Osteoporose: Hilfe bei Knochenschwund

Osteoporose: Hilfe bei Knochenschwund © Foto: horillaz@Photo3D von Adobe Stock

Wir unterstützen Sie bei Osteoporose: Unsere Experten sind auf die Diagnostik und Behandlung der Knochenkrankheit spezialisiert.

Wenn die Knochen brüchig werden

Heimtückische Krankheit: Osteoporose verläuft anfangs oft ohne Symptome. Eine körperliche Anamnese ist deshalb wichtig. (© Adobe Stock/agenturfotografin)

Knochen stützen den menschlichen Körper. Zugleich schützen sie unsere inneren Organe. Darüber hinaus sorgen sie gemeinsam mit Muskeln, Bändern, Sehnen und Gelenken dafür, dass wir uns bewegen können.
Bei Osteoporose verlieren die Betroffenen jedoch an Knochenmasse. Das führt zu einer schlechteren Innenarchitektur der Knochen – die Struktur wird instabiler. Deshalb bringt die Krankheit ein hohes Risiko für Knochenbrüche mit sich.

Besonders heimtückisch ist, dass die Krankheit ohne sichtbare Anzeichen beginnt. Doch die Knochen der Betroffenen brechen schon bei kleinen Unfällen und Belastungen.
Sehr häufig sind dabei Schenkelhals- und Unterarmbrüche bei harmlosen Stürzen. Sogar Hustenanfälle können zu gebrochenen Rippen führen. Ebenso können Wirbelkörperbrüche beim Bücken oder Heben vorkommen.
Um Klarheit zu schaffen, hilft schließlich nur eine Messung der Knochendichte.

Wenn bereits Knochenbrüche eingetreten sind, leiden die Betroffenen unter Schmerzen. Dazu sind sie auch in ihrer Bewegung eingeschränkt.

Mögliche Ursachen bzw. Gründe für eine Osteoporose:

  1. Mangel an Hormonen

    Oft sind Frauen in den Wechseljahren betroffen. Auch ein verzögerter Einsatz der Pubertät bei Mädchen wirkt sich negativ auf den Östrogenspiegel aus. Das Gleiche gilt, wenn die Eierstöcke oder die Gebärmutter entfernt werden.

  2. Genetische Veranlagung

    Wenn zu wenige Knochenbälkchen gebildet werden, ist die Entwicklung des Knochens gestört. Das kann eine Osteoporose begünstigen.

  3. Geschlecht

    Beim weiblichen Geschlecht nimmt die Dichte der Knochen nach den Wechseljahren ab, da der Östrogenspiegel sinkt. Jede zweite Frau über 50 Jahren ist deshalb betroffen.

  4. Alter

    Das Risiko für eine Osteoporose steigt mit dem Alter. Mit etwa 30 Jahren hat jeder Mensch seine maximale Knochenmasse aufgebaut. Diese geht jedoch etwa ab dem 40. Lebensjahr allmählich wieder verloren.

  5. Lebensstil und Ernährung

    Auch der individuelle Lebensstil spielt eine Rolle. Ein Mangel an Bewegung, schlechte Ernährung und Untergewicht begünstigen eine Osteoporose. Auch Rauchen und übermäßiger Konsum von Alkohol wirken sich negativ aus.

  6. Einnahme von Medikamenten

    Einige Medikamente können die Substanz der Knochen beeinflussen. Das gilt zum Beispiel für Cortison. Ähnliches gilt für Tabletten zur Therapie von Epilepsie, zur Vorbeugung von Thrombosen und bei Hautkrankheiten.

  7. Entzündliche Erkrankungen

    Entzündliche Krankheiten erhöhen langfristig das Risiko für Osteoporose. Das gilt zum Beispiel für rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Lupus oder Morbus Crohn.

  8. Hormonelle Erkrankungen

    Das Risiko für Knochenschwund wird auch durch hormonelle Störungen erhöht. Beispiele sind etwa Unterfunktionen der Geschlechtsdrüsen oder der Schilddrüse, ebenso eine Überfunktion der Nebennierenrinde. Auch Diabetes und das Cushing-Syndrom begünstigen Osteoporose.

Osteoporose – Diagnostik

Wenn typische Knochenbrüche auftreten, ist zunächst eine ausführliche körperliche Anamnese wichtig. Dabei muss auch die Vorgeschichte des Patienten beachtet werden.
Dann folgt eine Messung der Knochendichte. Dies geschieht mittels minimaler Röntgenstrahlung.
Zusätzlich werden Blut und Urin im Labor untersucht.
So lassen sich die Ursachen für die Osteoporose bestimmen.

 

Osteoporose – Therapie

Zur Vorbeugung ist es wichtig, dass Betroffene ausreichend mit Kalzium und Vitamin D versorgt sind. Außerdem ist es sinnvoll, Medikamente gegen Osteoporose einzunehmen. So kann der Abbau der Knochen reduziert werden.
Darüber hinaus lassen sich die Dichte und Stabilität der Knochen verbessern, indem die Muskeln durch gezieltes Training aufgebaut werden.
In den ersten drei Monaten nach einem Bruch ist zudem eine Schmerztherapie nötig. Um die Knochen zu stabilisieren, werden manchmal auch chirurgische und orthopädische Maßnahmen eingesetzt.

Wir arbeiten interdisziplinär

Unsere Patienten der Endokrinologie werden gemeinsam mit anderen Fachbereichen weiter behandelt.