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Sarkoidose: die rätselhafte Erkrankung

Völlig unterschiedliche Symptome können bei dieser Krankheit zusammenkommen, die ihre Diagnostik so schwierig machen: Müdigkeit, Husten, Grippegefühl, Seh- oder Hörstörungen oder auch Hautprobleme und viele weitere undeutliche Anzeichen sind eine starke Belastung für die Betroffenen. Bis heute ist die genaue Ursache unbekannt.

Was ist Sarkoidose?

Es handelt sich bei der Sarkoidose um eine Erkrankung noch unklarer Ursache, die verschiedene Organsysteme beeinträchtigen kann und dabei zumeist mit einer Schädigung der Lunge und Lymphknoten einhergeht. In den Organen oder dem Gewebe bilden sich winzige Knötchen, die sogenannten Granulomen – deshalb hielt man die Krankheit bei ihrer Entdeckung Ende des 19. Jahrhunderts zunächst für eine Hautkrankheit. Eine überschießende Immunreaktion sorgt für die unterschiedlichen Krankheitsfolgen, die für die Patienten oft sehr belastend sind und zum sozialen Rückzug führen können.

Diagnostik

Durch die Vielzahl der Symptome wird die Krankheit meist nicht gleich festgestellt. Oft erfolgt die Diagnose eher zufällig bei einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs – dort werden die typischen Lungenveränderungen sichtbar. Auch Blutuntersuchungen führen auf die richtige Spur. Obwohl die Krankheit in akuten Fällen von alleine heilt, kann sie in den chronisch verlaufenden Formen sogar zum Tod führen.

Behandlung 

Die medizinische Behandlung dieser Multisystemerkrankung erfordert ein großes Fachwissen und die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen. Vielfach werden Kortinson oder auch Medikamente eingesetzt, die das Immunsystem beeinflussen.

Weitere Informationen

Sarkoiodose Gesprächstreffen

Das Sarkoidose-Netzwerk e.V., ein bundesweit arbeitender gemeinnütziger Patienten-Selbsthilfeverein, lädt regelmäßig zu einem Informations- und Erfahrungsaustausch im Helios Klinikum Niederberg ein.