Patientenwissen

Konservative Behandlung durch Medikamente und Gehtraining

Konservative Behandlung durch Medikamente und Gehtraining

Hier erfahren Sie mehr über unsere Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten der verschiedenen Gefäßerkrankungen. Unser Ziel ist es das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und, wenn möglich, aufzuhalten.

Medikamente:

Es gibt derzeit kein Medikament, das in der Lage ist, Gefäßverkalkungen aufzulösen. Ziel jeder Medikamentenbehandlung ist es, das Fortschreiten der Veränderungen zu verlangsamen oder aufzuhalten.
An erster Stelle steht hierbei die medikamentöse Behandlung der Risikofaktoren:

  • Diabetes mellitus oder Zuckerkrankheit
  • Bluthochdruck
  • Fettstoffwechselstörung
  • Rauchen

Diese Basistherapie wird abhängig von ihrem persönlichen Risikoprofil von Ihrem Hausarzt eingeleitet und überwacht. 

Thrombozytenaggregationshemmer:

Alle Patienten, die unter Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) leiden, sollten blutverdünnende Medikamente einnehmen. Der bekannteste Wirkstoff ist die Acetylsalicylsäure, kurz ASS genannt. Dieses Medikament muss lebenslänglich eingenommen werden und sollte auch möglichst nicht pausiert werden.
Besonders nach Einbringen eines Stents kann vorübergehend ein zweiter Thrombozytenaggregationshemmer zusätzlich notwendig werden. Welche Medikamente als Kombination für Sie sinnvoll sind und wie lange Sie beide Medikamente gleichzeitig benötigen, besprechen wir mit Ihnen und Ihrem Hausarzt.

Prostaglandine:

In seltenen Fällen fortgeschrittenen Fällen kommt weder eine Gefäßoperation noch eine Stentimplantation in Frage. Eine Infusionsbehandlung mit Gewebshormonen, sogenannten Prostaglandinen, kann helfen, die kleinen Gefäße im Fuß weitzustellen und somit eine kritisch eingeschränkte Durchblutung zu verbessern.

Gehtraining:

Gemeinsam mit Krankengymnasten und Sporttherapeuten organisieren wir Gruppen von Patienten mit Schaufensterkrankheit, um durch spezielles Training die Gehstrecke zu verbessern.