Durchblutungsstörungen

Durchblutungsstörungen

Jeder Dritte über 40-jährige Deutsche leidet an Durchblutungsstörungen. Diese Erkrankung verursacht nicht nur Schmerzen und schränkt das Alltagsleben ein, sie kann auch zu chronischen Wunden und unbehandelt zum Verlust von Gliedmaßen führen. In unserer Klinik bieten wir Ihnen umfassende Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.

Durch Kalkablagerung in der Arterienwand entstehen zunehmende Engstellen, die bis zu einem kompletten Verschluss der Arterie führen können. Die Hauptursachen für die sogenannte Arteriosklerose sind Bluthochdruck, Rauchen, Bewegungsmangel, Diabetes mellitus, Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen. Je nachdem, in welcher Gefäßregion sich die Verengungen oder Verschlüsse entwickeln, bilden sich bestimmte Symptome aus. Eine der häufigsten Folgeerkrankung ist die sogenannte Schaufensterkrankheit (Claudicatio intermittens): Bereits bei geringer Belastung, wie beispielsweise beim Gehen, oder Treppensteigen sind die Muskeln in den Beinen aufgrund von Verengungen nur noch unzureichend mit Blut versorgt. Es treten belastungsabhängig Schmerzen in der betroffenen Region auf.

Welche Behandlung für Sie die Richtige ist, hängt vom jeweiligen Stadium der Durchblutungsstörung und Ihren individuellen Bedürfnissen ab.

Zum einen versuchen unsere Ärzte, die Hauptursachen für die Erkrankung zu verringern. Bei geringerer Symptomschwere kann mit einem gesünderen Lebensstil, wie beispielsweise durch Nikotinverzicht und regelmäßiger körperlicher Aktivität, die Durchblutung verbessert werden.

Wenn die konservative Therapie nicht ausreicht, kommen Katheterverfahren zum Einsatz. Dabei öffnen die Ärzte durch eine einfache Punktion der Arterie das verengte oder verschlossene Gefäßsegment. Dann dehnen sie mit einem Ballon die betroffenen Gefäßabschnitte auf. Manchmal ist es auch notwendig, einen Stent (ein entfaltbares röhrenförmiges Metallgitter) in die erkrankte Schlagader einzubringen, um das Gefäß offen zu halten. Diese Form der Gefäßausdehnung hat sich vor allem in den größeren Arterien des Beckens gut bewährt. Die Behandlung ist schonend und ersetzt in vielen Fällen eine Operation.

Unsere Ärzte bieten auch alle operativen Verfahren an, die zum Teil mit den modernen Kathetertechniken kombinierbar sind.

Kalkausschälung: Bei dieser Operationsmethode öffnen die Gefäßchirurgen die Arterie, um die Verkalkungen zu entfernen und gegebenenfalls mit einem sogenannten Patch zu rekonstruieren.

Bypass: Hierbei wird die verschlossene Gefäßstrecke mit einer Umleitung umgangen. Dabei schließen unsere Ärzte das Gefäßgebiet jenseits des Verschlusses durch den Bypass wieder an den Blutkreislauf an.