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Patientenwissen

Der geriatrische Patient: Wer wird altersmedizinisch versorgt?

Die Geriatrie behandelt die speziellen Erkrankungen älterer und alter Patientinnen und Patienten – doch wann genau ist ein Patient ein Fall für die Altersmedizin?

Mit zunehmendem Lebensalter werden der Gesamtorganismus und einzelne Organe merklich weniger leistungsfähig. Der Stoffwechsel verarbeitet Medikamente langsamer, die Regenerationszeit ist verlängert und die Mobilität häufig eingeschränkt. Daher brauchen ältere Patienten eine spezielle Behandlung.

Als geriatrischer Patient gilt…

…ein Mensch über 70 Jahren, der an mehreren Erkrankungen leidet („geriatrietypische Multimorbidität“).
Ältere Patienten leiden meist an mehreren Erkrankungen. Eine akute Erkrankung oder ein akutes medizinisches Problem (z.B. Knochenbruch) machen die Behandlung in der Klinik notwendig. Gleichzeitig müssen wir bei der Therapie der Akuterkrankung Grunderkrankungen (z.B. Diabetes mellitus, Bluthochdruck) berücksichtigen und behandeln. Aufgrund der höheren Zahl an Grunderkrankungen ist der Patient anfälliger für Komplikationen. Auch das Risiko, seine Mobilität und Selbstständigkeit zu verlieren, ist erhöht.

…ein Mensch über 70 Jahren, der unter akuten Schmerzen leidet oder bei dem sich chronische Schmerzen gerade in einer Akutphase erheblich verstärken.

…ein Mensch über 80 Jahren.
Aufgrund des höheren Alters und der damit verbundenen körperlichen Leistungsfähigkeit besteht bei diesem Patienten bei Erkrankungen oder Operationen eine erhöhte Gefahr für das Auftreten von Komplikationen, Folgeerkrankungen, körperlichen Einschränkungen und der Chronifizierung von Erkrankungen. Auch das Risiko einer Verschlechterung oder eines Verlustes der Selbstständigkeit ist in diesem Alter erhöht.