Wundzentrum

Behandlung bei Venenerkrankungen und Krampfadern

Behandlung bei Venenerkrankungen und Krampfadern

Bei der Behandlung von Venenerkrankungen und Krampfadern stehen uns verschiedene Methoden zur Verfügung, die wir Ihnen hier näher vorstellen. Klicken Sie dazu einfach auf die einzelnen Überschriften.

Die Kompressionstherapie durch Kompressionsverbände mit Kurzzugbinden oder mit medizinischen Kompressionsstrümpfen stellt die Basis der Therapie der Venenerkrankung dar. Ziel ist die Verbesserung der gestörten venösen Strömung des Blutes und Entlastung des gestauten Gewebes. So können subjektive Beschwerden gelindert und eine Abheilung von chronischen Wunden unterstützt werden. Zudem soll ein Fortschreiten der venösen Erkrankung verhindert oder zumindest verlangsamt werden.

Auch beim Lymphödem ist eine gute Kompressionstherapie unabdingbar. Ein Lymphödem ist eine sicht- und tastbare Flüssigkeitsansammlung (Wasser und Proteine) im Interstitium (Zwischenzellraum). Diese wird durch eine Schwäche des Lymphgefäßsystems hervorgerufen, wodurch die Flüssigkeit nicht mehr ausreichend über die Lymphgefäße abtransportiert wird. Dies führt zu einem Rückstau und schließlich zur Ansammlung von Flüssigkeit in den Zellzwischenräumen (Ödem).

Es werden zwei Phasen der Entstauungstherapie unterschieden:
1. Phase: Volumenreduktion durch Kurzzugbinden (Kompressionsverbände nach Pütter)
2. Phase: Stabilisierung des Behandlungserfolgs durch angepasste Kompressionsstrümpfe (Klasse 1-4 je nach Indikation)

Die Kompressionsstrümpfe sollten (in Abhängigkeit vom Krankheitsbild) tagsüber getragen werden. Nachts werden die Strümpfe in der Regel nicht getragen, so dass dann eine regelmäßige rückfettende Hautpflege bzw. eine Lokaltherapie erfolgen kann. Das An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen kann durch unterschiedliche Hilfsmittel erleichtert werden. Zudem besteht die Möglichkeit, über einen betreuenden Pflegedienst Hilfestellung zu bekommen.

Ziele der Verödungsbehandlung sind die Therapie der Varikose (Krampfadern) und die Vorbeugung möglicher Komplikationen. Bestehende Symptome sollen gemindert bzw. beseitigt werden - mit einem ästhetischen und funktionell guten Ergebnis. Grundsätzlich können alle Formen der Varikose sklerosiert werden. Dies sind insbesondere:

  • Stammvarizen (Vena saphena magna und parva)
  • Seitenastvarizen
  • insuffiziente Perforansvenen (Verbindung zwischen tiefem und oberflächlichem Venensystem)
  • retikuläre Varizen (2-4 mm durchmessende netzartige Venengeflechte)
  • Besenreiser (Teleangiektasien)
  • Rest- und Rezidiv-Varizen nach bereits erfolgten therapeutischen Maßnahmen
  • genitale und perigenitale Varizen
  • periulzeröse Varizen
  • venöse Malformationen

Die Verödungsbehandlung eignet sich vor allem für die Behandlung tief liegender Krampfadern, aber auch für Besenreiser und retikuläre Varizen. Bei der Schaumsklerosierung wird zunächst das alkoholische Verödungsmittel (Wirkstoff Polidocanol) mit Luft zu einem Schaum vermischt, der dann über eine Kanüle in die Krampfader gespritzt wird. Der Verödungsschaum verdrängt das Blut und wirkt direkt „verklebend“ auf die Venenwand. Längerfristig erfolgt die Umwandlung der Vene in einen bindegewebigen Strang, der nicht mehr durchblutet (rekanalisiert) werden kann. Nach der Behandlung wird ein Kompressionsverband angelegt und der Patient zu 30-minütigem Laufen angehalten. Zudem muss für einige Tage ein medizinischer Kompressionsstrumpf getragen werden.

Die Miniphlebektomie ist ein minimal-invasives operatives Verfahren, bei dem mit Hilfe von kleinen Häkchen vor allem oberflächliche und sichtbar vorstehende Krampfadern gut entfernt werden können. Da lediglich kleine Hauteinstiche gemacht werden, kann fast immer ein sehr gutes ästhetisches Ergebnis ohne größere Narbenbildung erzielt werden. Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie oder Tumeszenzanästhesie). Die Tumeszenzanästhesie ist eine besondere Form der Lokalanästhesie, bei der in das Unterhautfettgewebe eine Tumeszenzlösung injiziert wird, die ein Betäubungsmittel enthält. Die Tumeszenzlösung wird mit Druck zwischen die Gewebeschichten der Unterhaut gespritzt, so dass ein Reservoir unter der Haut deponiert wird.
Nach dem Eingriff werden die Einstiche/Schnitte mit Tupfern überklebt und anschließend ein medizinischer Kompressionsstrumpf angelegt, welcher für einige Tage getragen werden muss. Zudem sollte für 3-5 Tage eine Thromboseprophylaxe verabreicht werden. Der Patient kann direkt nach dem Eingriff wieder stehen und laufen. Postoperative Schmerzen sind selten. Nach größeren Eingriffen gibt man in der Regel für einige Tage ein leichtes Schmerzmittel.

Kontakt

Unter den nebenstehenden Kontaktdaten stehen wir Ihnen gerne für Fragen und Terminabsprachen etc. zur Verfügung.

Carmen Aguilar

Leitung Dermatologische Ambulanz
Carmen Aguilar

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0208 8508 8001