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Funktionelle Beckenbodenstörungen

Einzigartige Behandlungsmöglichkeiten bei Harn- oder Stuhlinkontinez

Einzigartige Behandlungsmöglichkeiten bei Harn- oder Stuhlinkontinez

Mit der sogenannten Sakralnervenstimulation können wir Ihnen bei Inkontinenz durch einen "Blasenschrittmacher" besonders schonend und effektiv helfen.

Diagnose Inkontinenz

Urin oder Stuhl nicht mehr sicher halten zu können ist für Betroffene meist mit erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität bis hin zu völligem sozialen Rückzug verbunden.  Helfen kann hier eine Methode, die in der Lage ist, die Haltedauer spürbar zu Verlängern oder ganz zu normalisieren.

Bei der sogenannten Sakralnervenstimulation oder sakralen Neuromodulation (SNS) handelt es sich um ein Verfahren, das bei verschiedenen Kontinenzstörungen im Blasen- Darmbereich eingesetzt wird.

SNS kann zum Beispiel bei Harn- und Stuhlinkontinenz, aber auch bei chronischer schwerer Verstopfung eingesetzt werden. SNS kann die Lebensqualität für die Patienten massiv verbessern – und das bei Beschwerden, die sonst nur schwer oder nicht zu behandeln sind.

Bislang einzigartige Methode

Bei der Sakralnervenstimulation wird im Bereich des Beckens eine Sonde implantiert. Ähnlich wie bei einem Herzschrittmacher stimulieren elektronische Impulse dann das Nervengeflecht im Beckenboden und kontrollieren die Ausscheidungen.

Das Besondere an der von uns praktizierten Methode ist, dass während der Operation mit Hilfe von CT-Bildern die Lage der Sonde besonders präzise bestimmt werden kann.

Weil eine örtliche Betäubung dafür ausreicht, spürt der Patient, welche Körperregion gerade auf die elektronischen Testimpulse anspricht.Durch die direkte Rückmeldung des Patienten vermeidet das eingespielte Team unnötige Implantationsversuche.

 Implantationsverfahren

 Die Implantation besteht aus 3 Phasen:

  1. Implantation einer oder zweier Testelektroden. Dies kann unter lokaler Betäubung oder Vollnarkose erfolgen. Die Elektroden werden unter Röntgenkontrolle eingesetzt und zunächst nach außen abgeleitet. Der Eingriff erfolgt stationär und dauert circa 20 – 30 Minuten.

  2. In der Testphase (Patient ist in der Regel zu Hause), die ein bis zwei Wochen dauern kann, wird getestet, ob das Verfahren hilft. Die Patienten führen in der Regel ein Kontinenztagebuch und können den Stimulator mit einem einfachen Steuergerät ein und ausschalten, sowie die Stromstärke (Spannung) regulieren.
  1. Wenn in der Testphase eine deutliche Verbesserung der Beschwerden vorhanden ist, kann im Rahmen einer weiteren kleinen Operation (ca. 20 Minuten in Vollnarkose) das Kabel nach innen unter die Haut verlegt und mit einem kleinen Schrittmacher verbunden werden. 

    Wenn in der Testphase keine Verbesserung nachzuweisen ist, können die Elektroden ohne Schaden für den Patienten wieder entfernt werden. Die SNS ist reversibel und adaptierbar, das heißt, dass die Stimulation jederzeit in Stärke und Form reguliert und somit für den Patienten angenehm angepasst werden kann. Wenn nötig, kann die Stimulation flexibel gestoppt werden. Es werden keine Strukturen zerstört. Somit sind die Patienten jederzeit auch für weitere, neue Therapien offen.
Zertifizierte Beratungsstelle
Zertifizierte Beratungsstelle Wir sind nach den Richtlinien der Deutschen Kontinenz Gesellschaft als Beratungsstelle zertifiziert.
Zertifizierte Spezialisten
Zertifizierte Spezialisten Wir sind aufgrund langjähriger Erfahrung als Spezialisten für Sakralnervenstimulation zertifiziert.