Darmkrebs – Vorsorge kann Leben retten

Darmkrebs – Vorsorge kann Leben retten

Chefarzt informiert anlässlich des Darmkrebsmonats März zur Erkrankung und der Vorsorge

Zum 17. Mal steht in diesem Jahr der März im Zeichen der Darmkrebsvorsorge. Der „Darmkrebsmonat“ soll die Bevölkerung daran erinnern, regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen. Darmkrebs zählt in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen durch Krebs. Rund 62.000 Menschen sind laut Felix-Burda-Stiftung jährlich betroffen, etwa 26.000 sterben an den Folgen einer Darmkrebserkrankung. Trotz dieser alarmierenden Zahlen nimmt nur ein geringer Teil der Bevölkerung die Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch.

Privatdozent Dr. Joachim Seifert ist Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie und Leiter des zertifizierten Darmkrebszentrums am Helios Klinikum Siegburg und weiß um die Gefahren: „Karzinome im Darm entstehen oft aus zunächst gutartigen Gewächsen, den Polypen. Die Entwicklung zum bösartigen Tumor nimmt bis zu zehn Jahre in Anspruch. Daher wird diese Erkrankung auch `stille` Krankheit genannt und verläuft anfangs häufig ohne Symptome. Tumore werden deshalb zu spät entdeckt. Ich rate jedem, die Früherkennungsuntersuchungen wahrzunehmen und sich nicht durch Scham oder ein falsche Vorstellung von der Untersuchung davon abhalten zu lassen.“

Die Darmspiegelung (Koloskopie) wird heute besonders schonend und risikoarm, auf Wunsch mit Kurznarkose durchgeführt. Und auch die Vorbereitungsphase ist für die Patienten deutlich angenehmer geworden. Zur Vorbereitung auf die Untersuchung sind heutzutage nur noch das Trinken von einem Liter Abführlösung am Vortag der Untersuchung und einem weiteren Liter am Tag der Untersuchung notwendig.

Das Risiko für Darmkrebs steigt ab dem Alter von 50 Jahren deutlich an. Ab dann sollte sich jeder regelmäßig auf verstecktes Blut im Stuhl testen und ab 55 Jahren eine Darmspiegelung zur Früherkennung machen lassen. Die Kosten hierfür trägt die Krankenkasse. „Vor allem Menschen, in deren Familien bereits Fälle von Darmkrebs bekannt sind, haben ein höheres Risiko, ebenfalls an Krebs zu erkranken. Sie sollten frühzeitig mit dem Vorsorgeprogramm beginnen. Denn auch sehr junge Leute können betroffen sein.“ Die Ursachen für die Erkrankung seien vielfältig, Gendefekte oder falsche Ernährung seien ebenso wie Nikotin, Bewegungsmangel und Übergewicht Risikofaktoren.

Das zertifizierte Darmkrebszentrum im Helios Klinikum Siegburg ist auf die Behandlung von Darmkrebspatienten spezialisiert. „Der Tod durch Darmkrebs ist häufig ein vermeidbarer Tod. Wird die Erkrankung früh erkannt, kann sie in den überwiegenden Fällen geheilt oder sogar verhindert werden“, so Privatdozent Dr. Joachim Seifert.
 
Alle Informationen zur Darmspiegelung im Helios Klinikum Siegburg finden Sie im Bereich der Gastroenterologie und Inneren Medizin.


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Julia Colligs 
Unternehmenskommunikation
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