Logopädie - Hör-, Stimm-, Sprach- und Schlucktherapie

Logopädie - Hör-, Stimm-, Sprach- und Schlucktherapie

Die logopädische Abteilung am Helios Klinikum München West beinhaltet die Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und Prävention von vielen verschiedenen Beeinträchtigungen und Krankheiten, die in den Funktionsbereichen Schlucken, Sprache, Sprechen, Stimme und Atmung oder Hören auftreten können.

Kontakt

Bei Bedarf und nach ärztlicher Verordnung behandeln Sie unsere Logopäden sowohl stationär als auch in unserer hauseigenen logopädischen Ambulanz. Die individuellen Ziele und persönlichen Bedürfnisse der Patienten stehen dabei im Mittelpunkt.

Erreichbarkeit

Die ambulante logopädische Therapie wird vom Arzt verordnet und von den Krankenkassen bezahlt. Termine werden nach telefonischer Vereinbarung oder per E-Mail vergeben:

Telefon

T (089) 88 92-2323

Erreichbarkeit per E-Mail:

Leistungen Logopädie – Hör-, Stimm-, Sprach-/Sprech- und Schlucktherapie

Hören und Verstehen

Mit unseren Ohren empfangen wir - neben vielen weiteren Höreindrücken wie z.B. Umweltgeräuschen oder wichtigen Warnsignalen - auch den Sprachschall unseres Gesprächspartners. Hören, zuhören, verstehen zu können sind wesentlich für eine erfolgreiche lautsprachliche Kommunikation und somit soziale Interaktion im Privat- und Geschäftsleben. Manche Menschen leiden unter einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit und unter einem damit häufig verbundenen sozialen Rückzug oder beruflichen Nachteilen. Ein Cochlea-Implantat (CI) ermöglicht selbst ertaubten Menschen, wieder ganz neu hören und verstehen zu lernen, eine aktive Teilhabe am sozialen Leben wird wieder möglich oder bleibt erhalten.
Die Logopädie im Helios Klinikum München West ist unmittelbar an das hörzentrum bayern angebunden und ist auf das Hörsprachtraining bei CI spezialisiert. Wir bieten sowohl die Nachsorge als auch eine ambulante Rehabilitation an.

Schlucken

Täglich befördern wir viele Male Essen, Trinken oder Speichel vom Mund über den Rachen in den Magen. Zum Glück müssen wir dabei nicht darüber nach-denken, dass u.a. rund 50 Muskelpaare und fünf Hirnnerven für einen sicheren Schluckvorgang sorgen. Durch Erkrankungen der am Schlucken beteiligten Organe oder des Gehirns kann Schlucken zur Gefahr werden, wenn z.B. Nahrung unbeabsichtigt in die Luftröhre gerät. Wir untersuchen und behandeln:

  • Neurogene Dysphagie (z.B. Schluckstörung nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, bei Multipler Sklerose, Morbus Parkinson)
  • Peripher-organische Dysphagie (z.B. Schluckstörungen, die durch krankhafte Veränderungen, Operationen oder Bestrahlung im Bereich der Schluckorgane entstehen)
  • Presbyphagie (Schluckstörung des Alters, z. B. bei Demenz)

Wir führen die FEES (Videoendoskopische Schluckuntersuchung) durch, sie können sich dafür in unserer Schluckambulanz anmelden.

Sprache

Jeder Mensch benötigt Sprache, um Gedanken oder Gefühle zu kommunizieren. Ein Kind erwirbt seine Muttersprache meist „wie von selbst“. Manchmal kann es jedoch zu Schwierigkeiten beim Spracherwerb kommen. Erwachsene können durch Erkrankungen wie einen Schlaganfall oder Hirntumor ihre Sprache verlieren oder vorübergehend z.B. Wortfindungsstörungen erleiden.

Wir untersuchen und behandeln:

  • Sprachstörungen bei Erwachsenen (Aphasie, Kognitive Dysphasie)
  • Sprachstörungen bei Kindern (z.B. Sprachentwicklungsstörung, Dysgrammatismus)

Sprechen

Damit wir unsere Worte verständlich hervorbringen können, ist ein komplexes Zusammenspiel unserer Atem-, Stimm- und Artikulationsorgane erforderlich. Treten z.B. Lähmungen oder Erkrankungen im Bereich der Zunge, Lippen, des Gaumensegels auf oder wird die Koordination der Sprechbewegungen gestört, kann das Sprechen z.B. verwaschen, fehlerhaft oder sogar unverständlich klingen. Wir untersuchen und behandeln:

  • Dysarthrophonie, Dysarthrie (Stimm- und Sprechstörung nach Schädigung des Gehirns,
    z. B. durch Schlaganfall)
  • Sprechapraxie (Sprech- und Sprachstörung nach Schädigung des Gehirns)
  • Fazialisparese / faziale Parese (Gesichtslähmung durch Schädigung des Gesichtsnervs/ nach Schädigung des Gehirns
  • Dysglossie (Sprechstörungen infolge Verände- rungen der Sprechorgane)
  • Dyslalie (Lispeln)

Stimme

Die Stimme ist wie eine Visitenkarte des Menschen. An der Stimme werden wir (wieder-) erkannt, sie gibt Hinweise auf Geschlecht, Alter und verrät auch etwas über die Stimmung (z.B. fröhlich/traurig) oder Persönlichkeit des Sprechers. Ist die Stimme gestört, also z.B. heiser, krächzend oder behaucht, hat dies Einfluss darauf, wie wir auf andere wirken. Wir untersuchen und behandeln:

  • Funktionelle Dysphonie (Stimm- und Kommunikationsstörung z.B. durch Fehlgebrauch der Stimme
  • Psychogene Dysphonie (Stimmstörung in Verbindung mit psychischer Belastung)
  • Organische Dysphonie (Stimmstörung infolge organischer Veränderungen der Stimme (z.B. Knötchen, Stimmlippenlähmungen) oder nach Operationen im Bereich der Stimme
  • Laryngektomie (Entfernung des Kehlkopfes)
  • Dysodie (Störungen der Sängerstimme)

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