Mission gegen den Pflegemangel: Ärztlicher Direktor akquiriert weitere Pflegekräfte in Brasilien

Mission gegen den Pflegemangel: Ärztlicher Direktor akquiriert weitere Pflegekräfte in Brasilien

Nienburg

Vor Kurzem war unser ärztlicher Direktor, Dr. Michael Stalp, erneut in Brasilien. Seine Mission: Das Akquirieren von Pflegekräften. Denn noch immer herrscht in Brasilien ein hoher Überschuss an Pflegekräften, während wir in Deutschland unter einem erheblichen Pflegemangel leiden. Besucht hat Stalp vor allem die Universität von Ijuí, an der auch unsere beiden brasilianischen Kolleginnen Jaqueline Piccoli Korb und Kélen De Barcelos Astarita ihren Abschluss gemacht haben. Das positive Ergebnis: 15 Pflegekräfte konnten für die Helios Kliniken Mittelweser sowie für die Helios Klinik Cuxhaven gewonnen werden.

Im Gegensatz zu Deutschland herrscht in Brasilien ein Überschuss an Pflegekräften. Aus diesem Grund hatte Dr. Michael Stalp, ärztlicher Direktor der Helios Kliniken Mittelweser, bereits im März 2020 erstmalig die Universität und das Krankenhaus in Ijuí im Bundesstaat Rio Grande do Sul besucht und die Möglichkeiten einer Anstellung bei Helios erläutert. Zuvor hatten bereits im Jahr 2019 Besuche im Krankenhaus Ijui stattgefunden. Interessiert waren damals unter anderem auch die beiden brasilianischen Pflegekräfte Jaqueline Piccoli Korb und Kélen De Barcelos Astarita, die im Februar dieses Jahres ihre Anstellung an den Helios Kliniken Mittelweser antraten und großen Spaß an ihrer Arbeit haben. 

Auch dieses Mal ging die Reise nach Ijuí. Doch bevor Stalp die Universität in Ijuí besuchte, fuhr er zur Universität nach Chapéco. „Der Vater unserer Kollegin Jaqueline Korb ist dort als Professor für Krankenpflege tätig. Er hatte mich zu einem Besuch bei sich eingeladen“, so der ärztliche Direktor.

Im Anschluss fuhr er direkt nach Ijuí, wo eine Informationsveranstaltung für Studenten inklusive nachfolgendem Interview für den hauseigenen Radiosender der Universität stattfand. „Es hat Spaß gemacht, unsere Arbeit vorzustellen. Die Pflegestudentinnen und 
-studenten waren alle sehr interessiert und aufgeschlossen. Man muss sich einfach auch vor Augen halten, dass dies eine Möglichkeit für sie ist, die sie sonst nicht bekommen würden. Bei Helios haben sie einen Verdienst nach Tarifvertrag, der natürlich auch deutlich höher ist als der, den sie in Brasilien erzielen würden. Das entscheidende Argument ist jedoch, dass sie direkt starten können. In Brasilien warten sie nach abgeschlossenem Studium bis zu drei Jahre auf einen Arbeitsplatz“, erläutert Stalp.

Entscheiden sich die Studenten für eine Arbeit bei Helios in Deutschland, nehmen sie an einem vorbereitenden Programm teil, welches komplett durch Helios finanziert wird. „Hierzu gehören zwei bis drei Semester Deutschkurs sowie Vorlesungen im interkulturellen Training“, so Stalp.

Die deutsche Sprache beherrschen tatsächlich viele Brasilianer. Bis zu 5 Mio. Brasilianer sind deutschstämmig und bis zu 1,5 Mio. sprechen Deutsch als Muttersprache. In vielen südlichen Regionen des Landes, zu denen auch Ijuí zählt, machen Deutschbrasilianer bis zu 50% der Bevölkerung aus.

Am Ende der Reise freute sich Dr. Michael Stalp über ein sehr positives Ergebnis. „Wir konnten 15 Pflegekräfte für Helios gewinnen, von denen mindestens neun auch in die Helios Kliniken Mittelweser kommen, mindestens fünf in die Helios Klinik nach Cuxhaven.“

Hinsichtlich der Einreiseformalitäten steht Helios in engem Austausch mit der ZAV, der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung im Netzwerk der Bundesagentur für Arbeit. Diese ist vor allem für die Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland und für die Vermittlung besonderer Berufsgruppen verantwortlich.

„Sobald die Arbeit der ZAV endet, übernimmt nahtlos unser Team der Integration“, so Stalp. Das Team kümmert sich um alle notwendigen Formalitäten und Vorbereitungen, damit die neuen Kolleginnen und Kollegen sich nach der Einreise auch voll auf den neuen Job konzentrieren können. 

„Wir tun alles, damit wir genügend Pflegekräfte haben, um all unsere Patientinnen und Patienten zu versorgen. Neben einer deutlichen Erhöhung der Ausbildungsplätze und der verstärkten Anwerbung examinierter Pflegekräfte ist der Einsatz dieser exzellent ausgebildeten Pflegekräfte aus dem Ausland eine dritte wichtige Säule zum Wohl unserer Patienten“, so Stalp.

Anfang 2023 werden dann die nächsten brasilianischen Kolleginnen und Kollegen bei uns einreisen. Wir sind gespannt und freuen uns!

Silke Schomburg

Referentin Unternehmenskommunikation
Silke Schomburg

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