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Not macht erfinderisch – Wenn Mediziner zu Handwerkern werden

Not macht erfinderisch – Wenn Mediziner zu Handwerkern werden

Pforzheim

Um seine Kollegen vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen, hatte Prof. Dr. Clemens Bauer, Chefarzt der Anästhesie am Helios Klinikum Pforzheim, zusammen mit Chefarzt Dr. Felix Schumacher, Klinik für Intensiv- und Notfallmedizin, die Idee, Face Shields selbst zu produzieren. Eine Firma, die bei der Herstellung unterstützt, war schnell gefunden: Harman International aus Karlsbad.

Die Mitarbeiter des Helios Klinikum Pforzheim haben schon 27 mit dem Corona-Virus infizierte Patienten behandelt. Dabei besteht immer die Gefahr, sich selbst mit dem Virus zu infizieren. Am größten ist diese, wenn die Patienten aufgrund ihrer Atembeschwerden husten und somit infektiöse Atemtröpfchen ausstoßen, in denen die Viruslast sehr hoch ist. Die Schleimhäute in Mund, Nase und Augen können am besten durch sogenannte Face Shields geschützt werden, die derzeit auf dem Markt jedoch Mangelware sind. Deshalb hat sich Prof. Dr. Clemens Bauer entschlossen selbst Hand anzulegen und in Eigenregie Face Shields zu produzieren. Die Anregung kam von einem Chefarztkollegen aus einer Helios Klinik in Norddeutschland. Die desinfizierbaren Face Shields bestehen aus handelsüblichen Plexiglasscheiben und geplotteten Bügeln. Konstruktionsanleitungen dazu gibt es im Internet. Der  leidenschaftliche Tüftler begann die Bügel zu Hause an seinem 3D-Plotter zu produzieren und baute die Face Shields zusammen. „Wieder einmal haben sich die Vorteile des Helios Netzwerkes gezeigt. Unsere Mitarbeiter waren sehr dankbar und fragten schnell nach weiteren Face Shields“, erzählt Prof. Dr. Bauer.

Sein 3D-Drucker benötigt für einen Bügel 45 Minuten, das war zu lange, um die Kollegen zeitnah adäquat zu schützen. Deshalb startete man innerhalb des Klinikums einen Aufruf zur Unterstützung. Über eine Gesundheits- und Krankenpflegerin kam der Kontakt zur Firma Harman International zustande. Ansässig in Karlsbad bietet Harman International Connected Car-Systeme und Audio- sowie Softwarelösungen für Automobilhersteller, Konsumenten und Unternehmen an. Die Firma hat sich sofort bereit erklärt, dem Helios Klinikum beim Plotten der Bügel unter die Arme zu greifen.

„Wir sind der Firma Harman International sehr dankbar, dass sie uns im Rahmen ihres Corporate Social Responsibility Projektes so schnell und tatkräftig unterstützt hat. Innerhalb von nur zwei Wochen konnten wir etwa 250 Face Shields für unsere Mitarbeiter, die Covid-19 Patienten medizinisch und pflegerisch versorgen, herstellen“, freut sich Prof. Dr. Bauer.

Das Klinikum der Goldstadt Pforzheim ist ein leistungsfähiges und modernes Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit 500 Planbetten. Hinzu kommt eine Privatklinik mit 18 Planbetten. Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg verfügt das Helios Klinikum Pforzheim über 15 Kliniken, zwei medizinische Institute und ist mit hochmodernen medizinischen Geräten ausgestattet. Etwa 1.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen täglich dafür, dass unsere Patientinnen und Patienten medizinisch kompetent und sorgfältig sowie nach dem aktuellen Stand der Medizin rund um die Uhr versorgt und betreut werden. Jährlich werden knapp 25.000 Patienten stationär und rund 75.500 ambulant versorgt. In der Klinik für Geburtshilfe erblicken pro Jahr knapp 1.700  Babys das Licht der Welt.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. Rund 19 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2018 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 9 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 126 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 10 Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 6 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 47 Kliniken, 57 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 13,3 Millionen Patienten behandelt, davon 12,9 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro. Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

Pressekontakt:

Christina Schwara

Tel.: 07231/969-45679

E-Mail: christina.schwara@helios-gesundheit.de