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Stillberatung

Stillen – mehr als nur Ernährung für Ihr Baby

Stillen – mehr als nur Ernährung für Ihr Baby

Die natürlichste Sache der Welt ist nicht unbedingt die einfachste: Fast jede Mutter kennt die kleineren und größeren Schwierigkeiten beim Stillen, vor allem am Anfang.

Um den Einstieg in die Stillzeit so reibungslos wie möglich zu gestalten, steht Ihnen unser geschultes und qualifiziertes Team der Mutter-Kind-und der Neugeborenen-Station beratend zur Seite. Wir unterstützen Sie basierend auf unserem einheitlichen Stillkonzept, welches durch unsere zertifizierte Stillberaterin erststellt wurde und internationalen Empfehlungen entspricht. Ziel ist es, Sie in Ihrer Stillbeziehung so zu bestärken, dass Sie  selbstbeständig kleine Schwierigkeiten beheben können. Sollten Probleme auftreten, finden wir mit Ihnen zusammen eine Lösung für Sie und Ihr Baby. Bei Bedarf  leisten wir Hilfestellungen und unterstützen Sie aktiv.

Unsere leitende Hebamme Yvonne Rohde ist international zertifizierte Stillberaterin (IBCLC) mit langjähriger Berufserfahrung und hat das Stillkonzept unserer Klinik erstellt.  Sie unterstützt das Team der Mutter-Kind-Station auch weiterhin bei besonders schwierigen Fällen. Seit 2020 freuen wir uns über eine weitere zertifizierte Stillberaterin aus dem ärztlichen Team. 

Von Natur aus besitzt Muttermilch alle Nährstoffe in der richtigen Zusammensetzung und Temperatur. Besonders wertvoll für das Immunsystem und damit ein Infektionsschutz für das Baby ist das Kolostrum - die erste Milch. Auch das Allergierisiko bei gestillten Kindern ist deutlich geringer. Deshalb zählt jeder Tropfen Muttermilch, auch wenn Sie Ihr Baby nur für eine kurze Zeit lang stillen.

Sie als Mutter profitieren jedoch auch durch das Stillen. Die Gebärmutter bildet sich besser zurück, der Wochenfluss klingt schneller ab, die Schmerzempfindlichkeit sinkt.

Gemeinsam profitieren Sie und ihr Kind durch den Hautkontakt. Der Hautkontakt stärkt ihre Bindung zueinander, macht sie inniger und tiefer. Ein weiterer Vorteil für beide: Muttermilch ist immer verfügbar und kostet nichts!

Viele Frauen haben am Anfang großen Respekt vor dem Stillen und überfordern sich schnell. Auch der Perfektionismus steht oft im Vordergrund. Damit gerade der Anfang gut klappt, unterstützt Sie Yvonne Rohde, das Team der Ganzheitlichen Wochenbettstation und das Team der Neonatologie mit vielen Tipps und Anregungen zu Ihrem ganz persönlichen Start mit Ihrem Baby.

Aus eigenen Erfahrungen wissen wir, dass die ersten 14 Tage schwierig sein können: Es läuft nicht immer von Anfang an alles wie erhofft, es gibt Höhen und Tiefen die schnell überwunden sind. Beim zweiten Kind sind die meisten Frauen schon viel entspannter und wissen, was auf sie zukommt.

Viele Mütter fürchten, dass sie nicht genug Milch haben, diese Sorge ist fast immer unbegründet. Als Faustregel gilt: Wenn das Baby am sechsten Lebenstag 6 bis 8 nasse Windeln und 2 bis 4 Stuhlwindeln hat, bekommt es genug Milch und nimmt an Gewicht zu.

Die Vormilch - das mütterliche Gold

  • Kolostrum ist die erste Milch, die bereits in der Schwangerschaft in der Brust gebildet wird und bei Bedarf zur Verfügung steht.
  • Es ist dickflüssig, cremig, regt zum Saugen-Lernen an, ohne zu überfordern und ohne kindliches Verschlucken und regt die Darmperistaltik an.
  • Kolostrum enthält viel Eiweiß und Elektrolyte, Vitamine und eine angemessene Menge an Milchzucker.
  • Es trägt wesentlich zur Grundimmunisierung des Kindes bei (70% der Zellanteile/ml sind Immunzellen), ist Wachstumsgrundlage für eine gesunde Darmflora und enthält 50.000 pluripotente Stammzellen/ml.

Wie kann Kolostrum gewonnen werden? Was muss bei der Gewinnung beachtet werden? Wie soll das Kolostrum aufbewahrt werden? Wie kommt das Kolostrum in den Kreißsaal?

Diese und weitere Fragen beantworten wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch!

Da es bei Kindern diabetischer Mütter häufiger zu einer Unterzuckerung nach der Geburt kommen kann, ist in dieser Situation das umgehende Anlegen des Kindes an die Brust besonders wichtig. Da dies manchmal aber nicht ausreicht, empfehlen wir die Gewinnung der mütterlichen Vormilch (Kolostrum) bereits zum Ende der Schwangerschaft, um diese bei Bedarf dem Kind nach der Geburt füttern zu können. Das Kolostrum kann es problemlos ab der 37+0 SSW per Hand aus der Brust ausgestrichen werden. Dies führt nicht zu einer vorzeitigen Wehentätigkeit.

Unterstützung für stillende und nichtstillende Mütter: Storchencafé

Im Storchen Café der Elternschule, das an jedem Mittwoch im Monat von 09:30 bis 11.00 Uhr für Sie geöffnet hat (vorbehaltlich Änderungen durch Ferien oder Feiertage), laden wir Sie herzlich, auch nach Ihrem Klinikaufenthalt, ein.

Hier erhalten Sie weitere Hilfen und Tipps für Ihre Stillzeit und zur Ernährung ihres Kindes. Wir besprechen den Stillstart, Schwierigkeiten, die in der Stillzeit auftreten können, die Ernährung ihres Kindes wenn keine Muttermilch zur Verfügung steht, das Leben mit dem Neugeborenen, was für Mutter und Kind zu beachten ist bei einem Allergierisiko, wie Sie die Stillzeit beenden und vieles mehr.

Unser Team der Stillberatung lädt ganz bewusst auch die Frauen ein, die ihr Kind nicht stillen können oder möchten. Wir sind für alle Mütter da, die Rat zur Ernährung ihres Kindes benötigen.

Wir laden Sie alle herzlich in unser Storchen Café ein!

Zur Zeit als online Angebot via Zoom!

Zoom installieren und mit der Meeting-ID: 857 5094 1943 und dem Kenncode: 968712 beitreten und teilnehmen!

Wir sind für Sie da

Dr. med. Sabrina Winde

Oberärztin der Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Dr. med. Sabrina Winde

E-Mail

Telefon

(02051) 982-1701