Dieser Eingriff wird seit den sechziger Jahren in der Adipositas-Chirurgie angewendet und ist bisher das häufigste Verfahren weltweit. Seit 1994 wird eine Magenbypass-Operation mittels Bauchdeckenspiegelung (Laparoskopie) durchgeführt. Bei der Operation wird der Magen im oberen Drittel durchtrennt, mit dem Dünndarm verbunden und die Verdauungsstrecke verkürzt.

Durch diese anatomische Veränderung werden sowohl das Hungergefühl als auch das Nahrungsvolumen und die funktionelle Aufnahmefläche des Darmes verringert. Zusätzlich zu dem gewichtsreduzierenden Effekt wird der Typ-2-Diabetes frühzeitig auch schon ohne Gewichtsverlust durch den Magenbypass verbessert.

Die orale Antidiabetikagabe oder Insulinsubstitution kann bereits nach wenigen Tagen reduziert oder beendet werden, vor allem wenn der Diabetes nicht länger als fünf Jahre besteht. Der Magenbypass ist ein Verfahren mit einer sehr gut nachgewiesenen Langzeitwirkung.