behandelt, davon 16,1 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 46.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 4 Milliarden Euro.

Das Netzwerk der Eugin-Gruppe umfasst 33 Kliniken und 39 weitere Standorte in zehn Ländern auf drei Kontinenten. Mit rund 1.600 Beschäftigten bietet das Unternehmen ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 133 Millionen Euro.

Helios gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.