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Leistungen

Operationen von Leistenbrüchen, Bauchdeckenbrüchen, Narbenbrüchen und Zwerchfellbrüchen

Operationen von Leistenbrüchen, Bauchdeckenbrüchen, Narbenbrüchen und Zwerchfellbrüchen

In unserem Hernienzentrum, welches seit mehreren Jahren als Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie zertifiziert ist, versorgen wir nach einem individuell für unsere Patienten erstellten Konzept sämtliche Brüche der Leistenregion, der Bauchdecke und des Zwerchfells. Die Hauptoperateure sind Mitglieder der Fachgesellschaften und nehmen regelmäßig an Fortbildungen und Hospitationen zum Thema Hernien teil. Der Erfolg der Operation wird im Hernienregister der Qualitätssicherungsstudie Herniamed dokumentiert, wenn das Einverständnis der Patienten vorliegt.

Operationen von Leistenbrüchen, Bauchdeckenbrüchen, Narbenbrüchen und Zwerchfellbrüchen

Unter Leisten-, Schenkel,- Nabel- und Narbenbrüchen versteht man Schwachstellen im Bereich der Bauchdecke und Leistenregion, an denen sich Baucheingeweide durch Lücken in der muskulären oder sehnigen Bauchwand vor die Bauchdecke stülpen. Diese Vorwölbungen können Schmerzen verursachen und im schlimmsten Fall dazu führen, dass z.B. Darmanteile in dem Bruch einklemmen und absterben.
Zwerchfellbrüche finden wir meist im Bereich des Speiseröhrendurchtritts vom Brustkorb in den Bauchraum, ein Teil des Magens oder sogar der ganze Magen können sich durch diese Lücke in den Brustraum vorschieben. Symptome für Zwerchfellbrüche können Sodbrennen, Schmerzen hinter dem Brustbein z.B. durch Säurereflux oder bei Einklemmung des Magens, Magenblutungen sein. Ebenso kann es sein, dass beim Bücken immer wieder Mageninhalt bis in den Mund fließt. Bei großen Brüchen kann durch das Zurückfließen von viel Mageninhalt sogar ein chronischer Infekt der oberen Luftwege entstehen.

Leistenbrüche treten im Bereich von Schwachstellen im Bereich des Leistenkanals, durch den bei Männern der Samenstrang und die hodenversorgenden Blutgefäße laufen und bei Frauen das Mutterband von der Gebärmutter aus durch die Bauchdecke hindurchtritt. Im Bereich dieses Kanals, an dem ein Teil der Bauchdeckenmuskulatur in sehnige Anteile übergeht, können sich Baucheingeweide vorwölben und einklemmen.

Schenkelbrüche sind ähnliche Schwachstellen, die auch in der Leistenregion auftreten, wobei sich jedoch die Baucheingeweide unmittelbar unterhalb des Leistenbandes und nicht im Bereich des eigentlichen Leistenkanals, entlang der großen blutversorgenden Gefäße für den Oberschenkel hindurchdrücken.

Verursacht ein Bruch Beschwerden, das heißt man merkt ein "Drücken" oder hat Schmerzen in der Bruchregion, muss der Bruch mit einer Operation behandelt werden. Ein Bruch bildet sich bei Erwachsenen nicht mehr zurück, sondern wird im Lauf der Zeit größer. Auch Sport kann nicht dazu beitragen, dass sich der Bruch zurückbildet oder nicht größer wird. In den großen Studien der letzten Jahre hat sich gezeigt, dass die Bruchversorgung mit Implantation eines nicht auflösbaren Kunststoffnetzes, welches ein Leben lang im Körper verbleibt, die sicherste Methode im Hinblick auf Langzeitergebnisse zu sein scheint. Sicher bedeutet, dass nur in wenigen Fällen Brüche erneut auftreten.

