Patientenwissen

Fasten Sie doch mal beim Rauchen!

Fasten Sie doch mal beim Rauchen!

Der Beginn der Fastenzeit an Aschermittwoch wird von vielen zum Anlass genommen, sich gesünder zu ernähren und mehr auf sich zu achten. Damit in Einklang steht der Wunsch, mit dem Rauchen aufzuhören.

Schlechter Atem, Hustenanfälle und eine stark verminderte Lungenkapazität sind die auffälligsten Symptome regelmäßigen Zigarettenkonsums. Obwohl jeder Raucher bestens über die negativen Auswirkungen informiert ist, wird der Weg in eine nikotinfreie Zukunft oft als zu beschwerlich und langwierig abgetan. Eine Alternative bietet die Entwöhnung in Etappen, wie zum Beispiel mit einer rauchfreien Fastenzeit.

„Wer die vier Wochen dauernde Abstinenz erfolgreich durchhält, hat gute Chancen, sein Laster ein für alle Mal hinter sich zu lassen“, weiß Dr. med. Markus Leidag, Chefarzt der Klinik für Pneumologie am HELIOS Klinikum Niederberg. „Unmittelbare Entzugserscheinungen wie Schwitzen, Zittern und Stimmungsschwankungen, mit denen der Körper auf den Nikotinmangel reagiert, halten in der Regel nicht länger als zwei bis drei Wochen an.“ Dr. Leidag behandelt häufig Patienten, deren Erkrankungen auf regelmäßigen Zigarettenkonsum zurückzuführen sind. „Beim Aufhören nimmt der Patient immer die wichtigste Rolle ein.“ Um sich vor schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen zu schützen, müsse der Impuls, aufhören zu wollen, von der Person selbst ausgehen.

Bleibt dieser Impuls aus und werden die typischen Beschwerden wie Husten, vermehrte Schleimproduktion, Atemnot und ständige Müdigkeit ignoriert, steigt das Risiko, an einer chronischen Bronchitis zu erkranken – in Fachkreisen chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) genannt. Sie ist in Industrienationen fast ausschließlich auf das Rauchen zurückzuführen. Das Einatmen des Zigarettenqualms bewirkt eine reizbedingte Engstellung der Bronchien. Hierdurch bekommt der Betroffene nicht mehr genügend sauerstoffreiche Luft und wird immer weniger leistungsfähig. „Wer hartnäckigen Husten oder erste Anzeichen einer solchen Einschränkung spürt, sollte den Griff zur Zigarette sofort aufgeben und sich unverzüglich zum Arzt begeben. Denn Rauchen erhöht zusätzlich auch das Risiko für eine Erkrankung an Lungenkrebs“, weiß Dr. Leidag.

Nicht jeder schafft es, von heute auf morgen aufzuhören. Ein Ziel kann auch in Etappen erreicht werden – und genau darauf zielt die Idee der rauchfreien Fastenzeit ab. Lösen Sie sich von dem Gedanken, alles auf einmal erreichen zu müssen, und gehen Sie den Weg in eine rauchfreie Zukunft lieber Schritt für Schritt als gar nicht.

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Dr. med. Markus Leidag

Chefarzt der Klinik für Pneumologie
Dr. med. Markus Leidag

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