„Es ist vor allem große Dankbarkeit, die einem entgegengebracht wird“

Seit 16 Jahren ist Anja in der Helios Klinik München Perlach tätig. Was die gebürtige Dresdnerin nach Perlach gezogen hat und wie sie dort ihren Tag als Bereichsleiterin verbringt? Lasst es euch von ihr erzählen.

Bitte beschreibe kurz deinen beruflichen Werdegang!

2000 bin ich von Dresden nach München gezogen, um mich hier als Krankenschwester ausbilden zu lassen. Nach meiner Ausbildung habe ich zuerst ein Jahr auf der Inneren, dann auf der chirurgischen Abteilung gearbeitet. Im Anschluss habe ich dann den Praxis- und Leitungskurs abgeschlossen und bin Stationsleiterin geworden. Bis ich Anfang dieses Jahres die Bereichsleitung übernommen habe.

 

Zur Person

Anja Schütten ist 38 Jahre alt und Bereichsleiterin zweier interdisziplinärer Stationen der Helios Klinik München Perlach.   

Du arbeitest also schon fast 20 Jahre in der Helios Klinik München Perlach. Was gefällt dir hier so gut?

Perlach ist mit 150 Betten ein eher kleines Krankenhaus. Hier kennt jeder jeden und es herrscht eine richtig persönliche und familiäre Atmosphäre. Ich habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt und so geht es mir auch heute noch.

Gibt es denn noch Weggefährten, die gleichzeitig mit dir angefangen haben?

Ja! Achim Krämer, der die Intensivmedizinische Abteilung pflegerisch leitet und Cornelia Juretzki – mit ihr habe ich gemeinsam die Ausbildung gemacht.

 

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Zum einen erlebe ich den ganz normalen Arbeitsalltag einer Krankenschwester und arbeite aktiv in der Pflege am Patientenbett. Zum anderen habe ich Bürotage, an denen ich den Dienstplan für meine Abteilung erstelle, mich um die Belange meiner Mitarbeiter wie Fortbildungswünsche oder Mitarbeitergespräche kümmere oder Audits wie beispielsweise die Medikamentenschrankkontrolle vorbereite und begleite.

Was begeistert dich am meisten an deiner Arbeit?

Meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich, da ich mich um Patienten der Inneren Medizin und der Chirurgie kümmere. Das liegt daran, dass ich zwei interdisziplinäre Stationen als Bereichsleiterin betreue, somit in allen Abteilungen integriert bin und ich diese stationsübergreifend steuere.

Was braucht eine gute Pflegekraft?

Eine gute Pflegekraft sollte vor allem Empathie und Freude am Umgang mit Menschen haben. Aber auch Teamarbeit ist eine wichtige Komponente in der Pflege, denn nur gemeinsam können wir die Patienten bestmöglich versorgen. Zusätzlich ist eine gewisse Flexibilität hilfreich, die die Arbeit einfach aufgrund des Schichtdiensts verlangt.

Wie werden Pflegekräfte von den Patienten wahrgenommen?

Von Patienten und dessen Angehörigen bekommen die Pflegekräfte auf jeden Fall eine große Anerkennung. Es ist vor allem Dankbarkeit, die einem entgegengebracht wird, da man die Menschen in Ausnahmesituationen unterstützt.