Wir bieten bei uns in der Klinik mehrere Verfahren zur Leisten-, bzw. Schenkelbruchoperation an. Das häufigste von uns angewendete Verfahren ist die Leistenbruchoperation in TAPP-Technik (transabdominal-präperitoneal). Bei diesem Verfahren handelt es sich um ein minimal-invasives laparoskopisches Verfahren, d.h. eine Bauchspiegelungsoperation. Wir benötigen hierzu drei kleine Schnitte, einen im Nabel und zwei Schnitte rechts und links neben dem Nabel, die alle ca. 0,5 – 1,0 cm groß sind. Von diesen Schnitten aus, führen wir unsere Arbeitsinstrumente in den Bauchraum ein, schneiden das Bauchfell in der Leistenregion auf, ziehen den Bruchsack in den Bauchraum zurück und decken die Lücke in der Bauchdecke mit einem in der Regel 10 x 15 cm großem Kunststoffnetz aus dem nicht-auflösbaren Material Polypropylen ab. Wir fixieren das Netz mit einem Gewebekleber. Für ca. zwei Drittel unserer Patienten kommt dieses Verfahren in Frage und ist besonders gut geeignet, wenn auf beiden Seiten Leistenbrüche vorliegen, denn von den drei Schnitten aus, können beide Leistenbrüche zeitgleich versorgt werden, ohne dass der Krankenhausaufenthalt verlängert wird, oder wesentlich mehr Beschwerden auftreten.

In der postoperativen Phase tritt meist 2-3 Tage nach der Operation eine Schwellung in der Leiste auf, die dadurch bedingt ist, dass sich im ehemaligen Bruchbereich Flüssigkeit sammelt. Diese Schwellung verhärtet sich und verschwindet in der Regel nach 4-6 Wochen von alleine wieder. In dieser Zeit stabilisiert sich Ihre Leistenregion vollständig.  Nach der Operation ist man meistens für 1-2 Wochen abgeschlagen, kann aber den normalen Alltag daheim bewältigen. In der Regel ist man bei leichter bis mittlerer körperlicher Arbeit für 1-2 Wochen arbeitsunfähig und kann danach seine Tätigkeit wieder aufnehmen. Bei schwerer körperlicher Belastung empfehlen wir eine Arbeitsunfähigkeit für 4 Wochen. Schmerzmittel werden meistens für 1-2 Wochen nach der Operation benötigt, wobei die Schmerzen auf einer Skala von 0-10 (0 – wenig, 10 – sehr viel Schmerz) um 2-3 ab dem ersten bzw. zweiten postoperativen Tag liegen, also gut erträglich sind.

Wenn ein minimal-invasives laparoskopisches Operationsverfahren, also eine Bauchspiegelungsoperation nicht in Frage kommt (z.B. nach offener Entfernung der Prostata, nach großen Blaseneingriffen oder bestimmten gefäßchirurgischen Eingriffen) empfehlen wir ein offenes Vorgehen – die Operation nach Lichtenstein, wobei über einen ca. 7 -8 cm großen Hautschnitt in der Leistenregion, die Bruchlücke von außen mit einem Kunststoffnetz verschlossen wird. Auch für diese Operation verwenden wir ein Kunststoffnetz aus dem nicht-auflösbaren Kunststoff Polypropylen. Die Langzeitergebnisse sind vergleichbar mit den Ergebnissen des Verfahrens in TAPP-Technik, der Hautschnitt ist jedoch im Vergleich zum Schlüssellochverfahren größer und oft sind die Beschwerden etwas stärker.

Postoperativ tritt insbesondere bei großen Brüchen, die bis in den Hoden reichen, häufig eine Schwellung auf, die dadurch bedingt ist, dass sich im ehemaligen Bruchbereich Flüssigkeit sammelt. Diese Schwellung verhärtet sich und verschwindet in der Regel nach 4-6 Wochen von alleine wieder. In dieser Zeit stabilisiert sich Ihre Leistenregion vollständig.

Nach der Operation ist man meistens für 1-2 Wochen abgeschlagen, kann aber den normalen Alltag daheim bewältigen. In der Regel ist man bei leichter bis mittlerer körperlicher Arbeit für 1-2 Wochen arbeitsunfähig und kann danach seine Tätigkeit wieder aufnehmen. Bei schwerer körperlicher Belastung empfehlen wir eine Arbeitsunfähigkeit für 4 Wochen. Schmerzmittel werden meistens für 1-2 Wochen nach der Operation benötigt, wobei die Schmerzen auf einer Skala von 0-10 (0 – wenig, 10 – sehr viel Schmerz) um 2-3 ab dem ersten bzw. zweiten postoperativen Tag liegen, also gut erträglich sind.

In seltenen Fällen ist zur Stabilisierung auch eine Netzimplantation in TIPP-Technik indiziert. Dieses Verfahren wird auch über einen Leistenschnitt vorgenommen und kombiniert die TAPP-Technik mit der Lichtenstein-Technik insofern, dass das Netz in die gleiche Schicht wie bei der TAPP-Technik implantiert wird, jedoch ein offener Zugang gewählt wird. Der postoperative Verlauf entspricht den zuvor genannten Verfahren.

