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Die natürliche Geburt

Die natürliche Geburt

Die natürliche Geburt

Die Geburt – ein natürlicher Vorgang. Besetzt mit Vorfreude, Ängsten und Erwartungen. An dieser Stelle möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in den Ablauf einer natürlichen Geburt und der Abläufe in unserem Kreißsaal geben.

Bereits einige Wochen vor Ihrem errechneten Entbindungstermin kann es zu einem schmerzhaften Ziehen im Bauch kommen. Die Gebärmutter trainiert dann ein wenig für die bevorstehende Geburt. Dieses „Ziehen“ ist bei jeder Frau anders, mal über mehrere Stunden, mal nur hin und wieder, mal nur ganz leicht, mal wie eine schmerzhafte Monatsblutung. Manche Frauen haben auch gar keine Vor-Wehen. Alles ist normal.

Oft hören wir die Frage: „Merke ich denn, wenn es richtig losgeht?“ – „Ja, merken Sie“. Sobald die Wehenschmerzen Sie zu Pause in Ihrer Aktivität zwingen und Sie beginnen bewusst tief einzuatmen, kann es sein, dass es langsam losgeht. Wenn es Ihnen gut geht, können Sie ruhig noch etwas zu Hause abwarten, wie sich die Wehen entwickeln. Manchmal hören die Wehen auch einfach wieder auf.

Wenn die Schmerzen jedoch mehr werden, Sie unsicher sind oder ein Blasensprung auftritt, kommen Sie einfach in Ruhe zu uns in den Kreißsaal. Entgegen der veralteten Empfehlungen besteht bei einem Blasensprung kein Grund sich hinzulegen oder gar liegend in die Klinik gebracht zu werden, sofern das Kind in Schädellage liegt. Es ist dabei unerheblich wie hoch der Kopf dabei zuletzt getastet wurde.

Im Kreißsaal schreiben wir immer als erstes ein CTG, um uns zu vergewissern, dass es Ihrem Baby gut geht. Je nach Situation erfolgt dann eine vaginale Untersuchung, um die Öffnung des Muttermundes zu ertasten. Anschließend führen wir meistens noch eine Ultraschalluntersuchung durch, bei der wir Ihr Baby ausmessen und die Fruchtwassermenge beurteilen.

Im Falle eins „falschen Alarms“ gehen Sie anschließend einfach wieder nach Hause. Das ist gar nicht schlimm. Wenn die Wehen jedoch zunehmen, besprechen wir mit Ihnen anhand der erhobenen Befunde das weitere Vorgehen. Sollten die Wehenabstände groß sein oder der Muttermund noch weites gehend geschlossen, können Sie – sofern die Fruchtblase noch steht – auch noch einmal nach Hause gehen. Manchmal auch nur für einige Stunden. Wenn wir uns jedoch zusammen für eine stationäre Aufnahme entschieden haben, wird Ihnen als nächstes ein venöser Zugang gelegt und Blut abgenommen. Dann beziehen Sie zunächst Ihr Zimmer auf der Station und wir warten ab wie es weiter geht. Bei Bedarf können Sie jederzeit etwas gegen Schmerzen bekommen oder ein Bad nehmen.

Anders als es häufig in Filmen dargestellt wird, ist eine Geburt häufig eine „Tagesaufgabe“. Man unterscheidet 4 Phasen der Geburt. Die frühe Eröffnungsphase, auch Latenzphase genannt, ist die Zeit in der sich die Gebärmutter quasi „warm macht“ für die aktive Geburtsarbeit.

In dieser Zeit öffnet sich der Muttermund oft nur sehr langsam, so dass bei Wohlbefinden diese Phase auch im häuslichen Umfeld verbracht werden kann. Ab einer Muttermundsweite von ca. 5cm spricht man von der aktiven Eröffnungsphase.

In dieser Phase ändert sich häufig die Qualität der Wehen, sie werden effektiver und mitunter schmerzhafter. Es wird von einer Muttermundseröffnung von ca. 1cm alle 2 Stunden ausgegangen. Bei manchen Frauen kann es auch etwas langsamer oder schneller voran gehen. Bei 10cm ist der Muttermund vollständig eröffnet und es beginnt die Austrittsphase des Kindes.

In dieser Phase passiert der Kopf des Kindes die 3 Ebenen des mütterlichen Beckens und vollzieht dabei eine Drehbewegung. Auch diese Phase teilt man in eine Latenz- und eine aktive Phase. Das Ende der Austrittsphase ist durch das Mitpressen der Mutter gekennzeichnet, der die Geburt des Köpfchens folgt.

Die Austrittphase dauert zwischen 2 und 4 Stunden. Bei Mehrgebärenden sind die einzelnen Phasen in der Regel etwas kürzer. Ein Blasensprung kann zu jeder der Geburt Phase oder auch vor Beginn der Wehen auftreten, alles ist normal.

Da eine Geburt mitunter eine sehr langwierige Angelegenheit ist, ist es wichtig, dass sie sich wohl fühlen. Neben unserem Team, welches Sie empathisch unterstützt und Ihr Wohlbefinden im Blick hat, können auch Sie etwas für Ihr Wohlbefinden tun.

Bringen Sie jemanden mit in den Kreißsaal, der Sie unterstützt und Ihnen Sicherheit und Geborgenheit bietet, meistens ist dies natürlich ihr Partner. Tragen Sie bequeme Kleidung, in der sie sich gut bewegen können. Bewegung ist unter der Geburt äußerst wichtig und hilft Schmerzen erträglicher zu machen. Warme Socken und ein Haarband sind auch immer sehr nützlich.

Bringen Sie gerne Ihre eigene Musik mit, die Ihnen hilft zu entspannen. Sie dürfen während der Geburt je nach Gefühl jederzeit essen und trinken. Die Hauptmahlzeiten halten wir natürlich für Sie bereit, sie sollten dennoch etwas dabei haben, was Ihnen gut schmeckt und Energie spendet. Schaltet Sie ihre Handys auf stumm – ungeduldige Verwandte können warten, bis Sie nach der Geburt bereit sind sich zu melden.

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