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Erkrankungen des Blutes

Das Team der Gastroenterologie ist Ihr Ansprechpartner, wenn Sie unter Blutarmut leiden oder Elektrolytentgleisungen und Flüssigkeitsmangel stationär behandelt werden müssen.

Diagnostik

Flüssigkeitsmangel (Dehydration)
Unser Körper besteht zu 70 Prozent aus Wasser. Kann ein Flüssigkeitsmangel nicht ausgeglichen werden, besteht dringender Handlungsbedarf. Denn bestimmte Körperfunktionen und Prozesse funktionieren nur, wenn ausreichend Flüssigkeiten und Salze in unseren Körper vorhanden sind. Unsere Fachärzte befragen Sie nach möglichen Vorerkrankungen und Erkrankungen in der Familie und klären Ihre körperlichen Symptome ab: Häufig treten Augenringe, Desorientiertheit trockene Schleimhäute und Übelkeit im Zusammenhang mit Flüssigkeitsmangel auf. Anschließend führen wir eine Blut- und Urinanalyse durch, die detailliert Aufschluss gibt – beispielsweise über einhergehende Elektrolytstörungen.   

Blutarmut (Anämie)
Mittels eines Blutbildes untersuchen wir die Zellen Ihres Blutes. Dabei messen wir unter anderem die roten Blutkörperchen – also die Zahl der Erythrozyten – und die Konzentration des roten Blutfarbstoffes – den  Hämoglobinwert. Liegen beide Werte unter einem bestimmten Grenzwert spricht man von Blutarmut. Um die Ursachen der Blutarmut zu bestimmen, sind weitergehende Untersuchungen notwendig.      

Elektrolytentgleisungen
Besteht der Verdacht auf eine Elektrolytentgleisung, analysieren wir Ihr Blut, um einen Nachweis zu erhalten. Die Störung tritt häufig im Zusammenhang mit hohem Flüssigkeitsverlust des Körpers und einhergehenden Bewusstseinsstörungen auf. Auch Erschöpfung, Herzrhythmusstörungen, Bewusstseinseintrübungen oder Muskelkrämpfe können mit Elektrolytstörungen in Verbindung stehen. Eine Elektrolytstörung kann jedoch auch ein Symptom einer zugrundeliegenden Krankheit sein. Deshalb führen wir stets weitere differenzialdiagnostische Untersuchungen durch.

Behandlung

Flüssigkeitsmangel 
Hat der Körper zu viel Flüssigkeit verloren, sollten Sie ihm schnell Flüssigkeit und Salze zuführen. Langsam und vor allem schluckweise trinken Sie Mineralwasser, Früchtetees oder Saftschorlen. Verspüren Sie trotz ausreichender Flüssigkeitszufuhr übermäßigen Durst, könnte sich eine Erkrankung dahinter verbergen, die schnellstmöglich abgeklärt werden muss. Sollte der Flüssigkeitsmangel im Körper bereits fortgeschritten sein, ist eine stationäre Aufnahme notwendig. Meist erhalten Sie eine Kochsalzlösung, die per Tropf dem Körper zugeführt wird. Sie ist mit Mineralstoffen und Elektrolyten angereichert.

Blutarmut
Wie eine Blutarmut behandelt wird, ist abhängig von deren Schwere und Ursache. Bestimmte Mangelzustände können wir durch die Gabe von Vitamin B12, Folsäure oder Eisen ausgleichen. Eine sehr schwere Blutarmut muss hingegen rasch behoben werden. Dazu erhalten Sie Blutkonserven. In weiteren Fällen ist es ausreichend, bei den Ursachen der Blutarmut anzusetzen. Sind diese behoben, kann der Körper die Blutwerte regulieren. Beispielsweise wird die Bildung von roten Blutkörperchen im Knochenmark durch ein Hormon angeregt, das in der Niere produziert wird, dem sogenannten Erythropoietin. Dieses Hormon steht auch als Medikament zur Verfügung, wenn ein Erythropoietinmangel zumindest mitursächlich ist. 

Elektrolytentgleisungen
Wir behandeln Ihre Elektrolytentgleisung abhängig von deren Schwere und Ursache. Oft reichen eine Umstellung der Ernährung – die von einer Ernährungsberatung begleitet wird – und die Gabe einer Elektrolytlösung. Krankheitsbedingte und schwere Elektrolytstörungen müssen jedoch sofort behandelt werden, um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden. 

Weisen wir eine erhöhte Natriumkonzentration in Ihrem Blut nach, muss diese schnell durch Flüssigkeit gesenkt werden, die Sie trinken oder, die wir Ihnen über die Vene zuführen.

Weisen wir einen Natriummangel nach, wird eine physiologische Kochsalzlösung zugeführt oder die Flüssigkeitszufuhr kontrolliert gesenkt. Der Ausgleich der Natriumwerte erfolgt langsam und unter regelmäßiger Laborkontrolle.

Ein erhöhter Kaliumwert führt zu einer mitunter lebensgefährlichen Störung, der Hyperkaliämie. Dies ist ein besonderer Notfall und wir führen sofort kaliumverteilende und kaliumsenkende Maßnahmen durch. Dazu legen wir Ihnen eine Infusion und wir geben Ihnen Medikamente zum Einnehmen.

 

Sie erhalten ein Magnesiumpräparat. Mit diesem kann ein Mangel fast immer gut ausgeglichen werden.

Ein Kalziummangel führt zu schwerwiegenden Störungen im Elektrolythaushalt. Diese Erkrankung bedarf oft einer längeren Behandlung mit Kalzium und Vitamin D. Neben der konkreten Behandlung einer vorliegenden Elektrolytstörung ist es allerdings oft notwendig, langfristig die zugrundeliegende Erkrankung zu therapieren.