Darmkrebs – Vorsorge kann Leben retten

Darmkrebs – Vorsorge kann Leben retten

Velbert

Darmkrebs entwickelt sich langsam und Betroffene haben anfangs meistens keine körperlichen Beschwerden. Treten eindeutige Symptome auf, ist es in vielen Fällen schon zu spät. Wie kann man Darmkrebs frühzeitig zu erkennen? Informationen darüber geben unsere Experten Dr. med. Katja Staade und Dr. med. Alexis Müller-Marbach im nächsten Medizinforum am 14. Mai 2019.

Krebs gehört zu den weltweit gefürchtetsten Krankheiten und zieht trotz großer Fortschritte in der Forschung in vielen Fällen einen Todesfall nach sich. Pro Jahr erkranken etwa 29.500 Frauen und 33.500 Männer an Darmkrebs, womit dieser als zweithäufigste Krebserkrankung zählt. Darmkrebs gehört dabei zu den am besten erforschten Krebsarten, dennoch versterben pro Jahr mehr als 200.000 Menschen an den Folgen dieser Erkrankung. Oftmals befinden sich die Betroffenen zum Zeitpunkt der Erkrankung bereits in einem Alter von über 70 Jahren, wobei das Risiko bei Männern deutlich höher ist als das bei Frauen. Beim Darmkrebs entstehen aus gutartigen Polypen im Dick- und Mastdarm bösartigen Tumore, deren Zellen sich unkontrollierbar weiter vermehren. Eindeutige Symptome wie Verdauungsprobleme, Schmerzen oder sichtbares Blut im Stuhl treten in den meisten Fällen erst auf, wenn sich die bösartige Wucherung bereits ausgebreitet hat. Die einzige Heilungschance besteht nach wie vor in einer Operation, die unter Umständen von einer Chemo- oder Strahlentherapie begleitet wird. Auch bei dieser Erkrankung gilt: Je früher sie entdeckt und behandelt wird, desto höher sind die Heilungschancen.

Zur Früherkennung von Darmkrebs haben sich zwei Methoden besonders bewährt: der Test auf verstecktes Blut im Stuhl (Hämocculttest) und die Darmspiegelung (Koloskopie).
Die bösartigen Tumore sind nicht so stabil wie gesundes Gewebe, weshalb sie öfter bluten. Im frühen Stadium einer Darmkrebserkrankung sind die Mengen des abgesonderten Blutes so gering, dass sie mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind. Mithilfe des Hämoculttests können diese geringen Mengen bereits nachgewiesen werden. Diese Untersuchung sollte ab einem Alter von 50 Jahren einmal jährlich durchgeführt werden. Die Kosten übernimmt dabei die Krankenkasse. Ein positiver Test bedeutet aber nicht unbedingt Darmkrebs. In diesem Fall ist eine Darmspiegelung notwendig, um die genaue Ursache abzuklären.
Eine Darmspiegelung sollte in jedem Fall bei Frauen ab 55 Jahren einmal durchgeführt werden. Bei Männern wird diese aufgrund des erhöhten Risikos für Darmkrebs seit April 2019 bereits ab einem Alter von 50 Jahren übernommen. Bei unauffälligem Befund wird dann eine zweite Darmspiegelung nach 10 Jahren empfohlen. Bei auffälligen Befunden wie z.B. nach Abtragung von Polypen sind Kontrollen in kürzeren Abständen erforderlich.

Am 14. Mai 2019 informieren unsere Spezialisten Dr. med. Katja Staade, Chefärztin der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie und Dr. med. Alexis Müller-Marbach, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, um 18:00 Uhr im Medizinforum über die Möglichkeiten der Vorsorge gegen Darmkrebs. Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet im Helios Klinikum Niederberg, SiZi II statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Anschließend ist auch Zeit für persönliche Fragen.