Von Neuseeland auf den OP-Tisch

Von Neuseeland auf den OP-Tisch

Velbert

Tom Fischer ist Spieler in der zweiten Mannschaft der Herren beim SSVg Velbert. Erst vor kurzem hat er sich mit seiner Freundin einen großen Traum erfüllt und sich eine berufliche und sportliche Auszeit gegönnt, um nach Neuseeland zu reisen. Dass die Pause doch länger ausfallen wird als geplant, hätte er allerdings nicht erwartet.

Es ist 12 Uhr mittags als Tom Fischer mit Rebecca Drescher, Physiotherapeutin am Helios Klinikum Niederberg, an den Geräten trainiert. Stabilisation, Muskelaufbau mit Eigengewicht und Übungen, welche die Beweglichkeit verbessern sollen, stehen heute auf dem Programm. Bis Tom wieder seinem Hobby nachgehen kann, werden noch einige Wochen vergehen.

Der 23-jährige trainiert beim SSVg Velbert in der Fußballmannschaft als Innenverteidiger. Nach elf Monaten Neuseeland-Abenteuer steht bei Tom, der hauptberuflich als Versicherungsmakler tätig ist, das erste Training an, bei dem der Spieler durch eine Fremdeinwirkung – ein Foul eines Gegenspielers – verletzt wird. Der Spieler verlässt sofort den Platz, hat starke Schmerzen und zudem macht sich eine Schwellung im Knie bemerkbar. Der Sportler leidet außerdem an einer eingeschränkten Belastungs- und Bewegungsfähigkeit des Knies.  „Man bemerkt sofort ein unangenehmes Verschiebegefühl im Gelenk: Man hat den Eindruck, dass sich der Oberschenkel gegen den Unterschenkel verschiebt“, berichtet Tom Fischer.

Die Schmerzen gingen nach ein paar Tagen zurück, doch bei erneuter Belastung waren sie sofort wieder bemerkbar. Toms Trainer schickte den Spieler zu Dr. med. Peter Riess, Chefarzt der Klinik für Sporttraumatologie, Unfallchirurgie und Orthopädie am Helios Klinikum Niederberg.
Dr. Riess betreut die Spieler des SSVg Velbert bei allen sportmedizinischen Belangen wie Verletzungen, Untersuchungen, Check-ups etc. Er ist erster medizinischer Ansprechpartner für alle Sportler, die sich vertrauensvoll in seine Hände begeben.  Nach klinischer Untersuchung und MRT stellte der Mediziner fest, dass der Patient sich das vordere Kreuzband des linken Knies gerissen hat.
„Die Frage, ob und welche Operation nötig ist, hängt unter anderem von der Verletzung und auch den Begleitverletzungen ab. Zudem ist die Instabilität des Knies, das Alter des Patienten sowie die berufliche Anforderung und das sportliche Aktivitätsniveau hierbei zu berücksichtigen“, erklärt Dr. Riess.

„Aber, vor allem jungen Patienten und sportlich aktiven Erwachsenen die eine Instabilität des Kniegelenks haben, wird zur Operation geraten, um die Stabilität wiederherzustellen. Wir gehen nämlich davon aus, dass durch eine andauernde Instabilität die Menisken der Kniegelenke und auch der Knorpel der Gelenke auf Dauer einen Schaden tragen. Das führt dann meistens zu einem vorzeitigen Gelenkverschleiß des Kniegelenkes“, ergänzt der Mediziner.
Die OP erfolgt meist zwei bis vier Wochen nach der Verletzung, da die „Inflammation“ - die akute Entzündung, die mit Schwellungen und Kniegelenkerguss einhergeht, abgeklungen ist. Bei der Kreuzbandoperation ersetzt der Chirurg das beschädigte Kreuzband üblicherweise durch eine patienteneigene Sehne des Oberschenkels. Heute finden fast alle Kreuzbandoperationen minimal-invasiv mit nur kleinen Schnitten statt.

Der junge Fußballspieler entschied sich sofort für eine OP im Helios Klinikum Niederberg und ist mit dem Ergebnis mehr als zufrieden: Er ist nicht auf eine Schiene angewiesen, kann das Bein wieder belasten und wird im Winter das Training wiederaufnehmen. „Ich habe mich bei Herrn Dr. Riess bestens aufgehoben gefühlt. Er hat mich sehr gut beraten und ein perfektes Ergebnis erzielt. Auch die konstante Physiotherapie im Helios Klinikum Niederberg hilft mir mein Knie wieder langsam aber sicher zu stabilisieren“, sagt der junge Sportler.
Noch muss sich Tom Fischer ein wenig gedulden bis er wieder mit seiner Mannschaft trainieren kann. Doch bis dahin schaut er sich einfach noch in Ruhe mit seiner Freundin die gesammelten Urlaubsfotos und Videos von Neuseeland an.