Darum wechseln die Symptome bei Heuschnupfen
Laufende Nase, tränende Augen, kratzender Hals

Darum wechseln die Symptome bei Heuschnupfen

Manchmal läuft die Nase, ein anderes Mal tränen und jucken die Augen oder der Hals kratzt: Die Symptome bei Heuschnupfen haben viele Gesichter. Warum sie wechseln, weiß Maria-Teresa Bernal, Betriebsärztin der Helios Klinik München Perlach.

Viele von Heuschnupfen geplagte kennen das: Mal läuft die Nase, mal jucken oder tränen die Augen. Dann wieder kratzt der Hals. Warum das so ist, erklärt Maria-Teresa Bernal, Betriebsärztin der Helios Kliniken in Perlach, Pasing und Dachau, im Interview mit der Münchner tz:

Warum ändern sich die Beschwerden?
Maria-Teresa Bernal: Das liegt daran, dass sich die Umweltbedingungen ständig ändern. Es geht nicht allein darum, wie viele und welche Pollen unterwegs sind. Es hängt auch mit der Luftfeuchtigkeit, mit der Ozon- sowie der Feinstaubbelastung zusammen. Wie stark ist der Wind? All das kann von einer auf die andere Stunde wechseln und reizt die Schleimhäute auf verschiedene Arten.


Was empfehlen Sie jetzt als Soforthilfe?
Bernal: Prinzipiell sollte jeder testen lassen, worauf er allergisch reagiert. Dann kann man sich im Internet und mit Apps informieren, was gerade blüht. Ich rate, Belastung vermeiden oder so gering wie möglich halten. Also bei starkem Pollenflug die Fenster schließen, vor dem Schlafen gehen duschen und Haare waschen, um Pollen nicht mit ins Bett zu nehmen. Auf längere Spaziergänge verzichten. In der Apotheke gibt es gute rezeptfreie Antihistaminika, auch als Sprays. Auch Spülungen für Nasen und Augen ohne extra Wirkstoff helfen, weil sie die Pollen wegwaschen. Sehr wichtig: Leben Sie gesund, und rauchen Sie nicht! Es gibt übrigens auch gute Nachrichten.

Welche denn?
Bernal: Je älter man wird, desto weniger ausgeprägt ist die Pollenenergie. Und Symptome zu haben, bedeutet auch, dass Ihr Immunsystem sehr stark ist und gut arbeitet. Das ist das Positive daran.

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