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Operative Therapien bei Übergewicht

Operative Therapien bei Übergewicht

In vielen Fällen sind konservative Therapien nicht erfolgreich. Das interdisziplinäre Team im Zentrum für Adipositas- und Metabolische Chirurgie hilft Ihnen mit einer Operation Ihr Gewicht langfristig zu reduzieren und Ihre Begleiterkrankungen zu verbessern.

Bei krankhafter Adipositas und um Folgeerkrankungen zu behandeln, ist die beste und langfristig erfolgreichste Behandlung eine Kombination aus konservativer und operativer Therapie. Ernährungsumstellung, Bewegungssteigerung und ein verändertes Verhalten bilden die ersten Schritte und müssen langfristig beibehalten werden.

Wie wirkt Adipositas-Chirurgie

Mit Hilfe einer Operation kommt es über verschiedene Mechanismen zu einer langfristigen Gewichtsabnahme.

  • Restriktion: Die Verkleinerung der Magengröße führt zu einer Verringerung der Nahrungsaufnahme.
  • Malabsorption: Durch die Umgehung eines Teils des Dünndarms kommt es zu einer verringerten Aufnahme von Kalorien und Fetten.
  • Die chirurgische Veränderung des Verdauungstraktes führt zu einer Veränderung der hormonellen Hunger- und Sättigungsmechanismen.

Verschiedene chirurgische Maßnahmen

Das Adipositas-Team findet mit Ihnen die für Sie passende Therapieform. Alle operativen Eingriffe werden in der Regel minimal-invasiv/laparoskopisch („Schlüsselloch-Chirurgie“)  durchgeführt. Dadurch erholen Sie sich schneller nach der Operation.

Bei diesem Verfahren wird ein Großteil des Magens entfernt. Es bleibt nur noch ein schlauchförmiger Magen entlang der kleinen Magenkurve erhalten. Dadurch können nur noch kleine Portionen Nahrung aufgenommen werden, hormonelle Veränderungen führen zusätzlich zu einer Veränderung des Hunger- und Sättigungsgefühls. Die Schlauchmagen-Operation ist der aktuell am häufigsten durchgeführte adipositaschirurgische Eingriff.

Die Magenverkleinerung wird kombiniert mit einer teilweisen Umgehung des Dünndarms, Nahrung und Verdauungssekrete werden zunächst getrennt voneinander transportiert und dann zusammengeführt. Dadurch wird weniger Nahrung verdaut.

Der Magen wird mit einer Silikonband in einen kleinen Vormagen und in einen Restmagen unterteilt. Der Durchgang zwischen beiden wird eingeengt, so dass die Speise zunächst im Vormagen verbleibt und ein schnelleres Sättigungsgefühl auslöst. Dieses Verfahren wird heutzutage immer seltener angewandt.

Bild-Quelle: Adipositas und Metabolische Chirurgie, Springer Verlag 2017, Ordemann/Elbelt