Ein Team des Helios Klinikum Pforzheim leistet Entwicklungshilfe in Uganda

125 Operationen in 10 Tagen

Pforzheim

Mit einem siebenköpfigen Team aus Ärzten und Pflegern brach Markus Kettig, Anästhesiepflegeleiter des Helios Klinikum Pforzheim, nach Uganda auf. Dort operierten die Mediziner 125 Patienten mit einem Leistenbruch in nur 10 Tagen. Eine Herausforderung, die das Ärzteteam erfolgreich gemeistert hat.

Im März 2019 ging es für das Team, ausgestattet mit medizinischem Equipment aus Deutschland, in den Flieger nach Uganda. Dort leben viele Betroffene mit Leistenbrüchen (sog. Hernien), die nicht angemessen medizinisch versorgt werden oder sich keine Operation leisten können. Um möglichst vielen Patienten zu helfen, begann das deutsche Ärzteteam sofort mit den Operationen: Bis zu drei Patienten wurden gleichzeitig in einem Raum operiert, bei teils katastrophalen Lichtverhältnissen und tropischen Temperaturen. Dank der Expertise des deutschen Teams kam es jedoch zu keinerlei Komplikationen.

„Ich wollte schon immer in die Entwicklungshilfe gehen. Ende 2018 habe ich Sabine Pühl kennen gelernt, die schon lange als OP-Schwester in Uganda aktiv ist und Kontakte zum St. Francis Hospital in Buluba hat. Ich habe nicht lange gezögert und einige Kollegen gefragt, ob sie mit nach Uganda gehen wollen, um zu helfen, “ erinnert sich Markus Kettig. Die Kollegen zögerten nicht lange: Sechs Mitarbeiter des Helios Klinikum Pforzheim erklärten sich bereit, ihn auf seiner Reise zu begleiten. Auch die Geschäftsführung des Klinikums war von der Idee begeistert und unterstützte die Reise mit einer Woche bezahlter Arbeitszeit sowie eine Woche unbezahlten Urlaub.

Vor Ort galt es einige Herausforderungen zu bewältigen. Eva Zander, die Stationsleiterin des Zentral-OP’s erzählt: „In Uganda gelten andere Hygienerichtlinien, oftmals liegen in den Stationszimmern bis zu zwölf Patienten, die Angehörigen schlafen daneben auf dem Boden. Wir mussten unter erschwerten Bedingungen arbeiten, manchmal bis zu 10 Stunden am Tag. Es war hart, aber wir hatten sehr viel Spaß. Am Schönsten waren die Dankbarkeit der Patienten und die tatkräftige Unterstützung durch das Hospital-Team“.

Die Operationskosten wurden von Spendengeldern finanziert. Über 10.000 Euro waren im Vorfeld der Reise zusammengekommen. Dadurch zahlten die Patienten nur 2,50€ pro Operation – für viele immer noch mehr als ein Tageslohn. Außerdem wurde vom Spendengeld für das Hospital ein neuer Sterilisator zum Aufbereiten von OP-Besteck und Abdecktüchern finanziert. Um die Versorgung langfristig zu verbessern, wurden darüber hinaus afrikanische OP-Kräfte geschult.

Die Reise war ein voller Erfolg und soll im nächsten Jahr wiederholt werden.

 

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. Rund 19 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2018 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 9 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 126 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 10 Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 6 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 47 Kliniken, 57 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 13,3 Millionen Patienten behandelt, davon 12,9 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro. Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

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