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Urologische Krebserkrankungen und ihre Therapie

Urologische Krebserkrankungen und ihre Therapie

Wir therapieren urologische Tumorerkrankungen bei uns fachübergreifend. Eine klinikeigene Schmerztherapie sowie erfahrene Palliativmediziner stehen Ihnen bei der Behandlung beratend zur Seite.

Mit einem Klick auf das Krankheitsbild erhalten Sie weitere Informationen zu unserem Behandlungsspektrum. Bei allen Therapieoptionen stehen wir Ihnen selbstverständlich auch persönlich beratend zur Seite.

Tumorbefallene Nieren werden entweder über einen Seiten- bzw. Bauchschnitt oder durch schonende „Schlüssellochchirurgie“ operiert. Wann immer möglich, wird ein organerhaltendes Vorgehen gewählt - dies ist in unserer Klinik Standard.

Tumore des Harnleiters werden je nach Lage und Größe entweder durch eine Harnleiterspiegelung oder chirurgisch in Form einer Teilentfernung bzw. gänzlicher Harnleiter- und Nierenentfernung beseitigt.

Die Entfernung von tumorverdächtigen Nebennieren erfolgt meist minimal-invasiv per „Schlüssellochchirurgie“, ansonsten durch eine offene Operation über den seitlichen Bauch.

Blasenkarzinome stellen einen großen Teil der urologischen Tumore dar. Jährlich werden 29.000 Patienten diagnostiziert. Männer sind dreimal häufiger betroffen als Frauen. In 75 – 80 % der Fälle handelt es sich um oberflächliche Harnblasentumore, die sehr gut behandelbar sind. . Diese können in der Regel endoskopisch, durch die Harnröhre beseitigt werden. Fortgeschrittene Tumore finden sich bei der ersten Diagnose in 20 – 25 % der Fälle. Sie erfordern meist die vollständige, operative  Entfernung der Harnblase.

Zur Ableitung des Urins nach Blasenentfernung bieten wir alle gängigen Verfahren an. Wenn möglich  wird eine Ersatzblase aus Dünndarm  (Neoblase), ohne künstlichen Ausgang, gebildet. Dieser lässt sich aber nicht in allen Fällen vermeiden. Sollte nach einer solchen Operation eine Chemotherapie notwendig sein, führen wir diese selbst nach neuesten Gesichtspunkten durch. Meist wird vorher ein sogenanntes Port-Systems implantiert. Dieses ermöglicht den schonenden Zugang zum Blutgefäßsystem, ohne Venen am Arm punktieren zu müssen.


Früherkennung von Blasentumoren
Unsere urologische Abteilung verfügt über die Möglichkeit der photodynamischen Diagnostik (PDD) mit Hexvix (Hexaaminolaevulinsäure). Hiermit können Tumoren früher und sicherer erkannt und behandelt werden.

Vor der Untersuchung wird eine Flüssigkeit in die Blase eingegeben, die sich besonders in Tumorgewebe anreichert. Sollte eine nicht gutartige Erkrankung vorliegen, leuchten diese Bezirke unter der Verwendung eines speziellen fluoreszierenden Lichtes (Blaulicht) rot auf und werden dadurch leichter erkannt. Diese ungefährliche Methode erweitert das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten in frühen Stadien.

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes mit ca. 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr, gefolgt von Darm- und Lungenkrebs. Unser Ziel ist es mit hochmoderner Diagnostik und Therapieverfahren eine optimale Betreuung für unsere Patenten zu ermöglichen. Beim auf die Prostata begrenzten Krebs, dem sogenannten lokalisierten Prostatakarzinom, ist häufig die komplette Entnahme der Prostata durch eine Operation die Therapie der Wahl.

Diese erfolgt bei uns routinemäßig als minimal-invasiver Eingriff laparoskopisch (Schlüssellochtechnik) in Form der EERP. Wenn möglich führen wir  die Operation nervenschonend durch, um die Potenz zu erhalten.

Bei Patienten mit fortgeschritteneren Tumoren erfolgt der Eingriff auch offen chirurgisch über einen Unterbauchschnitt. Zur Diagnostik des Prostatakrebses bieten wir seit 2017 das hochmoderne Verfahren der Fusionsbiopsie an. Hiermit können, durch die Verschmelzung von MRT Bildern mit dem Ultraschall, tumorverdächtige Bereiche in der Prostata gezielt, mit höherer Treffsicherheit biopsiert werden.

Für Patienten mit fortgeschrittener, metastasierter Prostatakrebserkrankung bieten wir alle Möglichkeiten der medikamentösen und chemotherapeutischen Behandlung an. Die Therapiestrategie wird für jeden einzelnen Patienten individuell in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz und in Absprache mit den behandelnden niedergelassenen Urologen festgelegt.

Der Hodenkrebs ist eine Erkrankung, die am häufigsten bei Männern im Alter von 25 bis 35 Jahren auftritt. In der überwiegenden Mehrheit der Fälle ist dieser Tumor heute heilbar. Dabei ist die möglichst frühzeitige Behandlung sehr wichtig. Erste für den Betroffenen selbst feststellbare Anzeichen sind eine Verhärtung und Vergrößerung des Hodens ohne Schmerzen.

Der tumorbefallene Hoden wird einschließlich des Samenstranges über einen Leistenschnitt radikal entfernt. Die Abklärung bzw. Entfernung der Lymphknoten erfolgt in der erforderlichen Ausdehnung durch einen minimal-invasiven Eingriff oder über einen Bauchschnitt. Es besteht die Möglichkeit, den entfernten Hoden durch eine Hodenprothese zu ersetzen.

Ein Krebsbefall des Penis kann je nach Ausdehnung durch eine Penisteilentfernung oder die vollständige Penisentfernung behandelt werden. In der Regel werden auch die Leisten- und Beckenlymphknoten gänzlich entfernt.  Über eine eventuelle Chemotherapie wird je nach Stadium des Tumors entschieden.

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