Vorsorge kann Leben retten: Krankenkassen zahlen einmalig Screening der Bauchschlagader
Pressemitteilung

Vorsorge kann Leben retten: Krankenkassen zahlen einmalig Screening der Bauchschlagader

München

Eine Ultraschalluntersuchung kann helfen, Bauchaorten-Aneurysmen frühzeitig zu erkennen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen seit diesem Jahr für Menschen ab dem 65. Lebensjahr die Kosten für ein einmaliges Screening der Bauchschlagader.

Bauchaorten-Aneurysmen sind krankhafte Erweiterungen der Bauchschlagader. Sie bleiben oft unbemerkt, weil Betroffene zunächst keine Beschwerden haben. Wird das Aneurysma größer, droht es zu reißen – für Betroffene kann das lebensbedrohlich sein. Mit einer Vorsorgeuntersuchung wie einem Ultraschall-Sreening lassen sich Aneurysmen frühzeitig erkennen. Während Frauen ein geringeres Risiko haben, sind Männer besonders gefährdet. Menschen ab dem 65. Lebensjahr sind besonders betroffen. Für diese Altersgruppe zahlen die gesetzlichen Krankenkassen neu seit diesem Jahr einmalig das Screening.

Chefarzt rät zu Screening

Dr. Reza Ghotbi rät zu dieser Vorsorgeuntersuchung. Er ist Chefarzt für Gefäßchirurgie am Helios Klinikum München West, das in der Focus-Klinikliste 2018 als „Top Nationales Krankenhaus“ im Bereich Gefäßchirurgie ausgezeichnet wurde. Bei dem Screening wird der Bauch abgetastet und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt – kurz, schmerzlos und strahlenfrei. „Aneurysmen mit einem noch kleinen Durchmesser sollten regelmäßig kontrolliert werden. Ab einem Durchmesser von fünf Zentimetern steigt die Gefahr, dass sie platzen. Das Komplikationsrisiko bei einer geplanten Operation ist zehnmal geringer als im Notfall“, erklärt der Gefäßspezialist.

Operationsverfahren bei Bauchaorten-Aneurysma

Zur Behandlung von Bauchaorten-Aneurysmen gibt es zwei Verfahren: Bei einer konventionellen Operation wird per Bauchschnitt der erkrankte Teil der Schlagader entfernt und mit einer Gefäßprothese ersetzt. Bei dem zweiten endovaskulären Verfahren wird über die Leistenschlagader eine sogenannte Stent-Prothese eingesetzt. Da die Bauchhöhle dabei nicht geöffnet wird, ist der Eingriff schonender. In einigen Fällen muss aber nachbehandelt werden, etwa wenn sich der Stent verschoben hat. „Heute stehen uns eine Reihe von modernen Stent-Prothesen und modernste Operationstechnik zu Verfügung, sodass wir rund 85 Prozent aller Aneurysmen sehr schonend und sicher auf dieser Weise behandeln können. Auch hier gilt aber, in jedem einzelnen Fall genau zu prüfen, ob eine Stent-Prothese in Frage kommt“, sagt Ghotbi.

Aortachirurgie ist Zentrumschirurgie

Daher sei es ratsam, sich in einem spezialisierten Zentrum behandeln zu lassen, so Ghotbi. So arbeiten etwa im „Helios Aortenzentrum Süd“ Gefäßspezialisten aller bayerischen und baden-württembergischen Helios-Kliniken sowie zehn weitere oberbayerische Kliniken bei der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen der Aorta zusammen. Die Häuser sind untereinander mit modernster IT-Technik vernetzt. So kann jederzeit ein kollegialer Expertenrat eingeholt werden: „Wir besprechen einzelne Fälle und können uns mittels Videokonferenz austauschen. Auf diese Weise können wir sehr schnell entscheiden, mit welcher Behandlungsmethode und in welcher Klinik ein Patient optimal versorgt werden kann“, erklärt Ghotbi, der zugleich Fachlicher Leiter des Aortenzentrums ist. Die klinikübergreifende Zusammenarbeit bietet ein optimales Behandlungskonzept. Für die Patienten bedeutet die Vernetzung Sicherheit und höchste medizinische Qualität.

Das Helios Klinikum München West in ein moderner Schwerpunktversorger mit 400 Betten im Stadtteil Pasing. Die 17 Fachabteilungen und Sektionen mit ihren insgesamt rund 950 Mitarbeitern versorgen jährlich etwa 20.000 Menschen stationär sowie weitere 26.000 ambulant. Die Helios Klinik München Perlach ist ein Haus der Grund- und Regelversorgung mit 170 Betten. Hier versorgen sieben Fachabteilungen jedes Jahr rund 7.000 Patienten stationär sowie weitere 13.000 ambulant.Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und in Spanien (Quirónsalud). Rund 17 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2017 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 8,7 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 111 Akut- und Rehabilitationskliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 17 Präventionszentren und 12 Pflegeeinrichtungen. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon vier Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 74.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund  6,1 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt in Spanien 45 Kliniken, 55 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 11,6 Millionen Patienten behandelt, davon  11,2 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 32.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Spanien gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

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Marten Deseyve

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