Es gibt Patienten, bei denen die Standardverfahren aus bestimmten Gründen nicht angewendet werden können. Hier halten wir in unserem Hernienzentrum noch weitere Operationsverfahren, wie die alleineige Nahtstabilisierung, die Implantation von Bio-Netzen  oder Verfahren mit eigenen Muskellappenplastiken vor.

Der stationäre Aufenthalt für alle Leistenbruch-Operationen liegt im Normalfall, einschließlich des Operationstages bei 3 Tagen, d. h. Sie werden am Morgen der Operation, in der Regel gegen 7 Uhr stationär bei uns aufgenommen und verlassen am übernächsten Tag, bis 09.30 Uhr morgens die Klinik wieder.

In der Regel werden die Wunden mit auflösbarem Nahtmaterial verschlossen und mit Klammerpflastern gesichert. Wir kleben darüber ein Foilenpflaster, welches in der Regel 1 Woche lang nicht gewechselt wird und mit dem Sie duschen dürfen. Das Pflaster wird nach 1 Woche entfernt, was völlig schmerzfrei geschieht. Das Ziehen eines Fadens ist nicht mehr notwendig.

Nabelbrüche sind Schwachstellen der Bauchwand im Bereich des Nabels, dem ehemaligen Durchtritt der Nabelschnur durch die Bauchdecke. Wie bei Leistenbrüchen können sich Baucheingeweide vorwölben und einklemmen.

Verursacht ein Nabelbruch Beschwerden, das heißt man merkt ein "Drücken" oder hat Schmerzen in der Bruchregion, muss der Bruch mit einer Operation behandelt werden. Ein Bruch bildet sich wie beim Leistenbruch bei Erwachsenen nicht mehr zurück, sondern wird im Lauf der Zeit größer. Auch im Bereich des Nabels kann Sport nicht dazu beitragen, dass sich der Bruch zurückbildet oder nicht größer wird. In den großen Studien der letzten Jahre hat sich gezeigt, dass die Bruchversorgung mit Implantation eines nicht auflösbaren Kunststoffnetzes, welches ein Leben lang im Körper verbleibt, die sicherste Methode im Hinblick auf Langzeitergebnisse zu sein scheint. Sicher bedeutet, dass nur in wenigen Fällen Brüche erneut auftreten.

Wir operieren daher auch kleine Brüche, bei denen die Lücke in der Bauchdecke nur 2 cm groß ist, meistens operativ mit Einsatz eines Kunststoffnetzes Bei diesem Verfahren machen wir einen kleinen ca. 3-4 cm großen Schnitt im Nabel, der gerade vom Grund des Nabels nach oben verläuft. Später ist nur ein kleiner Teil des Schnittes sichtbar. Auch für diese Operation verwenden wir ein Kunststoffnetz aus dem nicht-auflösbaren Kunststoff Polypropylen.

Nach der Operation ist man meistens für 1-2 Wochen abgeschlagen, kann aber den normalen Alltag daheim bewältigen. In der Regel ist man bei leichter bis mittlerer körperlicher Arbeit für 1-2 Wochen arbeitsunfähig und kann danach seine Tätigkeit wieder aufnehmen. Bei schwerer körperlicher Belastung empfehlen wir eine Arbeitsunfähigkeit für 4 Wochen. Je nach Größe des Befundes raten wir für 4 Wochen eine Bauchbinde zur Linderung der postoperativen Beschwerden zu tragen. Die Bauchbinde kann jederzeit, insbesondere nachts abgelegt werden, wenn sie stört. Schmerzmittel werden meistens für 1-2 Wochen nach der Operation benötigt, wobei die Schmerzen auf einer Skala von 0-10 (0 – wenig, 10 – sehr viel Schmerz) um 2-3 ab dem ersten bzw. zweiten postoperativen Tag liegen, also gut erträglich sind.

