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Pflegedienst

Was macht eigentlich eine Wundmanagerin?

Was macht eigentlich eine Wundmanagerin?

Dekubitus, diabetischer Fuß und Durchblutungsstörungen beschäftigen Beate Opfermann jeden Tag. Sie kümmert sich um die Versorgung und Vorbeugung von chronischen Wunden am Helios Klinikum Niederberg.

In Deutschland leiden etwa 2,4 Millionen Menschen an chronischen Wunden. Das bedeutet für die Betroffenen oft eine verminderte Lebensqualität. Umso wichtiger ist es, dass die Wunden im Krankenhaus gut versorgt werden. Hierzu legt das Wundmanagement im Helios Klinikum Niederberg vielschichtige Dokumentationsbögen an, in denen Fotos der Wunden und Behandlungspläne hinterlegt sind. „Wir geben Empfehlungen zur Behandlung mit in die Akte der Patienten. Der behandelnde Arzt zeichnet das gegen, wenn er einverstanden ist“, erklärt Beate Opfermann. Bei Durchblutungsstörungen oder Verdacht auf einen Dekubitus, also ein Druckgeschwür, gibt sie den Lagerungsplan an die Station weiter und zieht den Einsatz von Wechseldruckmatratzen in Betracht. „Am besten beugt man vor, indem der Patient schnell wieder mobil wird. Aber hier ist auch Vorsicht geboten, damit man es nicht übertreibt und Stürze provoziert“,  erklärt die Wundmanagerin. Am Entlassungstag macht das Wundmanagement eine Wundübergabe. Hier geben Beate Opfermann und ihre Kollegin Marion Schöneberg Informationen und Wundmaterialien an den Pflegedienst oder die Angehörigen weiter.

Fünfzehn Jahre habe ich im Nachtdienst gearbeitet, damit ich meine drei Kinder gut betreuen kann. Danach hat mich der Ehrgeiz gepackt und ich bin wieder voll eingestiegen. Meine Ausbildung zur Wundexpertin und Fachtherapeutin habe ich dann anschließend absolviert.

Beate Opfermann, Wundmanagerin

Seit 37 Jahren arbeitet sie in Velbert im Klinikum. „Fünfzehn Jahre habe ich im Nachtdienst gearbeitet, damit ich meine drei Kinder gut betreuen kann. Danach hat mich der Ehrgeiz gepackt und ich bin wieder voll eingestiegen. Meine Ausbildung zur Wundexpertin und Fachtherapeutin habe ich dann anschließend absolviert“, sagt die 60-jährige. Das Wundmanagement habe sie immer schon gerne gemacht, aber durch die Übernahme von Helios, kam für sie der persönliche Erfolg. „Ich bin endlich für das Wundmanagement freigestellt worden. Das war eine Befreiung, da ich mich nun ganz auf die Patienten mit den chronischen Wunden konzentriere“, erklärt Frau Opfermann. In ihrer Freizeit verbringt die Wundexpertin gerne viel Zeit mit ihrer Familie. Für ihr Hobby, das Wandern, verplant sie gerne das ein oder andere Wochenende. „Eine Kurzreise in die Weinberge ist was Wunderbares“, fügt sie hinzu.