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Mit dem Frühling kommen die Zecken

Mit dem Frühling kommen die Zecken

Müllheim

Wenn die Temperaturen steigen, kriechen Zecken aus dem Winterquartier und übertragen mit ihrem Biss teils gefährliche Krankheiten. Das Markgräflerland gehört, wie ganz Baden-Württemberg, zu den Risikogebieten für eine FSME-Infektion. Mit der richtigen Entfernung des Blutsaugers, einer Impfung gegen FMSE und der rechtzeigen Behandlung kann man sich aber gut schützen.

Während Zecken Blut saugen, können sie hierzulande vor allem Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME-Viruserkrankung) und der bakteriellen Erkrankung Borreliose übertragen. Letztere ist europaweit die häufigste Zecken-übertragene Erkrankung. Sie zeigt sich bei mehr als 80% der infizierten Personen an der Haut als sogenannte Wanderröte, gelegentlich entwickeln sich aber auch heftigste Nervenschmerzen und Lähmungen oder Gelenkbeschwerden. Eine rechtzeitige Behandlung mit Antibiotika ist in über 90% der Fälle erfolgreich.

Seltener ist die FSME (Gehirnentzündung), die vorübergehend oder dauerhaft zu Lähmungen, Krampfanfällen, Gleichgewichts- oder Sprachstörungen führen kann. 2017 erkrankten laut Robert-Koch-Institut deutschlandweit rund 480 Menschen daran, das ist die zweithöchste je registrierte Zahl. Von einem Trend sei dennoch nicht zu sprechen, weil die Zahlen von Jahr zu Jahr großen Schwankungen unterlägen. Die überwiegende Mehrheit der rund 480 Infektionen trat in Bayern und Baden-Württemberg auf. Das Erkrankungsrisiko steigt ab einem Alter von 40 Jahren deutlich an.

Lange Kleidung ist der beste Schutz

Die Übertragung von FSME-Viren erfolgt innerhalb der ersten Stunden über den Speichel der Zecke, Borrelien hingegen gelangen oft erst über 12 Stunden nach dem Zeckenstich aus dem Darm des Tieres in den Menschen. Deshalb ist es wichtig, dass Zecken sofort entfernt werden. „Bei Freizeitaktivitäten in der Natur schützen lange Kleidung und eine Kopfbedeckung am wirksamsten vor Zeckenbefall und seinen möglichen Folgen“ betont Dr. med. Thomas Truschel. Vor der FSME kann man sich zusätzlich durch eine Impfung sehr gut schützen. „Sie ist in unserer Region für Menschen empfehlenswert, die sich viel in der freien Natur aufhalten, wie Jogger, Radfahrer, Angler und Förster. Kinder können ab dem zweiten Lebensjahr ebenfalls geimpft werden“, erklärt der Chefarzt für Innere Medizin. „Damit wir gegen das Virus immun werden, sind drei Impfungen notwendig. Je nach Alter ist nach drei oder fünf Jahren eine Auffrischung angezeigt.“

Der Begriff "Zeckenimpfung" ist allerdings missverständlich, da die Impfung gegen FSME keinen allgemeinen Schutz vor jeglichen Folgen eines Zeckenbisses bietet und insbesondere nicht vor einer Borreliose schützt.

Zeckenentfernung – so geht es richtig

Um das Übertragungsrisiko zu minimieren, muss die Zecke sofort und restlos entfernt werden. Am besten geht das mit speziellen Zeckenpinzetten oder Zeckenkarten, mit denen die Tiere hautnah an ihren Mundwerkzeugen gerade herausgezogen werden können. Dabei darf weder der vollgesogene Körper gedrückt, noch die Zecke herausgedreht oder gar mit Öl oder Klebstoff beträufelt werden. Denn dadurch steigt das Infektionsrisiko. Sobald die Zecke entfernt ist, sollte die Einstichstelle mit einem Wunddesinfektionsmittel gereinigt werden. Anschließend sollten Betroffene den Stich auf jeden Fall für sechs Wochen beobachten. Nur so lässt sich die Wanderröte als Folge eines Zeckenstichs erkennen. Auch wenn ein bis zwei Wochen nach dem Biss grippeähnliche Symptome auftreten, ist es wichtig, einen Arzt hinzuzuziehen.

 

Die Kliniken Breisach, Müllheim und Titisee-Neustadt gehören seit 1998 zur Helios Kliniken Gruppe. Als Helios Kliniken Breisgau-Hochschwarzwald stehen sie für die wohnortnahe und kompetente medizinische Versorgung rund um Freiburg im Breisgau. Die Kliniken behandeln zusammen jährlich etwa 21.000 stationäre und 38.000 ambulante Patienten. Insgesamt verfügen sie über 424 Betten und beschäftigen rund 1.000 Mitarbeiter.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und in Spanien (Quirónsalud). Rund 17 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2017 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 8,7 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 111 Akut- und Rehabilitationskliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 17 Präventionszentren und 12 Pflegeeinrichtungen. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon vier Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 74.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 6,1 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt in Spanien 45 Kliniken, 55 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 11,6 Millionen Patienten behandelt, davon 11,2 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 32.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Spanien gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

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