(laparoskopisches IPOM= laparoskopische intraperitoneale onlay mesh Plastik)

Meistens ist es für übergewichtige Patienten besser, ein minimal-invasives (laparoskopisches) Operationsverfahren, also eine Bauchspiegelungsoperation (IPOM – intraperitoneale onlay mesh Technik anzuwenden. Hier wird über meist 3 kleine Schnitte und entsprechendes Arbeitsinstrumentarium ein spezielles Kunststoffnetz in die Bauchhöhle eingebracht und von innen an der Bauchdecke fixiert. Für diese Operation verwenden wir ein nicht-auflösbares Kunststoffnetz aus Polypropylen mit einer speziellen Beschichtung, die einen Kontakt mit dem Darm unmittelbar nach der Operation verhindert. Die Ergebnisse bezüglich Haltbarkeit und Kosmetik sind gut. Der postoperative Verlauf entspricht den zuvor genannten Verfahren.

Der stationäre Aufenthalt liegt im Normalfall, einschließlich des Operationstages bei 3-4 Tagen, d. h. Sie werden am Morgen der Operation, in der Regel gegen 7 Uhr stationär bei uns aufgenommen und verlassen am übernächsten Tag, bis 09.30 Uhr morgens die Klinik wieder.
In der postoperativen Phase tritt meist 2-3 Tage nach der Operation eine Schwellung im Operationsgebiet auf, die dadurch bedingt ist, dass sich im ehemaligen Bruchbereich Flüssigkeit sammelt. Dadurch senkt sich der Nabel dauerhaft erst nach ein paar Wochen, nachdem sich diese Schwellung verhärtet und dann in der Regel nach 4-6 Wochen von alleine wieder verschwindet.
Nach der Operation ist man meistens für 1-2 Wochen abgeschlagen, kann aber den normalen Alltag daheim bewältigen. In der Regel ist man bei leichter bis mittlerer körperlicher Arbeit für 1-2 Wochen arbeitsunfähig und kann danach seine Tätigkeit wieder aufnehmen. Bei schwerer körperlicher Belastung empfehlen wir eine Arbeitsunfähigkeit für 4 Wochen. Je nach Größe des Befundes raten wir für 4 Wochen eine Bauchbinde zur Linderung der postoperativen Beschwerden zu tragen. Die Bauchbinde kann jederzeit, insbesondere nachts abgelegt werden, wenn sie stört. Schmerzmittel werden meistens für 1-2 Wochen nach der Operation benötigt, wobei die Schmerzen auf einer Skala von 0-10 (0 – wenig, 10 – sehr viel Schmerz) um 2-3 ab dem ersten bzw. zweiten postoperativen Tag liegen, also gut erträglich sind.

Narbenbrüche sind Schwachstellen der Bauchwand im Bereich von Operationsnarben jeder Größe. Wie bei Leistenbrüchen und Nabelbrüchen können sich Baucheingeweide vorwölben und einklemmen. Verursacht ein Narbenbruch Beschwerden, das heißt man merkt ein "Drücken" oder hat Schmerzen in der Bruchregion, muss der Bruch mit einer Operation behandelt werden. Ein Bruch bildet sich nicht mehr zurück, sondern wird im Lauf der Zeit größer und muss operativ mittels Implantation eines Kunststoffnetzes, welches ein Leben lang im Körper verbleibt,  versorgt werden. Jahre hat sich gezeigt, dass die Bruchversorgung mit Implantation eines nicht auflösbaren Kunststoffnetzes, welches ein Leben lang im Körper verbleibt, die sicherste Methode im Hinblick auf Langzeitergebnisse zu sein scheint. Sicher bedeutet, dass nur in wenigen Fällen Brüche erneut auftreten. Wir verwenden in der Regel ein Kunststoffnetz aus nicht-auflösbarem Polypropylen oder Polyester.

(Sublay-Technik und offene IPOM =intraperitoneale onlay mesh Technik)

Bei der konventionellen Operation über einen Schnitt wird in der Regel die alte Narbe eröffnet, die Schichten der Bauchdecke werden freipräpariert und das Kunststoffnetz hinter die Bauchdeckenmuskulatur gelegt und dort fixiert (Sublay-Technik), alternativ wird das Netz in der Bauchhöhle hinter alle Schichten der Bauchdecke, auf das Bauchfell, gelegt und dort mit Nähten fixiert (offene IPOM =intraperitoneale onlay mesh Technik-Technik). Je nach Bruchgröße kann der stationäre Aufenthalt von 3-10 Tagen dauern, d. h. Sie werden am Morgen der Operation, in der Regel um 06.45 Uhr stationär bei uns aufgenommen und verlassen dann am übernächsten Tag, oder bis zum 10. Tag nach der Operation bis 09.30 Uhr morgens die Klinik wieder.
 
