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Behandlung von Leistenbrüchen

Bei einem Leistenbruch kommt es zu einer Ausstülpung des Bauchfells durch eine Lücke in der Bauchdecke. Unsere Ärzte stellen fest, ob es sich bei Ihren Beschwerden um einen Leistenbruch handelt und wie dieser bestmöglich operiert werden kann – bei erwachsenen und jungen Patienten.

Bei einem Leistenbuch treten Eingeweideteile durch den so genannten Leistenkanal aus dem Bauchraum aus. Durch den Leistenkanal ziehen beim Mann der Samenstrang und die Blutgefäße zum Hoden, bei der Frau das Mutterband zur Gebärmutter.

Leistenbrüche sind häufig angeboren, die genaue Ursache dafür ist nicht bekannt. Vor allem Kinder, Neugeborene oder junge Menschen (mehr Männer als Frauen) sind davon betroffen. Leistenbrüche können allerdings auch erworben sein und treten dann bei Erwachsenen – auch hier häufiger bei Männern als bei Frauen – auf. Faktoren, die einen Leistenbruch entstehen lassen können, sind Druckerhöhung im Bauchraum durch beispielsweise Husten, Verstopfung, Schwangerschaft oder beim Heben und Tragen schwerer Lasten. Auch Übergewicht kann ein auslösender Faktor sein. Im zunehmenden Alter spielt die sogenannte Gewebedegeneration eine wichtige Rolle.

Der Leistenbruch macht sich meist durch eine Bruchgeschwulst bemerkbar – so nennt man die Vorwölbung in der Leistengegend. Die Geschwulst wird oft begleitet von leichten, ziehenden Schmerz in der Bruchregion oder auch Bauchschmerzen. Sind die Eingeweide eingeklemmt, treten starke Schmerzen und Erbrechen auf. Bei Kindern tritt eine sichtbare Schwellung im Bereich der Leiste und/oder des Hodensacks auf.

Ob es sich um einen Leistenbruch handelt, stellen unsere Ärzte durch Abtasten der Bauchwand und Leistenregion fest. So können wir auch feststellen, ob der Bruchinhalt in den Bauchraum zurückgedrängt werden kann. Eine Ultraschall-Untersuchung (Sonographie) kann die Diagnose unterstützen; in seltenen Fällen kann auch eine Computertomografie Aufschluss geben.

Ein Leistenbruch sollte prinzipiell operiert werden, jedoch unter Beachtung der individuellen Situation und OP-Risiken des Patienten. Diese Operationen können gegebenenfalls auch ambulant erfolgen. Dies wird individuell mit dem jeweiligen Patienten festgelegt. Vorwiegend setzen wir heute schonende minimal-invasiv-chirurgische Operationsverfahren (Schlüssellochchirurgie) ein.

Zur Stabilisierung von Brüchen bei Erwachsenen, insbesondere auch von Leistenbrüchen, nehmen wir heute in den meisten Fällen die Implantation (Einpflanzung) von Kunststoffnetzen zur Stabilisierung des Eigengewebes vor. So wird eine schnelle Genesung mit geringen Schmerzen und schneller, vollständiger Belastbarkeit begünstigt. Ideal ist die Methode insbesondere für wiederkehrende (Rezidive) und beidseitige Leistenbrüche.

Bei Kindern wird auf die Implantation von Fremdmaterial verzichtet. Hier wird der Bruchsack abgetragen und gegebenenfalls die Lücke in der Bauchwand verschlossen. Die Haut wird schonend verschlossen, so kann auf eine Fadenentfernung verzichtet werden und es entstehen feine Narben, die später kaum sichtbar sind. Die Eingriffe können meist ambulant in dem sehr angenehmen Umfeld unseres Ambulanten Operationszentrums (AOPZ) durchgeführt werden.