Ausbildung

In der Schule: Die theoretische Ausbildung

In der Schule: Die theoretische Ausbildung

Der Unterricht wird als Blockunterricht mit einer durchschnittlichen Länge von fünf bis sechs Wochen durchgeführt. Unterrichtszeit ist von 8:00 bis 15:30 Uhr. Die Gesamtstundenzahl der theoretischen Ausbildung umfasst 2100 Stunden.

Der Unterricht erfolgt in verschiedenen Lernfeldern mit den Grundlagen:

  • Pflege- und Gesundheitswissenschaften
  • Naturwissenschaften und Medizin
  • Geistes- und Sozialwissenschaften
  • Recht, Politik, Wirtschaft

Zu verschiedenen Themenbereichen wie z.B. Stomaversorgung, Wundversorgung, sozial benachteiligte Menschen, suchtkranke Menschen etc. werden Experten oder Betroffene als Gastdozenten in den Unterricht integriert. Zudem haben die Auszubildenden die Möglichkeit, Fort- und Weiterbildungen, Messen, Tagungen etc. zu besuchen.  

Neben der reinen Wissensvermittlung geht es im Unterricht auch um die Arbeit mit Gefühlen, die in der Pflege eine wichtige Rolle spielen, wie z.B. „Nähe und Distanz“ zu Patienten oder „Trauer“ und „Angst“. Wir arbeiten mit Rollenspielen, Projektunterricht und praktischen Übungen. Auch dem selbstständigen Lernen, allein oder in Gruppen, wird ein hoher Stellenwert beigemessen.

Lernprozesse bestmöglich unterstützen

Abschreiben von der Tafel war gestern: Mit moderner Ausstattung und innovativen Lehr-/Lernkonzepten versuchen wir die Lernprozesse unserer Auszubildenden optimal zu fördern.

Projekte

Während der Ausbildung werden verschiedene Projekte angeboten, um die Kompetenzen der Auszubildenden zu fördern und zu festigen.

Die Auszubildenden des Oberkurses arbeiten unter Begleitung der Lehrer des Bildungszentrums und der Praxisanleiter der Station für drei Tage mit einem Unterkursschüler zusammen. Sie erklären die Krankheitsbilder und die pflegerische Versorgung der Patienten. Die Unterkursschüler nehmen dabei in begleitetem Rahmen erste Kontakte zu Patienten, Angehörigen und den Mitarbeitern des Stationsteams auf.

Die Auszubildenden des Oberkurses „unterrichten“ die Auszubildenden des Unterkurses zu bestimmten Themengebieten. Die Auszubildenden des Oberkurses vertiefen das Referieren und Präsentieren. Sie wiederholen wichtige Themen im Sinne der Prüfungsvorbereitung und lernen bestimmte Themen adressatenorientiert zu vermitteln. Die Auszubildenden des Unterkurses nehmen erste Kontakte zu Auszubildenden anderer Lehrjahre auf.

Die Auszubildenden des Oberkurses übernehmen für drei Wochen eigenständig eine Station. Sie werden begleitet durch das examinierte Personal der Station und die Lehrer des Bildungszentrums. Die Auszubildenden organisieren dabei die Abläufe der Station und führen administrative und pflegerische Aufgaben selbstständig durch.

Die Auszubildenden des Mittelkurses erhalten die Möglichkeit ein vierwöchiges Praktikum in einem Ausland der EU zu absolvieren. Sie wählen sich nach ihren Interessen ein Land aus und organisieren sich selbstständig eine Klinik, an der sie das Praktikum absolvieren können. Dazu erhalten sie ein Stipendium über die FH- Hannover.

Die Auszubildenden des Mittelkurses fahren für eine Woche nach St. Andreasberg. Sie erwerben Kenntnisse zum Umgang mit im Sterben liegenden Menschen, mit verstorbenen Menschen und deren Angehörigen. Weiterhin erlernen sie die Phasen des Trauerprozesses sowie Möglichkeiten der Verarbeitung schwieriger Situationen. 

Die Auszubildenden des Mittelkurses erhalten durch einen ausgebildeten Bobath-Trainer einen Grundkurs im Bobath-Konzept. Schwerpunkt ist die Pflege von Schlaganfall-Patienten und das Trainieren eine rückengerechte Arbeitsweise.

Die Auszubildenden des Unterkurses erklären den Vorschulkindern der umliegenden Kindergärten den Klinikalltag. Den Kindern wird die Angst vorm Krankenhaus genommen. Außerdem lernen die Auszubildenden den Umgang mit Kindern. Sie vertiefen ihre Kompetenzen in der Kommunikation und Interaktion.

Hygiene funktioniert nur im Team – nur so kann die Qualität der Krankenhaushygiene bis in die einzelnen Fachbereiche sichergestellt werden. In einem Intensivkurs bilden die Hygienefachkräfte der Kliniken deshalb alle Auszubildenden zu ‚Hygienebeauftragten in der Pflege‘ aus. Auf Basis des Curriculums der Vereinigung der Hygienefachkräfte in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (VH) werden ihnen Grundlagen zur Reinigung, Desinfektion und Sterilisation, zur Infektionsprävention und zum Umgang mit multiresistenten Krankheitserregern sowie Kenntnisse zur Mikrobiologie, zur Entsorgung und zu den Hygieneanforderungen in den verschiedenen Krankenhausbereichen vermittelt. Hygienebeauftragte in der Pflege unterstützen die Hygienefachkräfte der Klinik als Bindeglied zu ihrem jeweiligen Arbeitsbereich bei der Durchführung von infektionspräventiven Maßnahmen. Zudem wirken sie an der Erstellung von Hygieneplänen mit und übernehmen die Anleitung für Kollegen in ihrem Arbeitsbereich.

Die Auszubildenden des Unterkurses vermitteln körperlich- und/oder geistig behinderten Kindern den Umgang mit kleinen Wunden und Verbrennungen. Sie erklären ihnen die Notwendigkeit Wunden zu schützen und zeigen ihnen wie man ein Pflaster klebt oder einen Verband anlegt.

Die Auszubildenden erhalten in jedem Ausbildungsjahr einen Tag zur Erhaltung und Förderung der eigenen Gesundheit. Sie erlernen Methoden der Stressbewältigung und des Arbeitsschutzes. Weiterhin setzen sie sich mit der eigenen Ernährung, Bewegung oder dem eigenen Lernverhalten auseinander. 

Teamtage zur Einübung praktischer Inhalte in der theoretischen Ausbildung

Die Auszubildenden erhalten in den drei Jahren der Ausbildung verschiedene Themen- und Teamtage. Dabei erlernen die Auszubildenden in kleinen Gruppen pflegerische Tätigkeiten im Demoraum.

Prüfungen

Während der Ausbildung finden Leistungskontrollen in Form von Klausuren, Referaten oder Hausarbeiten sowie einer dreiteiligen Zwischenprüfung statt.