Nach der Operation ist man für 2-4 Wochen je nach Größe der OP abgeschlagen, kann aber den normalen Alltag daheim bewältigen. In der Regel ist man bei leichter bis mittlerer körperlicher Arbeit für 2-3 Wochen arbeitsunfähig und kann danach seine Tätigkeit wieder aufnehmen. Bei schwerer körperlicher Belastung empfehlen wir eine Arbeitsunfähigkeit für 4-6 Wochen, manchmal noch länger. Je nach Größe des Befundes raten wir für 4 Wochen eine Bauchbinde zur Linderung der postoperativen Beschwerden zu tragen. Die Bauchbinde kann jederzeit, insbesondere nachts abgelegt werden, wenn sie stört. Schmerzmittel werden meistens für 2 Wochen nach der Operation benötigt.
 

Bei größeren Zwerchfellbrüchen rutschen kleinere Magenanteile entweder mit oder neben der Speiseröhre durch die Lücke im Zwerchfell nach oben in den mittleren Brustraum hinter dem Brustbein. Häufig hat man dadurch Sodbrennen, ein Druckgefühl hinter dem Brustbein, oder Schmerzen, wenn große Teile des Magens in den Brustraum rutschen und einklemmen. In diesen Fällen kann es auch zu Blutungen im Bereich des Magens mit schleichendem Blutverlust kommen.
Sodbrennen bei kleinen Brüchen wird in der Regel mit Tabletten, sogenannten Protonenpumpenhemmern, behandelt und bedarf nicht zwingend einer Operation. Wenn jedoch schon beim Bücken oder Liegen sehr viel Mageninhalt zurückläuft, kann eine Operation sinnvoll sein, spätestens ist sie zwingend nötig, wenn große Magenanteile in den Brustraum gerutscht sind (upside-down Magen).

Vor der Operation führen wir mehrere Untersuchungen durch, zu denen eine Kontrastmitteluntersuchung der Speiseröhre und eine Druckmessung der Speiseröhre (Manometrie) gehören.

Wenn alle Untersuchungsergebnisse für den Erfolg einer Operation sprechen und keine Kontraindikationen bestehen, führen wir in der Regel eine laparoskopische Operation, also eine minimal-invasive Schlüssellochoperation, zum Verschluss des Zwerchfellbruches vor. Unser Standardvorgehen erfolgt in Vollnarkose. Über 5 kleine, ca. 1,0 cm große Schnitte im Oberbauch wird der Magen aus dem Bruch in den Bauchraum gezogen. Der obere Magenanteil aus seinen Verwachsungen gelöst und der Zwerchfellbruch mit einer nicht auflösbaren Naht verschlossen. Zur Sicherung wird zusätzlich eine Voll- oder nur 270 Grad-Magenmanschette um den unteren Teil der Speiseröhre, welcher nun im Bauchraum zu liegen kommt, gelegt. Dieses Verfahren nennt sich Hiatoplastik mit Fundoplikatio nach Nissen oder Toupet.
Nach der Operation ist das Schlucken zunächst ungewohnt, da der Durchtritt der Speisen nun nicht mehr durch einen breiten Bruch, sondern durch eine neu geschaffene, gewollte engere Übergangsstelle zwischen Speiseröhre und Magen, vorliegt. In den ersten Tagen darf zunächst nur getrunken werden, bis wir zur Kontrolle einen "Kontrastmittel-Schluck" vorgenommen haben mit dem wir Dichtigkeit und Durchgängigkeit der Speiseröhre prüfen. Danach erfolgt ein Kostaufbau bis zu passierter Kost, welche Sie für ca. 4 Wochen zu sich nehmen sollten, danach ist die normale Nahrungsaufnahme gestattet.

Der stationäre Aufenthalt bei uns, liegt in der Regel um die 5 Tage.
In der Regel werden die Wunden mit auflösbarem Nahtmaterial verschlossen und mit Klammerpflastern gesichert, die nach 1 Woche entfernt werden können, was völlig schmerzfrei geschieht. Das Ziehen eines Fadens ist nicht mehr notwendig.

So erreichen Sie uns

Kontakt

Dr. med. Katja Staade

Chefärztin der Klinik für Allgemein-und Viszeralchirurgie
Dr. med. Katja Staade

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(02051) 982-20 01