3G-Regel für alle Patienten, Begleitpersonen und Besucher.

Ausgenommen sind Notfallpatienten. Weitere Informationen finden Sie hier.

(0800) 8 123 456 Ihre Ansprechpartner Helios Hotline

Schnell Handeln bei Herzinfarkt

Schnell Handeln bei Herzinfarkt

Bei einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt) wird der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Grund ist der Verschluss eines Herzkranzgefäßes.

Bei Verdacht: Notarzt rufen – 112

Wenn Sie unter akuten und heftigen Brustschmerzen leiden, die länger als fünf Minuten anhalten, ein Engegefühl haben, heftigen Druck oder Brennen im Brustkorb spüren, Ihnen übel ist,  Sie Angst, Blässe und kalten Schweiß spüren, Sie evtl. bewusstlos waren: Rufen Sie den Rettungsdienst an! Fahren Sie nicht selbst in die Klinik, denn meist beginnt die Therapie schon im Rettungswagen. Bitte beachten Sie: Die Symptome können individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein oder sogar ganz fehlen.

Unser Team in der zentralen Notaufnahme ist 24 Stunden am Tag auf eine schnelle kardiologische Notfallbehandlung vorbereitet.

Diagnostik

Wir klären die Ursache Ihrer akuten Brustschmerzen: Dazu messen wir den Blutdruck, hören Herz und Lunge ab und erstellen ein Elektrokardiogramm (EKG). Gegebenenfalls erfolgen diese Untersuchungen bereits im Rettungswagen. Außerdem nehmen wir Ihnen Blut ab, um dieses auf sogenannte Infarktmarker, die das Absterben von Herzmuskelzellen anzeigen, zu testen. Handelt es sich um einen akuten Herzinfarkt,  ist die Ursache oft eine koronare Herzerkrankung.

Behandlung

Die Behandlung eines Herzinfarkts sollte innerhalb von 60 bis 90 Minuten nach Schmerzbeginn erfolgen, um den Schaden am Herzmuskel möglichst gering zu halten. Im Herzkatheterlabor wird das betroffene Gefäß mit einem Ballonkatheter wieder eröffnet und eine künstliche Gefäßstütze (Stent) eingesetzt (Primär perkutane Koronarintervention – PCI). Der Stent hält das Gefäß offen.

Ist ein solcher Eingriff nicht möglich, wird eine intravenöse Lysetherapie durchgeführt. Dabei werden dem Patienten Medikamente in die Armvene verabreicht, die das Blutgerinnsel auflösen sollen, welches das Herzkranzgefäß verstopft.

Nach der Behandlung bleiben die Patienten für etwa zwei bis drei Tage auf der Intensivstation. Herz und Kreislauf werden permanent kontrolliert. Je nach Schwere des Herzinfarkts umfasst der Klinikaufenthalt eine bis mehrere Wochen. Anschließend verordnen die Ärzte – wenn erforderlich – eine Rehabilitationsbehandlung mit Bewegungstherapie und Ernährungsschulung. Zudem stellen wir den Patienten medikamentös so ein, dass die Gefahr eines erneuten Infarktes deutlich reduziert wird.