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Überblick

Untersuchungs- und Behandlungsmethoden der Inneren Medizin

Unser Team der Inneren Medizin bietet Ihnen ein umfassendes diagnostisches und therapeutisches Behandlungsangebot – egal ob im Notfall oder nach Zuweisung Ihres niedergelassenen Arztes.

Durch eine Ultraschalluntersuchung stellen wir krankhafte Veränderungen an verschiedenen Organen fest. Dafür setzen wir den Ultraschallkopf dort auf die Haut auf, wo sich das Organ befindet, das untersucht werden soll.

Beim Dopplerultraschall wird die Durchblutung der Halsschlagader gemessen. Dazu wird die Sonde des Ultraschallgerätes am Hals aufgelegt. Die in der Arterie fließenden Blutkörperchen reflektieren den Ultraschall. Dieser Schall wird wiederum von der Sonde aufgenommen. So messen wir, wie durchlässig die Adern sind, die das Gehirn versorgen.

Durch den Farb-Duplex-Ultraschall lässt sich ebenfalls die Durchblutung der Halsschlagader darstellen. Die Besonderheit an dieser Untersuchung ist, dass die Richtung des Blutflusses entweder in Rot oder Blau dargestellt wird. Das Blut, das zum Kopf hinfließt, erscheint rot. Jenes, das vom Kopf weg fließt blau. So können wir die den Blutfluss in den Arterien von dem in den Venen unterscheiden und Durchblutungsstörungen noch wesentlich genauer lokalisieren.

Bei der Phlebographie injizieren wir ein Kontrastmittel in die Venen, um diese unter Röntgenstrahlung darstellen zu können.

Bei einer Magenspiegelung (Gastroskopie) betrachtet der Arzt den oberen Abschnitt des Verdauungstraktes mithilfe eines Sichtgerätes mit Videokamera  von innen und untersucht die Schleimhaut nach Auffälligkeiten. Neben dem Magen werden auch die Speiseröhre und der Zwölffingerdarm untersucht. Deswegen wird oft auch von der sogenannten Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD) gesprochen.

Bei einer Darmspiegelung (Koloskopie) betrachtet der Arzt den gesamten Dickdarm von innen und untersucht die Schleimhäute auf Auffälligkeiten mithilfe eines Sichtgerätes mit Videokamera, um Erkrankungen am Dickdarm sowie am Ende des Dünndarms abzuklären. Oft erfolgt die Koloskopie im Rahmen der Krebs-Vorsorge, die wir ambulant auch für gesetzlich Versicherte anbieten.

Diese Spiegelung ähnelt zunächst vom Ablauf einer Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD). Ziel ist es, die abfließenden Gallenwege sowie deren Mündungsöffnung im Zwölffingerdarm (Papille) zu beurteilen. Mittels Millimeter kleiner Katheter wird die kleine Gallengangsöffnung (Papille) im Zwölffingerdarm aufgesucht und die Gallenwege mittels Kontrastmittel auf Gallensteine oder Verengungen untersucht, damit die Ärzte sie entfernen können. Bei Bedarf erfolgt auch die Anlage eines Stents (Plastikschlauch). Damit wollen wir einen ungehinderten Gallenabflusses erreichen.

Zur Untersuchung der Lungengesundheit nutzen wir verschiedene Verfahren der Lungenfunktionsdiagnostik. Das sind beispielsweise eine Spirometrie, also eine Lungenvolumenmessung und eine Bodyplethysmographie, auch große Lungenfunktionsmessung genannt.

Bei einer Lungenspiegelung (Bronchoskopie) betrachtet und untersucht der Arzt die Lunge und Luftwege mithilfe eines Sichtgerätes mit Videokamera über Nase oder Mund.

Die Echokardiographie ist das Standardverfahren in der Kardiologie. Ziel ist es, das Herz mithilfe von Ultraschall abzubilden. Sie gibt wichtige Informationen zur Beschaffenheit und Funktion des Herzens und der Herzklappen sowie der Pumpleistung und Größe der Herzkammern.

Bei der Stressechokardiographie handelt es sich um eine Echokardiographie unter körperlicher Belastung, z.B. durch eine Fahrradergometrie. Alternativ kann auch ein Medikament eingesetzt werden, das die Herzarbeit steigert. Anhand des Arbeitsverhaltens des Herzmuskels unter Belastung können wir Durchblutungsstörungen des Herzens erkennen.

Die transösophageale Echokardiographie (TEE), auch Schluckecho genannt, ist die Echokardiographie mithilfe einer speziellen Sonde. Die Durchführung entspricht in etwa einer Magenspiegelung, wobei nach Rachenbetäubung und Gabe eines kurzwirksamen, starken Schlafmittels – der Patient bekommt von der Untersuchung nichts mit – das sogenannte Echoskop in die Speiseröhre eingeführt wird. Die transösophageale Echokardiographie ermöglicht von der Speiseröhre aus den direkten Blick in das Herz. Somit können wir auch feine Strukturen wie Gerinnsel oder Auflagerungen auf Herzklappen darstellen. 

Mit dem Elektrokardiogramm (EKG) erfassen wir an der Körperoberfläche die feinen elektrischen Ströme, die bei jedem Herzschlag wellenförmig durch das Herz fließen, und zeichnen diese auf. Diese elektrische Leitung aktiviert den Herzmuskel und ergibt ein Kurvenbild, das Rückschlüsse auf Durchblutungsstörungen des Herzens, frühere Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen erlaubt. Um die elektrischen Ströme zu messen, werden an den Extremitäten und der Brust des Patienten Elektroden angebracht.

Das Langzeit-EKG ist eine kontinuierliche Aufzeichnung eines Elektrokardiogramms (EKG) über mindestens 24 Stunden. Die Untersuchung dient dazu, Unregelmäßigkeiten des Herzrhythmus zu erfassen, wie sie beispielsweise nach einem Herzinfarkt auftreten können. Außerdem liefert das Langzeit-EKG Hinweise auf Durchblutungsstörungen des Herzmuskels. Der Herzrhythmus wird unter alltäglichen Bedingungen – also während der beruflichen Tätigkeit, in der Freizeit und auch während der Schlafenszeit – aufgezeichnet. Für die Untersuchung werden normalerweise mehrere Elektroden an der Brust des Patienten angebracht. Diese sind mit einem Kassettengerät verbunden, das die EKG-Signale – meistens während 24 Stunden – ununterbrochen aufzeichnet. Zusätzlich erhalten Sie ein Kontrollblatt, auf dem Sie Missempfindungen und besondere Vorkommnisse notieren.

Die Langzeitblutdruckmessung ist eine automatisierte Messung des Blutdruckes über 24 Stunden in regelmäßigen Abständen. Da der Blutdruck normalerweise im Laufe des Tages variiert, ist es schwierig, mit einzelnen Blutdruckmessungen festzustellen, ob ein Bluthochdruck vorliegt, der medikamentös behandelt werden muss. In derartigen Situationen schafft eine Blutdruckmessung über 24 Stunden häufig Klarheit. Am Oberarm des Patienten wird eine aufblasbare Manschette angelegt, die mit einem Kassettengerät verbunden ist. In frei wählbaren Zeitspannen (z.B. alle 30 Minuten) wird die Manschette automatisch aufgepumpt und der Blutdruck gemessen. Die Auswertung ergibt ein Blutdruckprofil, das der Erkennung eines Bluthochdruckes, der Überprüfung einer Bluthochdrucktherapie oder der Diagnose seltener Formen des Bluthochdruckes dient.